Monthly Archives: November 2019

Zertifizierungen legen die Messlatte für nachhaltiges Bauen

Das dänische Architekturbüro Henning Larsen Architects arbeitet während des gesamten Entwurfsprozesses systematisch an Zertifizierungen, wenn ein Gebäude ein nachhaltiges Gütesiegel erhalten soll.

Lesen Sie unser Interview mit Martha Lewis, Architektin und Head of Materials bei Henning Larsen. Sie berichtet, welche Anforderungen in der Arbeit an Zertifizierungen erfüllt werden müssen – und welchen wichtigen Nutzen das Architekturbüro daraus zieht.

Weitere Infos gibt es hier

Spielen und Entdecken mit dem Kaldewei Online-Adventskalender

24 Spiele lösen, Neues entdecken und einen von drei Hauptgewinnen abräumen

KALDEWEI, Ahlen, im November 2019 – Bei Kaldewei weihnachtet es: Mit dem Online-Adventsgewinnspiel versüßt der Premiumbadhersteller wieder mit 24 spannenden Rätseln, Spielen und Entdeckungen die Vorweihnachtszeit.

Jeden Tag gibt es frei nach dem Motto „Adventszeit, die schönste Zeit für kleine Freuden“ unter www.kaldewei-christmas.com eine andere Herausforderung zu
lösen. Wer einmal teilgenommen hat, dem winkt am 24. Dezember die Chance auf einen von drei hochwertigen Hauptgewinnen.

Neu in diesem Jahr: Teilnehmer tauchen beim Rätseln und Spielen jede Woche in eine andere Kaldewei Themenwelt ein und können besondere Wochenpreise abräumen.

Eine GoPro HERO7 Black Action Kamera, eine Bose Soundbar 700 und eine KitchenAid 4,8 L ARTISAN Küchenmaschine warten als Hauptgewinne am
Weihnachtsabend auf die glücklichen Gewinner. Wenn es heißt: an der Themenwoche teilnehmen und die Chance auf zusätzliche Gewinne sichern, können Installateure, Großhändler, Architekten, Planer und Bauherren zudem in den Themenwelten mehr denn je den Herzschlag von Kaldewei spüren und sich am Ende mit Glück über einen attraktiven Wochenpreis freuen.

Nichts verpassen – mit den Kaldewei News immer informiert
Liebhaber der Kaldewei Duschflächen, Badewannen und Waschtische erfahren in den Themenwelten mehr über das einzigartige Material, aus dem alle Kaldewei Badlösungen gemacht sind, sehen, wie Nachhaltigkeit bei Kaldewei gelebt wird und welche Lösungen Kaldewei für die Duschträume von Kunden bereithält. Inspiration pur für die Gestaltung von Bädern, die für die Zukunft gemacht sind. Wer keine Themenwoche verpassen möchte, der kann sich auf www.kaldewei-christmas.com
für die Kaldewei News anmelden. Der Newsletter informiert über aktuelle Kaldewei Themen, Tipps und Tricks für die Montage sowie exklusive Events und Aktionen.

Startschuss für die Boris Becker International Tennis Academy im Rhein-Main-Gebiet

ARGE Baurecht verleiht Nachwuchsförderpreis

Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein verlieh zum zweiten Mal ihren mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis „Summa cum Bau“. Die Auszeichnung ehrt Dennis Frei als besten Absolventen der Zusatzqualifikation Privates Baurecht der Philipps-Universität Marburg. Der Preis wurde im Rahmen der 54. Baurechtstagung am 8. November in Frankfurt übergeben.

„Angesichts der bekannten Nachwuchsprobleme, die alle Kanzleien betreffen, ist es uns besonders wichtig, Studierende und Absolventen frühzeitig zu unterstützen und zu fördern“, sagt Rechtsanwältin Dr. Birgit Franz. In ihrer Laudatio würdigte die stellvertretende Vorsitzende der ARGE Baurecht die Abschlussarbeit des Preisträgers zum Thema „Öffnungsklauseln in der VOB/B unter Geltung des neuen Bauwerkvertragsrechts“. Dem Verfasser sei es gelungen, juristische Theorie und Praxis bei einem ausgesprochen praxisrelevanten Thema miteinander zu verbinden. „Die Lektüre der Arbeit kann jedem ‚gestandenen‘ Baujuristen nur empfohlen werden. Die ARGE Baurecht schließt sich daher der Beurteilung der Philipps-Universität Marburg 2019 und Herrn Professor Dr. Wolfgang Voit sehr gerne an“, betont Franz.

„Summa cum Bau“ zeichnet alle zwei Jahre Absolventen baurechtlich spezialisierter Studiengänge in Deutschland aus. Mit dem neu geschaffenen Preis unterstreicht der größte Zusammenschluss von Baurechtsanwälten in Europa seine Ambitionen, den Nachwuchs gezielt anzusprechen und zu fördern. Bereits Ende 2016 gründete die ARGE Baurecht dazu die „Arbeitsgruppe junge Baurechtler“, deren Mitglieder sich der Kernfrage widmen, wie junge Juristinnen und Juristen erreicht und unterstützt werden können.

Der gelungene «Balance»-Akt der Tÿpo St. Gallen 2019

Der gelungene «Balance»-Akt der Tÿpo St. Gallen 2019

St. Gallen, 11. November 2019 – In der Buchstadt St. Gallen traf sich die Szene der Gestalter und designaffinen Menschen erneut zur Tÿpo St. Gallen. Bereits zum fünften Mal fand das dreitägige Typografie-Symposium unter der Leitung der Schule für Gestaltung St. Gallen (GBS) statt. Das Tagungsthema «Balance» sorgte unter den rund 300 Fachexperten für einen angeregten Austausch über das Gleichgewicht im Berufsfeld der gestalterischen Arbeit.

Die fünfte Neuauflage der Tÿpo St. Gallen – dem Branchentreff der Gestalter, der weit über die Ostschweizer Grenzen höchstes Ansehen geniesst – widmete sich voll und ganz dem Thema «Balance». Was ist eine gute Balance? Wie ist diese zu erreichen? Wie ist es möglich, im Wirbel des bewegten Berufsalltags Balance zu halten? Das dreitägige Typografie-Symposium wurde von der Schule für Gestaltung St. Gallen organisiert und wollte neben diesen Fragen einen Begegnungsraum für einen lebendigen Austausch unter Gleichgesinnten schaffen. Es fand vom 8. bis 10. November 2019 statt.

Der «Balance»-Akt der Gestalter

Insgesamt 25 Fachreferenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden und England setzten sich an der diesjährigen Tÿpo St. Gallen mit dem Tagungsthema Balance auseinander. Dabei gaben sie offene und ehrliche Einblicke in ihre Arbeiten und Projekte. Am Freitag verrieten die beiden freiberuflichen Designer Sabine und Hans Bockting ihre ganz persönlichen «Gesetze des Dschungels». Diese hatten sie während ihrer jahrelangen Zusammenarbeit für sich erstellt – ganz nach dem Motto: fressen oder gefressen werden. Grafikerin Monika Malsy designte für den Künstler Elger Esser zwischen 1998 und 2018 insgesamt zehn Bücher. An der Tÿpo St. Gallen gab sie einen sehr intimen Einblick über den Balance- Akt ihrer privaten und beruflichen Beziehung und wie sich Gestalterin und Künstler über die Jahre entwickelt haben. Ein weiteres Highlight war die öffentliche Vorstellung der Publikation Max Koller von Herausgeber Jost Hochuli, während derer der Saal der Aula bis auf den letzten Stehplatz besetzt war.

Tÿpo St. Gallen 2019r«Balance»r8.–10. November 2019 rtypo-stgallen.ch rrWer in der Gestaltung tätig ist, trifft täglich Entschei­dungen: über Farben, Formen und Ideen, Propor­tionen, Form und Funktio­nalität, über ein Zuviel oder ein Zuwenig. Wir kommuni­zieren, verhandeln, konzi­pieren, kompo­nieren, ver­schie­ben, fixieren, ent­wickeln, ent­werfen, betonen, streichen, reali­sieren – ein einziger verwegener Tanz, ein Ringen um Balance! Und schon vor der konkreten Design­aufgabe geht es darum, ein Gleich­gewicht herzu­stellen: zwischen Kunden und Partnern, in der Planung und Koordi­nation, bezüglich Zeit und Geld, Konzept und Umsetzung, Schnaps und Idee … Im Wirbel des bewegten Berufs­alltags ist es nicht einfach, Balance zu halten!rrDie 5. Ausgabe der Tÿpo St. Gallen stellt das Thema Balance in den Mittel­punkt. Was ist das überhaupt, eine gute Balance? Wie ist sie zu erreichen? Einfache Rezepte, starre Regeln oder Binsen­weis­heiten erweisen sich meist als unbrauchbar. Was bewährt sich im Strom all jener Prozesse, die unsere Alltage, Projekte, Ideen und Vorhaben durch­kreuzen? Diese Fragen stellt die Tÿpo St. Gallen ihren Sprecher­innen und Sprechern.rrDie Tÿpo St. Gallen versteht sich als Forum für Fach­leute und design­affine Menschen, sucht und fördert den Aus­tausch von Referie­renden und Publikum. Neben Referaten gibt es viel Zeit für Gespräche und ein inspirie­rendes Rahmen­programm. Kommen Sie vom Freitag, 8. bis Sonntag, 10. November 2019 zu uns nach St. Gallen und halten Sie mit uns die Balance.

Am Samstag erzählte Jacques Le Bailly von den vielen Möglichkeiten der neuen Font-Technologie «Variable Fonts», die er für Google erstellt. Mireille Burkhardt überraschte mit wunderschönen haptischen Arbeiten, in denen viel Herzblut steckt. Ein Highlight war der Vortrag von Andreas Uebele. Er faszinierte mit seinem wortgewaltigen Vortrag auf sehr sympathische Art und Weise und liess in die Höhen und Tiefen des Arbeitsalltags blicken. Am Sonntagmorgen bekamen die Besucherinnen und Besucher im Sitterwerk einen einzigartigen Einblick in das Arbeitsarchiv von Jost Hochuli. Angela Kuratli, Roland Früh und Corina Neuenschwander, Martin Leuthold, Jonas Niedermann und Roland Stieger stellten je einen Arbeitsbereich aus dem Schaffen von Jost Hochuli vor.

Zum fünften Mal ein Erfolg

Eine ausgewogene Bilanz ziehen die Veranstalter des GBS. Mit rund 300 verkauften Tickets war die Veranstaltung erneut bis auf den letzten Platz ausverkauft. Kathrin Lettner, Abteilungsleiterin der Schule für Gestaltung St. Gallen schaut zufrieden zurück: «Ich geniesse es immer wieder, im Kreis von so vielen Interessierten zu sein, die sich Zeit nehmen, um sich vertiefend mit Typografie zu beschäftigen. Mich begeistert es jedes Mal von neuem, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind, aber wie «gleich» doch die Quelle, aus der sie gespiesen werden: Herzblut nämlich. Typografie vermittelt Inhalt und Inhalt ist doch unser Leben!» Auf die Frage, ob es 2021 erneut eine Tÿpo St. Gallen gibt, meint Kathrin Lettner zudem: «Ja, selbstverständlich! Wir freuen uns auf das neue Thema, den Referentenmix und ein tolles, inspirierendes Symposium 2021.»

https://www.typo-stgallen.ch/

BAU China – Spitzenwerte für Asiens führende Baufachmesse

BAU China 2019

Spitzenwerte für Asiens führende Baufachmesse

  • 778 Aussteller (+19%)
  • Wachstum um zwei Hallen (Vergleich zur Erstveranstaltung 2017)
  • Über 61.000 Besucher (+17%)
  • Die Zukunft der Branche in Asien: digitaler, nachhaltiger, energieeffizienter
Die Erfolgsgeschichte der führenden Fachmesse in der Asia-Pazifik-Region für ‚Building System Solutions, High-End Technologies and Material‘ geht weiter. Die asiatische Bauindustrie nutzte mit der bislang größten Beteiligung die BAU China, um Produktinnovationen vorzustellen und sich zu Trends in der Branche auszutauschen. Auf der Messe und im umfassenden Begleitprogramm zeigte sich: smarte, nachhaltige und energieeffiziente Lösungen sind nach wie vor Topthemen der Branche.

Baustart für 82 Wohneinheiten in Wiesbaden-Nordenstadt

Im 1. Bauabschnitt von „reboot“ entstehen 50 Wohnungen und 32 Häuser

Die auf Wohnimmobilien spezialisierte BIEN-RIES AG hat am 7. November 2019 mit den Bauarbeiten für die ersten beiden Bauabschnitte des neuen Wohnkonzepts „reboot“ im Neubaugebiet „Hainweg“ in Wiesbaden-Nordenstadt begonnen. Hier entstehen zunächst 50 Wohnungen und 32 Häuser mit rund 7.800 Quadratmetern Wohnfläche. Ende 2020 werden die ersten Bewohner ihr neues Zuhause beziehen können. „reboot“ umfasst insgesamt 99 Wohnungen und 80 Häuser. Es sind noch zwei weitere Bauabschnitte geplant. Die jetzt gebauten 50 Wohnungen werden in Form von 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen realisiert und verteilen sich auf vier Gebäude. Die Wohnflächen reichen von rund 46 bis 242 Quadratmetern. Die Konzeption und Planung der Wohnungen erfolgte in Zusammenarbeit mit den renommierten Schweizer Architekten von Atelier 5.

Die 32 Häuser des ersten Bauabschnitts wurden von dem hauseigenen Architektenteam der BIEN-RIES AG entworfen. Sie bieten ca. 102 bis 142 Quadratmeter Wohnfläche, die sich je nach Variante auf vier bis sechs Zimmer verteilen. Alle Häuser verfügen über eine Terrasse sowie einen Gartenschrank im Außenbereich. „Das Wohnkonzept reboot vereint in seiner zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet Urbanität und Naturnähe“, so Wolfgang Ries, Vorstand der BIEN-RIES AG. „Nordenstadt verfügt über eine optimale Anbindung sowohl nach Wiesbaden wie auch nach Frankfurt oder Mainz. Wir haben hier ein rundum durchdachtes Wohlfühlzuhause geschaffen, bei dem die architektonische Qualität der Ausstattung in nichts nachsteht. Hier kommt der von uns gelebte hochwertige Manufaktur-Gedanke in besonderer Weise zum Ausdruck und dennoch haben wir auch hier bezahlbaren Wohnraum.“

„Die Stadt Wiesbaden hat in Nordenstadt die Voraussetzung für rund 650 dringend benötigte Wohneinheiten geschaffen“, erläutert Stadtrat Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent der Stadt Wiesbaden. „Deshalb freut es uns sehr, dass die Zusammenarbeit bei den Planungen mit der BIEN-RIES AG so hervorragend
funktioniert hat und wir heute mit den Bauarbeiten beginnen, die den zentralen Bereich des Hainwegs prägen und gestalten werden.“
„Mit der BIEN-RIES AG haben wir einen großen und erfolgreichen Wohnungsbau-entwickler als Partner für Wiesbaden-Nordenstadt gewinnen können“, unterstreicht Andreas Guntrum, Geschäftsführer der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH. „Die Entwicklung des neuen Wohngebiets Hainweg schreitet jetzt zügig voran.“
Wiesbaden-Nordenstadt ist durch die direkte Anbindung an die A66 nach Wiesbaden, Frankfurt und Mainz für Familien und Singles attraktiv und bietet ein breites Angebot an sozialen Einrichtungen wie Vereinen, Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten. Für den Nachwuchs gibt es drei Kindergärten und eine Grundschule.

Mehr Möglichkeiten mit der neuen EGGER Kollektion Dekorativ

Im Februar 2020 bringt der Holzwerkstoffspezialist seine neue EGGER Kollektion Dekorativ auf den Markt. Für Architekten, Verarbeiter und Händler bedeutet das: Mehr Möglichkeiten, mehr Inspiration, mehr Haptik, mehr Services verpackt in einem stimmigen Gesamtpaket und mit der neuen Kollektions-App stets griffbereit.

Jeder Arbeitstag birgt für Architekten und Verarbeiter neue Herausforderungen. Im Fokus steht dabei die optimale und zeitgerechte Umsetzung von Projekten und somit die Zufriedenheit ihrer Kunden. Die neue, weiterentwickelte EGGER Kollektion Dekorativ ist dafür das perfekte Rüstzeug. „Wir halten an der dreijährigen Laufzeit fest, behalten unsere Erfolgsdekore im Programm, ändern aber auch knapp 30 Prozent, um Platz für Neuentwicklungen zu schaffen. Damit bleiben wir unserem Versprechen hinsichtlich Verlässlichkeit sowie Kontinuität treu und werden zudem den jüngsten Trendentwicklungen gerecht“, schickt Hubert Höglauer, Leitung Marketing und Produktmarketing Möbel- und Innenausbau, voraus.

Die Evolution der EGGER Kollektion Dekorativ

Bereits vor dem offiziellen Marktstart der Kollektion verrät der Holzwerkstoffspezialist einige Highlights. Das Dekorsortiment setzt sich aus bestehenden Erfolgsdekoren und neuen Trends zusammen. EGGER bezieht in der Kollektion auch das Thema der fortschreitenden Digitalisierung mit ein.

„Wir wissen, dass analoge Werkzeuge wichtig, aber nicht mehr ausreichend sind, um Kunden optimal zu beraten. Deswegen haben wir unser Serviceangebot mit der neuen Kollektions-App, die viele hilfreiche Funktionen kombiniert, ergänzt. Damit haben Kunden die Kollektion stets digital griffbereit“, weckt Hubert Höglauer bereits die Neugier.

Im Bereich Arbeitsplatten wurde das Sortiment komplett überarbeitet und um neue Produkte ergänzt: Zu den bekannten Postforming und Feelwood Arbeitsplatten mit gerader Kante reihen sich in der neuen Kollektion jetzt auch Kompaktarbeitsplatten und PerfectSense Topmatt Arbeitsplatten.

„Mit der neuen EGGER Kollektion Dekorativ sind Architekten und Verarbeiter bereit, ihre Chancen zu ergreifen. Unser Ziel ist es, ihnen das beste Gesamtpaket für die Gestaltung und die Umsetzung trendgerechter Möbel und Innenausbaudesigns zu bieten“, so Hubert Höglauer.

Asbest in Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Co.: TÜV NORD unterstützt Betreiber dabei, ihren Wartungs- und Prüfpflichten nachzukommen

Hamburg: Deutschlands Asbest-Problem ist noch lange nicht gelöst: In 75 Prozent der deutschen Gebäude könnten Putze und Spachtelmassen vorhanden sein, die Asbest enthalten und somit als Gefahrstoff gelten, schätzt TÜV NORD. Zudem werden zeitnah mindestens eine Million asbesthaltige Brandschutzklappen prüffällig. Die Prüfungen dieser mit dem krebserregenden Werkstoff belasteten Bauprodukte waren lange mit einem enormen Risiko verbunden und wurden daher oft aufgeschoben. TÜV NORD ist dank neu entwickelter Verfahren zur Prüfung auf Asbest in der Lage, die Gebäudebetreiber dabei zu unterstützen, ihren Wartungs- und Prüfpflichten zügig nachzukommen – risikofrei und kosteneffizient.

Bauprodukte mit einem Asbestanteil ab bereits 0,1 Prozent gelten nach deutschem Recht als Gefahrstoff. Thomas Schliwka, Leiter des Labors für Bauwerksuntersuchungen von TÜV NORD, warnt: „Gesetzlich sind die Betreiber verpflichtet, Brandschutzklappen regelmäßig zu warten, beziehungsweise Asbestschutzbedingungen bei Baumaßnahmen zu erfüllen.“

Asbest in Putzen und Spachtelmassen: Schnelle Ergebnisse dank neuem Prüfverfahren
Bauherren, die Baumaßnahmen an einem wahrscheinlich asbestbelasteten Gebäude vornehmen wollen, stehen regelmäßig vor einer Herausforderung: Bevor die Arbeiten beginnen können, müssen sie eine Gefährdungsbeurteilung veranlassen. „Mit unseren neuen Prüfprozessen für Putze und Spachtelmassen können wir beurteilen, ob definierte Bauwerksflächen als mit Asbest belastet gelten müssen oder nicht“, sagt Schliwka. Dafür bildet TÜV NORD Safety Advisor aus, Experten für die Gefährdungsbeurteilung. Üblicherweise sind verputzte Flächen eines Gebäudes zu groß, um sie mithilfe einzelner Proben korrekt bewerten zu können. Der Safety Advisor ist jedoch geschult, Stichproben zu entnehmen, welche die gesamte Putzfläche repräsentiert. Anschließend bereitet er die Proben mithilfe einer speziellen Methode für die weitere mikroskopische Untersuchung vor. „Durch den neuen Prüfprozess lässt sich einfach und schnell bestimmen, ob Asbest verbaut wurde und somit bei Baumaßnahmen Schutzvorkehrungen erforderlich sind“, erklärt Schliwka.

Prüfung von Brandschutzklappen auf Asbest verringert Sanierungskosten
Auch das Prüfen von eventuell asbesthaltigen Brandschutzklappen stellte Gebäudebetreiber bisher vor enorme Herausforderungen. „Da im Prüfverfahren Asbestfasern theoretisch freigesetzt werden können, schrecken manche Prüforganisationen vor den baurechtlich vorgeschriebenen Tests zurück. TÜV NORD ist aktuell der einzige Dienstleister, der prüft und gleichzeitig nachweisen kann, dass es dabei zu keinem Asbestaustritt kommt“, sagt Schliwka. Bereits im vergangenen Jahr entwickelte das Labor von TÜV NORD ein Prüfverfahren für die Gefährdungsbeurteilung von asbesthaltigen Brandschutzklappen. Gemäß offiziellen Leitlinien dürfen Brandschutzklappen nur auslösen, wenn eine Gefährdungsbeurteilung ausschließt, dass dabei Asbest freigesetzt wird. Für Tests müssen die Klappen regelmäßig ausgelöst werden – das ist baurechtlich vorgeschrieben. Wenn aufgrund fehlender Gefährdungsbeurteilung die Klappen nicht getestet werden dürfen, besteht daher ein Mangel. Der Safety Advisor kann mit dem Prüfverfahren von TÜV NORD die Gefährdung beurteilen und auch unmittelbar vor dem Testen feststellen, ob das Material intakt und damit eine Asbestfreigabe ausgeschlossen ist. Schliwka: „Gebäudebetreiber können sich so den vorsorglichen Austausch aller Brandschutzklappen sparen, was im Einzelfall mit sehr hohen Aufwendungen verbunden sein kann.“

Stetige Arbeit an neuen Lösungen für das Asbestproblem
Asbest stellt für viele Gebäudebetreiber ein großes Problem dar, da der krebserregende Werkstoff Baumaßnahmen nur unter aufwändigen Schutzvorkehrungen erlaubt. Davon sind auch viele öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Einkaufszentren und Schulen betroffen. Zu den Aufgaben des Labors für Bauwerksuntersuchungen von TÜV NORD zählt insbesondere das Arbeitsgebiet
„Sicherheit für Leben und Gesundheit in Bauwerken“. Daher legt TÜV NORD großen Wert darauf, Lösungen für das Asbestproblem zu entwickeln und wird im Februar 2020 dazu ein Asbest-Forum veranstalten.

Prestigeträchtiges Bauprojekt SPRINGER QUARTIER

Stadtluft macht leicht: Anspruchsvolle Neubauarchitektur in Hamburger Innenstadt mit Hohlkörpersystem realisiert

Verringerte Betonmenge ermöglicht Gewichtseinsparung von 1.240 Tonnen 

Im Jahr 2015 erwarb die MOMENI Gruppe den 1956 eingeweihten Hamburger Hauptsitz des Axel Springer Verlags, um dort mit dem SPRINGER QUARTIER eine Premiumimmobilie mit Büro-, Handels-, Gastronomie- und Wohnflächen entstehen zu lassen. Der Herausforderung, das seit 1997 unter Denkmalschutz stehende Springer-Hochhaus energetisch zu sanieren und um einen modernen urbanen Neubau zu erweitern, nahmen sich die international renommierten Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) an. Der gesamte Komplex soll gemäß den Vorgaben des international anerkannten LEED Systems in Gold zertifiziert werden. Um das Ziel zu erreichen und auch den besonderen statischen Gegebenheiten gerecht zu werden, wurden im Zuge der Tragwerksplanung durch WTM Engineers Hamburg zur Verringerung der Betonmenge und des Gebäudegewichts Hohlkörperelemente der HEINZE Cobiax Deutschland GmbH in die Planungen miteinbezogen. Dadurch war es der bauausführenden Ed. Züblin AG als Generalunternehmen möglich, das benötigte Betonvolumen des Neubautraktes um 496 m³ zu verringern und eine Gewichtseinsparung von 12.400 kN zu erzielen.

Die urbane Lage des Neubaus sowie die unterschiedlichen Nutzungen der Erd- und Untergeschosse im Vergleich zu den einheitlich gestalteten Obergeschossen bedeuteten eine Herausforderung für Architekt und Tragwerksplaner. Die Nähe zu den Nachbargebäuden, deren Fundamente bei den Tiefbauarbeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden durften, musste ebenfalls berücksichtigt werden. Um die Vorstellungen der Architekten von gmp umsetzen zu können, schlugen die Statikexperten der WTM Engineers Hamburg die Verwendung der Cobiax-SL-Elemente vor, da durch den Einsatz der Hohlkörper im Vergleich zu vollmassivem Stahlbeton eine Gewichtsreduktion von bis zu 35 Prozent möglich ist. „Unser Planungsbüro hat bereits bei anderen Projekten positive Erfahrungen mit den Cobiax-Produkten gesammelt und somit erschienen sie uns für dieses herausfordernde Projekt als ideale Lösung“, erinnern sich Detlev Haasse und Christopher Gabbert, Projektleiter bei WTM Engineers. Das patentierte Cobiax-System besteht aus 250 cm langen Bewehrungsstahlelementen, in denen die Hohlkörper nach der Montage der Halbschalen fixiert werden, und ersetzt in Flächen, bei denen kein Beton für die (Biege-) Tragfähigkeit der Decke notwendig ist, bis zu 35 Prozent des Baustoffs. „Die Einsparungen an Material und Gewicht, die durch den Einsatz unserer Technologie möglich sind, sind signifikant“, erklärt Dipl.-Ing. Volkmar Wanninger, Geschäftsführer der HEINZE Cobiax Deutschland GmbH. „Der positive Einfluss auf die Statik der Gebäude bietet den Architekten bisher ungeahnte Möglichkeiten bei der Gestaltung weiter Räume: einerseits durch geringere Deckenstärken und andererseits durch Spannweiten von bis zu 20 m.“

Diese Vorteile konnten beim SPRINGER QUARTIER voll zur Geltung gebracht werden, da diverse Bereiche des Gebäudes nicht direkt gegründet werden konnten, sich an den Grundstücksgrenzen komplizierte Gründungssituationen ergaben und die unterschiedlichen Nutzungen der Geschosse verschiedene Abfangsysteme notwendig machten. „Die Gewichtseinsparung, die sich aus der Verwendung der Cobiax-Hohlkörpersysteme ergab, machte viele der Abfangsysteme und die Konstruktion von bis zu 8 m überhängenden Gebäudeteilen überhaupt erst möglich“ erklären Gabbert und Müller einstimmig. Mittels der Software „Quick and Light“, die Cobiax allen Tragwerksplanern kostenlos zur Verfügung stellt, wurden auch bei den anspruchsvollen Baugeometrien im SPRINGER QUARTIER alle Werte ermittelt, die für die Planung unter Verwendung der Hohlkörpersysteme notwendig waren. Diese Vorgaben der Entwurfsstatik wurden im Anschluss durch das Technische Büro Hamburg der Ed. Züblin AG in den Schal- und Bewehrungsplänen abgebildet und konnten somit auf der Baustelle umgesetzt werden.

Innenstadtlage erfordert aufwändige Logistik

Eine besondere Herausforderung bei Großbaustellen in Innenstadtlage stellten die beengten Platzverhältnisse dar sowie die Auflage, den regulären Stadtverkehr in möglichst geringem Ausmaß zu beeinträchtigen. „Durch die zentrale Lage des SPRINGER QUARTIERS waren die Zeitfenster, in denen wir die Baustelle mit Material beliefern lassen konnten, sehr knapp bemessen. Des Weiteren stand auf dem Gelände selbst nur wenig Platz für die Entladung der anliefernden LKWs zur Verfügung“, berichtet Christoph Wieghaus, Bauleiter der Ed. Züblin AG. Die Ed. Züblin AG gehört zum Konzernverbund der STRABAG SE, einer der führenden europäischen Technologiekonzerne für Baudienstleistungen.

Da für den Rohbau insgesamt 5.500 Tonnen Stahl und etwa 34.000 m³ Beton benötigt wurden, mussten alle Lieferungen genau aufeinander abgestimmt sein, um einen Rückstau auf die umliegenden Straßen zu vermeiden. Auch die Anlieferung der Cobiax SL Hohlkörperelemente, die in insgesamt sieben Fuhren auf die Baustelle transportiert wurden, ging in die Ablaufplanung mit ein. Für einen schnellen Start der Betonagearbeiten wurde die erste Lieferung der Hohlkörpersysteme ab Werk von HEINZE Cobiax Deutschland vormontiert. Bei den übrigen sechs wurden die Einzelkomponenten erst vor Ort montiert und weiterverarbeitet. „Nach dem Fertigstellen der ersten Zwischendecke konnten wir die Fläche als Zwischenlager und Montageplatz für die Cobiax-Elemente nutzen“, erläutert Wieghaus. „Nach der Vormontage der Hohlkörperelemente haben wir diese sukzessive auf den einzelnen Deckenabschnitten eingesetzt.“ Am ersten Tag des Einsatzes der Hohlkörpersysteme wurden alle Arbeiter vor Ort durch das Cobiax-Team geschult, um eine schnelle und unkomplizierte Montage sicherzustellen. Für das Verlegen selbst wurden Pläne angefertigt, gemäß derer die  Deckenflächen mit Hohlkörpern belegt wurden. Diese erstellten die Experten von Cobiax unter Berücksichtigung der Statikberechnungen des Tragwerksplaners, um eine statische Beeinträchtigung der Decken zu vermeiden. Nach der Positionierung der Elemente gemäß Planvorgabe erfolgte die Betonage in zwei Schritten. „Die Vorbetonage zur Fixierung der Hohlkörpersysteme, die dazu dient, Auftrieb zu vermeiden, haben wir mit dem Betonkübel vorgenommen. Der Betonabruf und Einbau wurde für die Betonage der Flächen mit Cobiax Hohlkörpern eingestellt und stellte eine weitere Herausforderung in Bezug auf die engen Platzverhältnisse dar“, erklärt Wieghaus. „Die Abstandhalter, die auch als Montageelemente dienen, stellen dabei den Verbund her. In einem zweiten Arbeitsgang wurde anschließend die Decke fertig betoniert.“

Einsparpotentiale durch die Verwendung von Hohlkörperelementen

Durch die verringerte Menge an Beton und Bewehrungsstahl sinken die Kosten der gesamten Tragstruktur des Gebäudes. Als Zusatzeffekt wird durch das geringere Betonvolumen auch der Ausstoß von umwelttoxischen Schadstoffen reduziert. Beim Projekt SPRINGER QUARTIER bedeutete die Einsparung von 496 m³ Beton  eine CO2-Reduktion von 105 Tonnen. Dies resultiert unter anderem aus dem Wegfall von 80 Betonmischerfahrten zur Baustelle. „Innerhalb der nächsten 5 Jahre wollen wir durch den Einsatz unserer Produkte im Stahlbetonbau die CO2 -Emission um insgesamt 1 Mio. Tonnen reduzieren, um das Umdenken hin zum nachhaltigen Bauen weiter zu bringen“, erklärt Wanninger abschließend. Da bisher bereits mehr als 14 Mio. m² Cobiax-Hohlkörperdecken realisiert wurden, was einer Betoneinsparung von 2 Mio. Tonnen und einer CO2-Reduktion von 180.000 Tonnen entspricht, erscheint dieses Ziel durchaus realistisch.

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