Monthly Archives: Januar 2020

Herausragende Beispiele in Sachen Nachhaltigkeit

BMU und UBA loben den ersten „Bundespreis Umwelt & Bauen“ aus

Hamburg, 23.1.2020 – Alle reden über Nachhaltigkeit – auch die Baubranche. Den
passenden Gesprächsstoff liefert ein Preis, den das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA)
ausschreiben: Mit dem neuen „Bundespreis Umwelt und Bauen“, der 2020 erstmals
vergeben werden wird, wollen die Initiatoren Projekte mit Vorbildcharakter in
puncto Nachhaltigkeit auszeichnen – nicht nur in den klassischen Bereichen
Bestand und Neubau, sondern zudem in fünf weiteren Kategorien. Bewerben können
sich alle Akteure des Baubereichs. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020.
Schirmherrin des Wettbewerbs ist die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze. Unterstützt wird der Wettbewerb von
B.A.U.M. e.V. und dem Öko-Zentrum NRW als Fachpartner.

Der Wunsch von immer mehr Bauherren und Planern, hohen Gebrauchsnutzen und architektonische Qualität mit
Klima- und Umweltschutz zu verbinden, bringt viele spannende Projekte hervor.
Sie belegen am praktischen Beispiel, dass nachhaltiges Bauen über den
Lebenszyklus hinweg betrachtet viele Vorteile bietet – auch im Hinblick auf die
Kosten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Genau da setzt der Bundespreis Umwelt
und Bauen an. Der Preis soll zum einen das Spektrum dessen veranschaulichen, was
heute schon baulich und technisch möglich ist. Zum anderen soll er den
herausragenden Beispielen durch die Prämierung größere Bekanntheit verschaffen
und so zur Nachahmung einladen.“

Professor Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts: „Es geht um
ganzheitliche Lösungen, die die Technik, die Gestaltung des Gebäudes und sein
Umfeld einbeziehen. Einzelvorhaben auf der ‚grünen Wiese‘ werden ausdrücklich
nicht unterstützt. Bei keinem anderen Wettbewerb wird das Zusammenspiel von
Umwelt und Bauen so bewertet, wie im Bundespreis Umwelt & Bauen.“

Über den Bundespreis: Um die Breite des nachhaltigen Bauens zu zeigen, umfasst
der Bundespreis die Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartiere“
und „Nachhaltigkeit und Innovationen“. Besonders im Fokus der ersten beiden
steht die energetische Sanierung von Bestandsbauten, weil hier aus Sicht des
Klimaschutzes der größte Handlungsbedarf besteht.

Neben diesen Wettbewerbskategorien vergeben BMU und UBA noch drei Sonderpreise
für besonders innovative Ansätze. Unter den Stichworten „Resilienz“ und
„Suffizienz“ geht es um die Anpassung an den Klimawandel und um Strategien zur
Verringerung des Ressourceneinsatzes. Auch sollen Bauvorhaben honoriert werden,
die Aspekte der Biologischen Vielfalt in besonderer Weise berücksichtigen und
damit einen substanziellen Beitrag zum Schutz und zur Umsetzung von „Stadtnatur“
leisten. Das dritte Feld „Gebäudehülle & Bauprodukt“ ist für neuartige Lösungen
mit innovativen Materialien und Baukonstruktionen gedacht.

Teilnahmebedingungen: Aufgrund der thematischen Breite sind alle Akteure des
Baubereichs eingeladen, sich zu bewerben: von Bauherren und Bauträgern über
Büros für Architektur, Gebäudetechnik-, Stadt- oder Landschaftsplanung bis hin
zu Herstellern oder Forschungseinrichtungen. Die Ausschreibung richtet sich an
in Deutschland realisierte Bauwerke oder Quartiere in fortgeschrittener Planung;
Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Kategorien sind möglich.

Was die Gewinner erwartet: Den Preisträgern winkt öffentliche Wahrnehmung auf
mehreren Ebenen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 29. September auf
einem von B.A.U.M. e.V. organisiertem Kongress zum nachhaltigen Bauen im
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin, wo
die prämierten Projekte der Fachwelt und den Medien vorgestellt werden. Auch auf
den Websites des UBA und des Bundesumweltministeriums werden die ausgezeichneten
Projekte und ihre Pluspunkte dargestellt – unter anderem in Form von Videos:
Denn zu den preisgekrönten Nachhaltigkeits¬beispielen lässt das UBA Filme
erstellen, die die Gewinner anschließend für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit
nutzen können. Des Weiteren werden alle prämierten Projekte in einem Buch
dokumentiert.

Näheres zu den Teilnahmebedingungen des Bundespreises Umwelt & Bauen und dem
Auswahlverfahren finden Interessenten auf der Website des UBA:
https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-umwelt-bauen-start
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. April 2020.

Energetische Gebäudesanierung: Dachdecker stehen bereit

– Steuerliche Förderung gilt ab 1.1.2020
– 40.000 Euro pro Projekt
– ZVDH-Präsident Bollwerk: Dachdecker sind Klimaschützer

Köln/14. Januar 2020. Kurz vor Jahresende 2019 haben Bundestag und Bundesrat den Steuerbonus für energetische Sanierungen durchgewunken. Damit ist das geänderte Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 wie geplant zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Für Hausbesitzer bedeutet das Steuer-Erleichterungen für zahlreiche Sanierungsmaßnahmen. Der Steuerbonus gilt für 10 Jahre. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) zeigt sich erfreut: „Wir haben ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber dann hat der Bundesrat mit seiner Zustimmung doch noch den Weg frei gemacht für mehr Klimaschutz. Eigenheimbesitzer können sich jetzt über Steuervorteile freuen und Dachdecker über Aufträge, die unser Gewerk zu einem wichtigen Erfüller des Klimaschutzprogramms machen. Nun muss allerdings schnell Klarheit zum Beispiel über die genauen Anforderungen geschaffen werden. Hier darf jetzt nicht wieder nutzlose Zeit für unnötige Bürokratie verschwendet werden. Das Dachdeckerhandwerk steht jedenfalls bereit, für besser gedämmte Häuser zu sorgen!“, macht ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk deutlich.

Konkrete Fördermaßnahmen
Steuerlich gefördert werden zahlreiche energetische Sanierungsmaßnahmen: Sie reichen von der Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken über die Erneuerung der Fenster, Außentüren, Heizungs- und Lüftungsanlagen bis hin zum Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. Auch die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind, fällt unter die Förderung. Der Steuerbonus gilt sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für umfassende Sanierungen. Durchgeführt werden müssen die Sanierungen von einem Fachunternehmen, laut Bundesrat die Gewerke, die in der Anlage A der Handwerksordnung aufgeführt sind und deren Tätigkeitsgebiet die energetischen Maßnahmen umfasst. Beantragt wird der Bonus mit der jährlichen Einkommensteuererklärung.

Mehr KfW-Mittel
Auch das aktuelle Aufstocken der KfW-Fördermittel im Bereich „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ begrüßt der Dachdeckerverband. Der Kreditbetrag steigt laut KfW für Wohngebäude ab 24. Januar 2020 um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Tilgungszuschuss bei der Sanierung zum Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards um 10 Prozent. „Auch das wird helfen, den hohen Energieverbrauch vor allem älterer Gebäude zu senken. Optimal wäre es, pro Jahr zwei Prozent des Gebäudebestands sanieren. Klingt wenig, ist aber schon eine enorme Herausforderung“, macht Bollwerk klar.

Energieberatung
Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für einen Energieberater, die mit bis zu 50 % angesetzt werden können. Voraussetzung ist, dass dieser durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen beauftragt worden ist. Der Berater muss allerdings vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ zugelassen sein. Zwingend vorgeschrieben ist der Einsatz eines Energieberaters für die steuerliche Förderung allerdings nicht.

DEUTSCHES DACHDECKERHANDWERK
Zentralverband

Claudia Büttner
Bereichsleiterin Presse

Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks
Fritz-Reuter-Str. 1, D-50968 Köln
Tel. 0221-398038-12
Fax 0221-398038-512
E-Mail cbuettner@dachdecker.de
www.dachdecker.de

Funktionale Ästhetik – wenn die Leuchten dem Licht den Scheinwerferkegel überlassen

Schön ist manchmal auch, wenn Details unsichtbar bleiben. Ganz nach dem Leitspruch des mittlerweile hundertjährigen Bauhaus kann Architektur im Innen und Außen verstärkt werden, wenn die Form der Funktion folgt. Besonders sichtbar wird dieser Effekt, wenn es um Licht geht. Neben dem strategischen Einsatz von Fenstern oder Lichtschächten übernehmen deshalb immer öfter auch geschickt platzierte Leuchten die Rolle des Lichtspenders. Dank hoch-effizienter LED-Technik fast schon körperlos, verzichten sie oftmals vollständig auf eine eigene Gestalt. Im Mittelpunkt steht reines Licht.

Auf individuelle Bedarfe geht diese Licht-Ästhetik nicht nur in privaten Räumen ein. Relevant sind funktionale Leuchten besonders auch im Arbeitsumfeld. Dort nämlich, wo das persönliche Wohlbefinden einen direkten Einfluss auf die Arbeitsleistung hat. So fällt die dauerhafte gedankliche Konzentration unter tageslichtähnlichen Umständen deutlich leichter als unter pulsierenden Neonröhren oder in Büros mit dem Charakter einer Dunkelkammer. Hinzu kommt, dass sich aktuelle Lichttechnik leicht auf veränderte Rahmenbedingungen anpassen lässt. Im Krankenhaus beispielsweise, fördern variable Lichtfärbungen teils deutlich reduzierte Genesungszeiten. Blautöne regen an, während Rottöne beruhigen. Der Titel der Technologie: Human Centric Lighting.

Aber auch als gestalterisches Element sind funktional-ästhetische Leuchten beliebt. Licht hat die Fähigkeit, Formensprache nicht nur zu zeigen, sondern zu unterstützen. Position, Intensität, Abstrahlwinkel, Lichtspektrum – all dies sind Faktoren, die besondere Attribute des Baus oder des Interieurs erlebbar machen. Ungebrochen ist dieser Effekt allerdings nur, wenn die Leuchte selbst nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein weiterer stilistischer Vorteil ist die neue Flexibilität dieser Leuchtengattung. Das Licht-Portfolio ist so groß, dass in ein und demselben Raum Szenarien möglich sind, die gleisendes Sommerlicht genauso erfolgreich imitieren wie voluminöse Sonnenuntergänge oder pudrige Höhennebel. Unter dem Top-Thema „Fascinating“. setzt die Light + Building 2020 eine Reihe von Licht- und Leuchten-Design-Themen in Szene. Dazu zählt auch „Funktionale Ästhetik“. Das Thema fokussiert auf Leuchten, die selbst zu Gunsten des Lichts in den Hintergrund treten.

Vom 8. bis 13. März 2020 bildet die Light + Building unter anderem für Architekten, Interieur-Gestalter und Planer einen internationalen Lichtpunkt. Neben Design spielt Vernetzung und damit die Digitalisierung des Lichts – als dynamisches Element innerhalb des intelligenten Gebäudes – eine tragende Rolle. Erlebbar wird dieser Trend auch auf dem Sonderareal des ZVEI. Dort geht es auch um LaaS – Light as a Service. Hier demonstriert der ZVEI den Wirkungsgrad von Dienstleistungen in der Licht-Branche. LaaS lässt Licht zu einem Service-Gut werden, wie Leihfahrzeuge, Leasing-Drucker oder Miet-Büros es heute schon sind. Insbesondere gegenüber professionellen Klienten können Lichtanbieter so einen sekundären Umsatzstrang erschließen. Das Areal erhält zur Light + Building 2020 eine repräsentative Fläche in der Halle 3.0 auf dem Frankfurter Messegelände. Parallel dazu präsentiert die Light + Building das Trendforum in der Halle 6.2. Dafür hat das Stilbüro bora.herke.palmisano. im Auftrag de Weltleitmesse weltweit Formen, Farben und Materialien recherchiert, die Verbraucher in Zukunft begeistern werden. Im Trendforum ordnen die Stilanalysten die Zukunft des Wohnens in drei Szenarien – „Organic Sculptures“, „Studied Masterpieces“ und „Inventive Collages“.

Energienetzwerk der Zukunft ausgezeichnet

Wichtigster Preis für Innovationen im Energiesektor der Schweiz geht an TU-Forschungsteam

Wissenschaftler der TU Berlin wurden zusammen mit der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Berliner Watergy GmbH mit dem schweizerischen Preis „Watt d‘Or 2020“ in der Kategorie Energietechnologien für außergewöhnliche Leistungen im Energiesektor ausgezeichnet. Im Rahmen des von der EU und der Schweiz geförderten Projektes „H-DisNet“ haben Prof. Dr. Felix Ziegler, Leiter des Fachgebiets Maschinen- und Energieanlagentechnik, und sein Mitarbeiter Reiner Buchholz sowie Prof. Claus Steffan, Leiter des Fachgebiets Gebäudetechnik und Entwerfen, und seine Mitarbeiter Dr. Martin Buchholz und Mathieu Provost von der TU Berlin ein innovatives thermo-chemisches Netzwerk entwickelt. Dieses kann Energie als chemisches Potenzial in einer Salzlösung beliebig lang und ohne Verluste speichern.

Gewächshäuser versorgen die Bürger*innen ganzjährig mit Zierpflanzen und frischem Gemüse, doch arbeiten sie dabei selten klimaneutral und energiesparend. Um die Kühlung, Heizung und Luftfeuchteregulierung im Gewächshausbetrieb zu verbessern, entwickelte das Berliner Forschungsteam zusammen mit den Schweizer Kolleg*innen der ZHAW-Forschungsgruppe um Dr. Thomas Bergmann von Juni 2016 bis Ende 2019 ein Anwendungsbeispiel eines thermo-chemischen Energienetzwerkes in einem schweizerischen Orchideengewächshaus. Der Energieverbrauch für die Klimatisierung konnte dabei um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Berliner Wissenschaftler bauten hierzu einen neuartigen Luftfeuchteabsorber mit verbesserten Energieübertragungseigenschaften und verringertem Energieverbrauch für Pump- und Ventilatorstrom, der in die Gewächshausanlage integriert wurde. Ihr Einsatz für eine bessere Energiezukunft wurde nun vom Schweizer Bundesamt für Energie mit dem „Watt d’Or“ geehrt. Die Auszeichnung erfolgt jährlich durch eine Fachjury in vier verschiedenen Kategorien und ist nicht dotiert.

Im Forschungsprojekt „Intelligent Hybrid Thermo-Chemical District Network“ (H-DisNet) beschäftigen sich die TU-Wissenschaftler mit thermo-chemischen Netzwerken, bei denen industrielle Abwärme von sehr geringen Temperaturen zur Verdunstung von Wasseranteilen einer Salzlösung genutzt werden. Das hieraus entstehende Solekonzentrat kann ohne thermische Verluste langfristig gespeichert und transportiert werden. Für die Nutzung in Gebäuden, in Gewächshäusern und in der industriellen Trocknung wird das hygroskopische Solekonzentrat zur Aufnahme von Wasseranteilen verwendet, wobei nutzbare Wärme entsteht bzw. in Kühlanwendungen Wärme gezielt abgeführt werden kann. Zudem kann mit geringem Aufwand eine gewünschte Luftfeuchtigkeit sehr genau eingestellt werden. Abwärme und Verbrauchseinheiten können bis zu 50 km voneinander entfernt sein, so dass thermo-chemische Netzwerke zukünftig auch Fernwärmenetze ablösen sowie den Einsatz von Fernwärme ausweiten könnten. Sie sind besonders klimaneutral, da sie vor allem aus bisher ungenutzten Abwärmequellen gespeist werden. Das Berliner Forscherteam hat in Berlin-Adlershof eine weitere Pilotanlage realisiert, in der ein erstes Netzwerk mit Abwärmequelle und einem Versuchsgebäude als Verbrauchseinheit verbunden wurde.

Ausführliche Informationen zum Projekt: https://www.h-disnet.eu/

Ans Licht bringen

Die Netzwerkveranstaltung innenarchitektur offen 2020 des bund deutscher innenarchitekten Landesverband Hessen findet erneut im Kontext der Luminale
statt. Dieses Mal bespielen drei Hochschulen das Historische Museum Frankfurt.

Seit jeher verbinden wir Menschen Licht mit Erkenntnis. Über hunderte Jahre göttlicher Natur änderte sich dies mit der Aufklärung, die im Französischen als „siècle des lumières“ bezeichnet wird. Von nun an waren es die Menschen selbst, die nach Wahrheit und Erkenntnis suchen.
In diesem Sinne verstehen wir unsere Biennale innenarchitektur offen 2020 als „Erkennen“ und „Sichtbar machen“, als Dialog von Geschichte und Gegenwart, ganz konkret materialisiert und erfahrbar in der Gestaltung von Räumen. Zum 8. Mal bringen wir damit als bund deutscher innenarchitekten (bdia) Landesverband Hessen unsere Profession ans Licht der Öffentlichkeit, schärfen das Profil unserer Mitglieder und schaffen durch die Installationen, die Begegnungen und die Netzwerkveranstaltung neue Perspektiven.

Eingebettet ist innenarchitektur offen 2020 des bdia Hessen erneut in die Luminale in Frankfurt am Main – dem größten Lichtkunstfestival in Europa. Zusammen mit dem Historischen Museum Frankfurt als Partner und Veranstaltungsort haben wir unter dem Motto Ans Licht bringen den Innenarchitektur-Nachwuchs der drei Hochschulen aus Darmstadt, Wiesbaden und Mainz gebeten, sich mit Licht im Kontext von Zeit, Ort, Raum und Mensch auseinanderzusetzen. Das Resultat sind fünf Installationen, die vom 12. bis 15. März 2020 im Rahmen der Luminale sowohl im Außenbereich als auch im Inneren des Historischen Museums zu sehen sein werden.

Zur Netzwerkveranstaltung am 12. März 2020 widmen wir uns, inspiriert von der studentischen Arbeit to bee, or not to bee, dem Thema Nachhaltigkeit, zu dem wir als Innenarchitekten einen wertvollen Beitrag leisten können. Unter dem Titel Interior goes Green – zwischen Hype und Notwendigkeit erwarten wir erhellende Momente im Leopold Sonnemann-Saal mit Key-Note und einem Talk inmitten der Präsentationen der teilnehmenden bdia Büros. Und freuen uns, Ihnen damit Ein- und Ausblicke in die Arbeit des bdia und unserer Mitglieder geben zu können und den Abend bei einem Drink und Live-Musik ausklingen zu lassen.

Ihre Simone Jüschke, Monika Slomski, Jana Vonofakos
Vorstand bdia Landesverband Hessen
Programm innenarchitektur offen
Donnerstag, 12. März 2020

16:00 Uhr            Sektempfang

16:15 Uhr             Begrüßung durch Monika Slomski (Vorsitzende bdia Hessen)

16:30 Uhr            Vorstellung innenarchitektur offen 2020 @ Luminale bdia Büros, Hochschulprojekte, Projektpartner

17:15 Uhr             KEY NOTE Schluss mit der Ökomoral! Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken von Dr. Michael Kopatz – Soziologe, Umweltwissenschaftler, Autor und Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

18:00 Uhr            TALK Interior goes Green – zwischen Hype und Notwendigkeit Dr. Michael Kopatz (Wuppertal Institut), Prof. Anke Mensing (Hochschule Darmstadt), Jana Vonofakos (Innenarchitekturbüro VRAI, bdia Hessen)

18:45 Uhr            Verlosung Gewinnen Sie Objekte der Sponsoren

19:00 Uhr            Get Together – Eröffnung Luminale bdia Büros, Lichtkunstprojekte der drei Hochschulen, Musik von Ralf Olbrich & Band

22:00 Uhr            Ausklang

Moderation: Martina Metzner, freie Journalistin

Veranstaltungsort

Historisches Museum Frankfurt

Leopold Sonnemann-Saal

Saalhof 1

60311 Frankfurt am Main

CASA 2020

Look Both Ways

Nur noch wenige Wochen sind es, bis Österreichs bedeutendste internationale
Fachmesse für Raumausstattung und Raumgestaltung, die CASA 2020, in Salzburg
wieder ihre Tore öffnet. Vom 22. bis 25. Januar ist sie zentraler Treffpunkt für
mehr als 150 nationale und internationale Aussteller und Gäste.

Auch Interface ist vor Ort und präsentiert Look Both Ways erstmals vor größerem
Publikum. Wir laden Sie ein, am Messestand 236 in Halle 10 die neueste Kollektion
von Interface sowie andere Produkte desführenden Herstellers für modulare
Bodenbeläge kennenzulernen. Wenn Sie ein persönliches Gespräch wünschen, steht
Ihnen Anne Salditt, Marketing Director Central Europe Interface, am 22. und 23.
Januar zur Verfügung.

RAKO-Geschäftsführer an der Spitze der Europäischen Vereinigung von Herstellern keramischer Fliesen

Roman Blažíček zum Präsidenten der CET gewählt      

Roman Blažíček, Geschäftsführer der Lasselsberger s.r.o. und damit auch der tschechischen Fliesenmarke RAKO, wurde zum Präsidenten der Europäischen Vereinigung von Herstellern keramischer Fliesen, CET (European Ceramic Tile Manufacturers Federation), gewählt. Für drei Jahre wird er künftig Einfluss auf die Zielsetzungen und Konzepte für die europäische Fliesenindustrie nehmen.

Seit 2005 leitet Roman Blažíček mit dem tschechischen Fliesenhersteller Rako einen der größten europäischen Produzenten keramischer Fliesen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 1.500 Mitarbeiter und hat allein in den vergangenen zwei Jahren rund 50 Millionen Euro in Modernisierung, Ökologie und neue Techniken investiert. Erfahrung und Erfolg bildeten deshalb für die CET-Mitglieder auch überzeugende Gründe für die Wahl von Roman Blažíček während ihrer Hauptversammlung in Brüssel.

„Die Europäische Industrie wird in den nächsten zehn Jahren großen Herausforderungen ausgesetzt sein“, so Roman Blažíček, „speziell Produktionsbereiche mit hohem Energie-Bedarf müssen um den Verlust ihrer Konkurrenzfähigkeit fürchten. Und die Keramik ist da nicht ausgenommen.“ Deshalb werden Themen wie Umwelt, Klimawandel, alternative Energien, Forschung und Innovation sowie fairer Handel – nicht nur in Europa, sondern weltweit – zu den Schwerpunkten seiner CET-Präsidentschaft gehören.

Blažíček betont, dass für die europäische Fliesenindustrie Lösungen gefunden werden müssen, die vor dem Verlust der Konkurrenzfähigkeit auf nationalen wie internationalen Märkten schützen. Denn die Änderungen durch neue Wege in der EU-Klimapolitik könnten dramatische Folgen für die Hersteller der Branche haben. “Im Dialog mit europäischen Politikern müssen wir nach Ideen suchen, die nicht nur unser Überleben, sondern auch Weiterentwicklungen möglich machen.“

HCU-Podcastreihe „Stadtgespräch“ gestartet

Hamburg, 07. Januar 2020. Egal ob Mobilität, Denkmalschutz, smarte Technologien, Nachhaltigkeit oder Inklusion – die aktuellen und künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen in Städten und Metropolregionen erfordern neue wissenschaftliche Perspektiven und den Blick über den eigenen Tellerrand. „Stadtgespräch“ ist der erste interdisziplinäre Podcast der HafenCity Universität Hamburg (HCU). In fünf Folgen des Podcasts diskutieren Forschende der Universität unterschiedlicher Fachrichtungen anhand je einer übergeordneten Frage zu Themen der Stadtentwicklung. Die Podcast-Reihe ist im Rahmen der Hamburg Open Online University (HOOU) entstanden.

Stadtgespräch Folge 1: „Wie muss sich Hamburg auf den Klimawandel einstellen?“ mit Prof. Antje Stokman & Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut: https://www.hoou.de/blog/episodes/stadtgespraech-1-klimawandel

Stadtgespräch Folge 2: „Wie smart wollen wir in Zukunft leben?“ mit Prof. Dr. Jörg Noennig & Prof. Dr. Gernot Grabher: https://www.hoou.de/blog/episodes/stadtgesprach-2-smart-cities

Stadtgespräch Folge 3: „Kulturerbe und Transformation in Hamburg – erhalten oder neu gestalten?“ mit Prof. Dr. Lisa Kosok & Prof. Klaus Sill: https://www.hoou.de/blog/episodes/stadtgesprach-3-kulturerbe-und-transformation

Stadtgespräch Folge 4: „Wie kommt Leben ins Quartier?“ mit Prof. Dr. Ingrid Breckner & Tobias Holtz: https://www.hoou.de/blog/episodes/stadtgespraech-4-wie-kommt-leben-ins-quartier

Stadtgespräch Folge 5: „Für wen planen und bauen wir eigentlich?“ mit Prof. Bernd Kniess & Prof. Christoph Heinemann: https://www.hoou.de/blog/episodes/stadtgespraech-5-fuer-wen-planen-und-bauen-wir

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU):
Alexander Lemonakis, Referat Kommunikation
+49 (0)40 42827 5033
hcu-kommunikation@vw.hcu-hamburg.de

Neues Designobjekt am Sternenhimmel – Futuristischer Tresen trifft auf Supernova

Rosskopf + Partner AG fertigt Empfangstresen aus Mineralwerkstoff für das ESO Supernova Planetarium und Besucherzentrum in Garching/München

Die Unweiten des Sternenhimmels begeistern die Menschheit schon viele Jahrtausende. So fern und doch so nah – die einzelnen Himmelskörper und unzählige funkelnde Sterne. Seit 2018 scheint die Galaxie ein Stück greifbarer denn je. Direkt neben dem Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurde auch das ESO Supernova Planetarium und Besucherzentrum in Garching/München eröffnet.

Das astronomische Zentrum steht allen Bürgern offen und sieht sich als gemeinnützige Bildungseinrichtung für Schulklassen und Familien. Das Gebäude wurde von dem Architekturbüro Bernhardt + Partner entworfen und ähnelt einem Doppelsternsystem. In der Astrophysik bedeutet Supernova, dass ein Stern am Ende seiner Lebenszeit, durch eine Explosion kurz und hell aufleuchtet. In diesem knappen Zeitrahmen nimmt die Leuchtkraft so stark zu, dass dieser Stern sogar die Galaxie überstrahlt. So soll auch das ESO Supernova leuchten – jedoch beständiger. In der 360-Grad-Planetariumskuppel, der 2.200 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche und in den einzelnen Seminarräumen erkunden die Besucher seit April 2018 die unendlichen Weiten des Weltraumes.

Direkt im Zentrum des Eingangsbereichs empfängt ein wahrlich imposanter Check In die Besucher. Der von Rosskopf + Partner konstruierte Tresen aus Mineralwerkstoff integriert sich perfekt in das Gebäudedesign. In seiner dreieckigen Form wirkt er nahezu futuristisch und stimmt so die Besucher auf ihre Entdeckungen ein. In der Symbolik wird das Dreieck unter anderem mit den Eigenschaften Dynamik, Spannung und etwas Geheimnisvollem assoziiert. Diese Form wurde daher bewusst für den neuen Empfangstresen gewählt, da sie perfekt in die Raumkonzeption passt.

Der Design-Tresen umfasst 7 Hauptteile und 7 Korpen, welche wiederum aus 230 Einzelteilen bestehen. Die 12 Millimeter starken Platten wurden präzise aus dem Mineralwerkstoff Avonite® gefertigt. Das homogene Plattenmaterial besteht aus einer Acrylmasse und Farbpigmenten. Der Tresen hat eine Fläche von ca. 68 Quadratmeter und präsentiert sich in den Farben Cloud und Brume. Dank der thermischen Verformbarkeit und der Farbgestaltung mit Pigmenten, sind den Designern kaum Grenzen gesetzt. Die Oberfläche überzeugt durch porenlose, homogene und langlebige Eigenschaften – perfekt für den Einsatz in hochfrequentierten Bereichen.

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