Monthly Archives: September 2020

Berlin weitergedacht bis 2070

Arup unterstützte das Gewinnerteam des Ideenwettbewerbs
Berlin, den 29. September 2020 – In diesem Jahr wird Groß-Berlin 100 Jahre alt. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin e.V. (AIV) nutzt dieses Jubiläum für einen spannenden Rückblick, kritische Fragen und Visionen. Bereits im Juli 2019 hatte der AIV einen Internationalen Städtebaulichen Wettbewerb zur Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg in 50 Jahren ausgelobt. Der erste Preis ging an den Beitrag „Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt“ der Arge Albers, Malcovati, Vogt mit dem Planungs- und Beratungsbüro Arup und wird ab dem 1. Oktober 2020 im Rahmen der Ausstellung „Unvollendete Metropole: 100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin“ im Berliner Kronprinzenpalais präsentiert.

Insgesamt 55 Beiträge aus der ganzen Welt fanden ihren Weg in das anonyme Wettbewerbsverfahren. Neben einer Gesamtplanung der regionalen Entwicklungszusammenhänge sollten drei regionale Vertiefungszonen genauer beleuchtet werden. Dabei sollten die Visionen mit fundierten Aussagen zu Stadt- und Freiraum, Städtebau, Nutzung, Verkehr und Bebauung an Besonderheiten und Stärken anknüpfen. Mitte Juli wurden die Gewinner bekannt gegeben.

Ein dritter Bahnring um Berlin

Ein Leitgedanke des Gewinner-Entwurfes der Arge Albers, Malcovati, Vogt mit Arup ist die Schaffung eines dritten Bahnringes um Berlin. Aufgeständert, als Hochbahn konzipiert, stellt der dritte Ring Verbindungen zwischen vorhandenen Wachstumsregionen her und orientiert sich dabei an bestehenden Achsen. Die Grundform des Berliner Siedlungssterns wird entlang der Radialen erweitert. Suburbanisierung und Zersiedlung sollen ebenso vermieden werden, wie eine Stärkung des motorisierten Individualverkehrs.

Als Transit Oriented Development (TOD), also eine Siedlungsentwicklung, die sich am öffentlichen Nahverkehr orientiert, beschreibt man die Vorgehensweise des Gewinnerteams. Existierende urbane Ansätze oder schon ausgeprägte Subzentren können so gestärkt und damit zukunftssicher gemacht werden. Der Gewinner-Beitrag betrachtet das Potential einer schnellen ÖPNV-Verbindung mittelgroßer bis großer Gemeinden wie Wustermark, Werneuchen und Trebbin mit Kleinstädten wie Oranienburg, Bernau und Königs Wusterhausen. Sie alle sind schon jetzt in nur etwa 30-40 Minuten Bahnfahrt vom Berliner Stadtzentrum aus erreichbar, jedoch untereinander teilweise sehr schlecht durch den Nahverkehr erschlossen.

Der neue Bahnring soll Abhilfe schaffen. Städtische Zentren können sich an den Kreuzungen von Ring und Radiale (weiter)entwickeln. Sie profitieren von der neuen direkten Verbindung, unabhängig von Berlin. Hier liegt ein erhebliches Nachverdichtungspotential entlang existierender Achsen. Aus Landschaft wird Stadt – nicht auf der grünen Wiese, sondern dort, wo man bereits auf Vorhandenes aufbauen kann. Zur Schonung der Kulturlandschaft, der landwirtschaftlichen Produktion und der Tierwelt ist der dritte Ring als Hochbahn konzipiert. Durch den Ausbau der Schienen- und Wasserwege gewinnt die Region Berlin-Brandenburg im deutschen und vor allem im europäischen Kontext an Bedeutung und könnte eine entscheidende Rolle Richtung Osten, sogar bis nach China, spielen.

Vertiefungszonen mit Weitblick

Bei der Auswahl der drei regionalen Vertiefungszonen entschied sich das Gewinnerteam für den wichtigen innenstädtischen Verkehrsknotenpunkt Berlin-Südkreuz, für Bernau bei Berlin als Schnittpunkt des neuen Bahnrings mit der Radiale B2/A11 und für die Nationalparkstadt Schwedt an der Oder. „Schwedt, auf halber Strecke zwischen Berlin und Szczecin gelegen, ist Brückenkopf in die Wachstumsregion der deutsch-polnischen Grenze und sollte in den Bahnstreckenausbau zwischen Berlin und Szczecin einbezogen werden“, erläutert Dr. Gereon Uerz, Leiter Foresight bei Arup in Europa. Diese Auswahl fand bei der Wettbewerbs-Jury hohe Anerkennung. Stadtplaner Dr. Harald Bodenschatz, Kurator der Ausstellung des AIV-Wettbewerbs, bewertete den Fokus auf Schwedt und die Überlegung der angepassten Bahnstrecke als „unglaublichen Gedankenpunkt“.

Ganzheitliche und grenzüberschreitende Betrachtungsweise

Der Gewinner-Beitrag „Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt“ der Arge Albers, Malcovati, Vogt mit Arup betrachtet die Metropolregion ganzheitlich und grenzüberschreitend. Das Konzept für die gesamte Hauptstadtregion fokussiert Siedlungsflächen, Grünraum und Verkehr gleichermaßen, beweist auch im Detail eine intensive Auseinandersetzung mit Möglichkeitsräumen und setzt die Metropole Berlin in einen europäischen Kontext. Für Auslober und Jury war wichtig, auf der aktuellen Situation aufbauend, realistische Absichten für die zukünftige Metropolregion zu kreieren. Die Kernidee des dritten Eisenbahnrings ist vom Planer-Team in etappenweiser Ausführung angedacht und wurde von der Jury als realistisches Szenario eingeschätzt. Welche Bedeutung dieser Wettbewerb haben könnte, zeigt der Umstand, dass derselbe Auslober (AIV) 1908 einen Wettbewerb zur Schaffung von Groß-Berlin initiierte, welcher die Grundlage für den heutigen Raumentwicklungsplan der Hauptstadt darstellt.

Die Jubiläumsausstellung „Unvollendete Metropole: 100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin“ zeigt die Gewinner des Internationalen Ideenwettbewerbs im Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, in Berlin-Mitte. Sie beginnt am 1. Oktober 2020 und kann bis zum 03.01.2021 kostenfrei besucht werden. Mehr zur Ausstellung.

Über Arup

Arup ist ein weltweit tätiges, unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro und die kreative Kraft hinter vielen der weltweit bedeutendsten Projekte der gebauten Umwelt. Mit 14.000 Planern und Beratern in 40 Ländern bietet das Unternehmen innovative und nachhaltige Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Märkte. In Deutschland liefert Arup mit 270 Experten an den Standorten Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf maßgeschneiderte Lösungen zu allen Anforderungen – von der Fachplanung einer Spezialdisziplin bis zu komplexen, interdisziplinären Projekten. Der Fachbereich City Advisory & Urban Research unterstützt Städte und Regionen bei der Entwicklung von nachhaltigen Standortstrategien.

www.arup.com

MIMCO Capital übernimmt MERCUREIM

MIMCO Capital übernimmt MERCUREIM Fonds

Verwaltetes Fondsvermögen steigt auf über 400 Millionen Euro

Der Luxemburger Asset- und Investment-Fondsspezialist MIMCO Capital Sàrl hat die Fondsgesellschaft des MERCUREIM Fonds komplett übernommen. Der Fonds wurde von den Gründungsgesellschaftern Bernd von Manteuffel und Christophe Nadal gemeinsam mit einer weiteren französischen Gesellschafterin im Jahr 2017 für vor allem französische Familienvermögensverwaltungen und institutionelle Investoren aufgelegt.

Der MERCUREIM Fonds investiert in vornehmlich in Deutschland, Luxemburg und Frankreich gelegene Büro- und Einzelhandelsobjekte mit Restrukturierungsbedarf. Er hat seit 2019 erfolgreich sein Zielvolumen von rund 150 Millionen Euro erreicht. Der Fonds konnte damit in weniger als zwei Jahren bei den Investoren platziert werden. MIMCO Capital hat nun alle Administrationsrechte an dem Fonds von der französischen Mitgesellschafterin erworben und führt wie bisher das Asset-Management weiter.

„Mit dem Erwerb der Fondsverwaltung des MERCUREIM verdoppeln wir unser verwaltetes Fondsvolumen und haben eine starke Grundlage für das weitere Wachstum unserer Gruppe geschaffen“, erklärt Bernd von Manteuffel,Geschäftsführer von MIMCO Capital und JURAG Haus- und Immobilienverwaltung GmbH & Co KG„Damit stärken wir auch unsere Vertriebsbasis. Neben französischen wollen wir nun auch deutsche Investoren ansprechen. Unser Fokus bei den Immobilieninvestitionen liegt weiter auf Bestands- und Projektentwicklungen im Einzelhandels- und Bürosegment mit Management-Aufwand bzw. Restrukturierungsbedarf. Wir erwarten, dass wir bereits im kommenden Jahr die Marke von 600 Millionen Euro Assets under Management übertreffen werden.“

„Die Nachfrage nach unserem aktuell im Vertrieb befindlichen Everest One Fonds ist sehr positiv,“ erläutert Christophe Nadal, Geschäftsführer von MIMCO Capital und der Luxemburger INC Holding. „Der Fonds plant ein Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro. Unsere Objektpipeline ist gut gefüllt.“

MIMCO Capital wurde 2018 von den geschäftsführenden Gesellschaftern Bernd von Manteuffel und seiner Schweizer Holding der JURAG AG sowie Christophe Nadal und seiner Luxemburger INC Holding gegründet. Die im gleichen Jahr gegründete MIMCO Asset Management ist die deutsche Schwestergesellschaft von MIMCO Capital.

Der Immobilienspezialist investiert in höherrentierliche Liegenschaften in Deutschland und Luxemburg. Dabei wird die komplette Wertschöpfungskette von der Fondsstrukturierung und -auflage über das Investment- und Asset-Management bis zum Property-Management abgedeckt. Eine besondere Expertise besteht in den Bereichen Restrukturierung, Revitalisierung und Projektentwicklung.

Aktuell werden im gesamten Bundesgebiet 26 Liegenschaften mit über 260 Mietern in den Segmenten Einzelhandel, Büro und weiteres Gewerbe verwaltet. Neben dem MERCUREIM Fonds wurden der EVEREST ONE sowie der BUILDIM SICAV FIAR Fonds und der BUILDIM O City aufgelegt.

 

Trendige Inneneinrichtung für weltweit agierende Anwaltskanzlei Allen & Overy

Trendige Inneneinrichtung für weltweit agierende Anwaltskanzlei Allen & Overy

 

Rosskopf + Partner AG fertigt beeindruckende Wandverkleidungen und funktionale Einrichtung aus Mineralwerkstoff für Luxemburger Kanzleibüro

 

Die weltweit tätige Kanzlei Allen & Overy LLP mit Hauptsitz in London investierte in den letzten beiden Jahren in neue Räumlichkeiten in Luxemburg. Das Team der Rosskopf + Partner AG fertigte dafür exklusives Interieur in Auftrag und Kooperation mit der Möbel-Werkstätte Gert Schumann GmbH aus Altenkirchen. Besonderes Highlight ist die originelle Wandverkleidung: Mit filigranen Buchstaben-Elementen wird Gesetzestext in französischer Sprache abgebildet.

Die Innenausbauspezialisten der Rosskopf + Partner AG fertigten rund 1.000 m² dieser speziellen Wandverkleidung für Flure und Aufenthaltsbereiche. Dazu wurden 12 mm dicke Buchstaben-Elemente aus Mineralwerkstoff auf einer 6 mm dünnen Mineralwerkstoff-Grundplatte aufgesetzt. Die schrägen Flächen der einzelnen Buchstaben erzeugen dabei einen besonderen räumlichen Effekt.

Im Auditorium der Kanzlei wurden filigran gefräste Buchstaben aus Eichenholz auf eine Eichenfurnier-Wandverkleidung der Möbel-Werkstätte Gert Schumann GmbH angebracht. Die Herstellung der Holzelemente bedurfte höchster Präzision und Sorgfalt, um ein Verziehen und Reißen des Materials beim Fräsen zu vermeiden. Insgesamt produzierte und montierte die Rosskopf + Partner AG 878 Mineralwerkstoff-Buchstaben und fertigte 711 Eiche-Buchstaben.

Das durchgängige Designkonzept findet sich ebenfalls im Gastronomie- und Klientenbereich wieder. Neben der effektvollen Wandverkleidung stellte die Rosskopf + Partner AG eine funktionale, mit Rollladen verschließbare Tablettrückgabe her. Sie ist ebenfalls aus Mineralwerkstoff für herausnehmbare Geschirrwagen gefertigt. Für die Bewirtung von Gästen bei Veranstaltungen entstand eine Biertheke aus demselben Material, die vom Kunden mit einer Zapfanlage und Gastromöbeln ergänzt wurde.

Darüber hinaus wurden für die Geschäftsstelle zwei Empfangstheken sowie eine Garderobe mit Tresen aus Mineralwerkstoff gefertigt. Rollcontainer, Seiten- und Unterschränke mit Schubkästen und Taschenablagen machen das Mobiliar funktional und schaffen vielfältige Ablagemöglichkeiten. Eine Prospektwand sowie Wandverkleidungen für den Aufzug runden die Arbeiten der Rosskopf + Partner AG ab.

Insgesamt wurden für den Auftrag über 1.600 m² Mineralwerkstoff Avonite®, Snowfall in 6 mm und in 12 mm Stärke verarbeitet. Rund 1.100 m² Rohmaterial wurden speziell für dieses Projekt in Sondermaßen angefertigt. Der verwendete Mineralwerkstoff hat eine ebenmäßige Oberfläche mit angenehmer Haptik. Er wirkt hochwertig, kann flexibel verarbeitet und eingesetzt werden und ist somit sehr vielseitig im Innenausbau verwendbar. Mineralwerkstoff ist ideal für hochbeanspruchte und hochfrequentierte Bereiche, da er porenlos und damit besonders hygienisch ist.

Projektbeteiligte:

 

Kunde

Möbel-Werkstätte Gert Schumann GmbH

Graf-Zeppelin-Str. 17

57610 Altenkirchen

Bauherr

Allen & Overy LLP

5 Avenue John F. Kennedy

1855 LUXEMBURG

 

Architekt & Planer

Jim Clemes Associates

4221 LUXEMBURG

Österreich – Zusammenschluss von Architekt Podsedensek und Delta ZT GmbH Wien

Kompetenz im Großformat:
Zusammenschluss von Architekt Podsedensek und Delta ZT GmbH Wien 
 


Wolfgang Kradischnig, Peter Podsedensek, Rudolf Stürzlinger

Es weht frischer Wind durch die Architekturszene Österreichs. Zwei heimische Architekturbüros, die Architekt Podsedensek ZT GmbH und die Delta Ziviltechniker GmbH Wien, Teil der international agierenden DELTA Gruppe, verschmelzen zu einem Unternehmen und bilden nun die Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH.

Wien, am 15. September 2020. Seit Jahren beobachten Experten der heimischen Architektur- und Baubranche einen zunehmenden Wandel. Insellösungen haben bei Kunden ausgedient und ein gesamtheitlicher Dienstleistungsansatz – Architektur, Baumanagement und IT aus einem Guss – wird immer stärker nachgefragt. Diese Entwicklung gibt mitunter Anstoß zu Partnerschaften innerhalb der Branche. So begannen auch die konkreten Gespräche über eine gemeinsame Zukunft als Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH bereits 2018.

Bereit für Projekte aller Größenordnungen

Im Zuge des Projektes zum Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (Niederösterreich) lernten sich der Bereich Baumanagement der DELTA Gruppe und Architekt Podsedensek als Planer erstmals kennen. Kurz darauf wurde, unter Beteiligung der beiden Unternehmen, das Krebstherapiezentrum MedAustron in Wiener Neustadt errichtet. Nun, einige gemeinsame Projekte später, führte die erfolgreiche Kooperation zu einer endgültigen Entscheidung und mündet im Zusammenschluss zur Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH. „Wenn sich zwei starke Partner verbinden, werden sie gemeinsam noch stärker. Unsere geteilte Begeisterung für die Architektur und den Bau sind im Markt genauso bekannt, wie unser beider Anspruch, immer die Besten sein zu wollen“, erläutert Peter Podsedensek, Mit-Gründer der Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH, den Entschluss. Sowohl Podsedensek als auch DELTA bringen jeweils mehr als 40 Jahre Erfahrung mit. „Wir bündeln dieses profunde Know-how und können so den gesamten Bauzyklus von der Idee bis zur Übergabe noch besser aus einer Hand abdecken“, ergänzt Rudolf Stürzlinger, einer der Geschäftsführer des neuen Unternehmens. So entsteht die Befähigung, Projekte aller Größenordnungen – von städtebaulichen Entwicklungen, über Wohn- und Bürobau, Hotel- und Sonderbauten, bis hin zu komplexen Pharma- und Gesundheitsbauten – gemeinsam und ganzheitlich zu meistern. Mit dem gewachsenen Team aus mehr als 60 Experten sieht sich die Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH, gemeinsam mit den zur DELTA Gruppe gehörenden Firmen für IT und Baumanagement, insbesondere für ressourcentechnisch herausfordernde Großprojekte bestens gerüstet. „Auftraggebern werden nunmehr Alleinstellungsmerkmale geboten, die in dieser Form und Kombination herausragend in Österreich sind“, ergänzt Podsedensek.

Mitarbeiter als zentrales Potenzial

Neben der fachlichen Ergänzung stellt auch das gemeinsame Verständnis einer mitarbeiterzentrierten Unternehmenskultur einen wesentlichen Eckpfeiler für den Zusammenschluss dar. „Gegenseitige Achtung, Vertrauen und ein wertschätzender Umgang miteinander werden unsere tägliche Zusammenarbeit prägen. Früher wie heute sind die Mitarbeiter unser zentrales Potenzial. Das gemeinsame Unternehmen bietet unseren Mitarbeitern neue Möglichkeiten zur beruflichen Entfaltung sowie Chancen zum kreativen Austausch“, führt Wolfgang Kradischnig aus, der als langjähriger Branchenkollege von Peter Podsedensek maßgeblich an der Zusammenführung mitgewirkt hat. Ende August 2020 wurde das neue gemeinsame Büro mit insgesamt mehr als 1.700 m2 Fläche im dritten Bezirk in Wien bezogen. Peter Podsedensek ist bewusst, dass Veränderungsbereitschaft unabdingbar ist, um auch in Zukunft weiterhin beste Qualität für seine Auftraggeber zu garantieren. Ziel des Zusammenschlusses ist es daher, mitunter der Nachfrage nach einer umfassenden Dienstleistung Rechnung zu tragen. „Mit diesem Schritt setzen wir die Segel in eine starke Zukunft“, ist er überzeugt. „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile oder anders gesagt, 1 plus 1 ist 3. Dafür steht die Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH und davon werden sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden profitieren“, so Kradischnig abschließend.


Über die Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH

Die Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH entstand 2020 aus dem Zusammenschluss zweier Unternehmen: Der Delta Ziviltechniker GmbH Wien und der Architekt Podsedensek ZT GmbH. Sie versteht sich als ganzheitlicher Dienstleister, der Architektur, Baumanagement und IT aus einem Guss bietet. So kann der gesamte Bauzyklus, von der Idee bis zur Übergabe, noch besser begleitet werden. Sowohl Delta als auch das Architekturbüro Podsedensek weisen jeweils über 40 Jahre Erfahrung auf. Durch dieses gebündelte Know-how ist das neue Unternehmen in der Lage, Projekte aller Größenordnungen – von Umbauprojekten bis hin zu komplexen Pharma- und Gesundheitsbauten – gemeinsam und ganzheitlich zu meistern. Zu den Referenzen zählen unter anderem das Universitäts- und Forschungszentrum Tulln, die Biopharmazeutische Produktionsanlage LSCC von Boehringer Ingelheim, der Skytower Wien, der Erber Campus, das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz, das Bürogebäude Ekom in Piešťany, der Wohnbaukomplex Schichtgründe und das multifunktionale Projekt VIO PLAZA.

Mehr zur Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH: www.delta-pods.at

Mehr zur internationalen Delta-Gruppe: www.delta.at

Neues umfassendes Beschlagsortiment von Glutz für Deutschland

Neues umfassendes Beschlagsortiment von Glutz für Deutschland

Zugang zu Lösungen für höchste Ansprüche

Solothurn, September 2020. Ab sofort greifen Errichter, Architekten und Verarbeiter in Deutschland auf das neue Superior Beschlagsortiment der Glutz AG zu. Die neue Linie besteht aus sechs verschiedenen Drückerformen und ergänzt das bestehende Sortiment und die Basisserie Comfort. Damit bietet der Schweizer Hersteller ein durchgängiges Lösungsportfolio rund um Tür und Fenster speziell für den deutschen Markt an.

Superior erweitert das Glutz Garnituren Angebot

Superior passt ideal für den hochwertigen Wohn- und Wirtschaftsbau und verfügt über sechs Drücker-Designlinien. Mit den neuen Garnituren deckt Glutz eine Vielzahl von Anforderungen an hochwertigen Türen ab. Die Produktlinie zeichnet sich aus durch eine erweiterte Sortimentsauswahl und eine schnelle und einfache Montage am Bau. Die Beschläge entsprechen der Gebrauchsklasse 4, bei einer Dauerhaftigkeit von 1 Million Prüfzyklen. Sie sind erhältlich in den Ausführungen mit Federfunktion nach EN1906 und Feuerbeständigkeit nach DIN 18273. Superior eignet sich für Vollblatt Türen und entspricht den jeweiligen Normanforderungen und überzeugt als intelligente, elegante und dauerhafte Lösung für den Zugang zu Gebäuden und Objekten.

Geringer Aufwand und einfache Montage

Das weiterentwickelte Glutz easyfix Schnellmontagesystem gewährleistet den einfachen und normgerechten Einbau der Beschläge in nur wenigen Handgriffen. Komplett verpackt und mit sämtlichem Zubehör ausgestattet, sparen Monteure mit den Superior Basisgarnituren wertvolle Zeit auf der Baustelle. Die Superior Beschläge sind gleichermaßen DIN links und rechts anwendbar, was Fehler beim Einbau minimiert. Auch die Bestellung und die Arbeitsvorbereitung gehen dabei schnell voran bei reduzierten Kosten für die Lagerhaltung

Comfort und Superior speziell für den deutschen Markt

Die Serie Comfort ist bereits seit 2018 erhältlich und eignet sich für gepflegte Wohn- und Innenräume und beinhaltet vier Drücker-Designlinien. Die Beschläge entsprechen der Gebrauchsklasse 3, bei einer Dauerhaftigkeit von 0,2 Millionen Prüfzyklen. Die Ausführung gibt es mit und ohne Federfunktion nach EN1906. Comfort Beschläge sind erhältlich als Vollblatt Türgarnituren und Fenstergarnituren.

Weitere Informationen unter www.glutz.com

Deutsches Architekturmuseum (DAM) Internationaler Hochhaus Preis 2020 – Die Finalisten

Fünf Projekte aus Europa und Asien im Rennen um das
weltbeste Hochhaus
Frankfurt am Main, 23. September 2020
Die Finalisten des diesjährigen Internationalen Hochhaus Preises (IHP) stehen
fest. Fünf Gebäude, drei aus Europa und zwei aus Asien, hat die Jury aus
insgesamt 31 nominierten Hochhäusern aus 14 Ländern ausgewählt.
Der IHP gilt als der weltweit wichtigste Architekturpreis für Hochhäuser. Der Sieger
wird am 29. Oktober in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Aufgrund der
Covid-19-Pandemie wird die Veranstaltung live im Internet übertragen.
Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird von der Stadt Frankfurt am Main
gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank
verliehen und ist mit einer Statuette des international bekannten Künstlers Thomas
Demand und einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro dotiert.
Die Finalisten 2020 auf einen Blick:
 Omniturm (Frankfurt am Main / Deutschland) von BIG – Bjarke Ingels
Group, Kopenhagen / Dänemark, New York / USA
 Eden (Singapur) von Heatherwick Studio, London / Großbritannien
 Norra Tornen (Stockholm / Schweden) von OMA Office for Metropolitan
Architecture, Rotterdam / Niederlande
 The Stratford (London / Großbritannien) von Skidmore, Owings & Merrill,
London / Großbritannien
 Leeza SOHO (Peking / China) von Zaha Hadid Architects, London /
Großbritannien
Der Internationale Hochhaus Preis richtet sich an Architekten und Bauherren,
deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei
Jahren fertiggestellt wurden. Die Jury besteht aus Architekten, Tragwerksplanern,
Immobilienspezialisten und Architekturkritikern. Sie beurteilt die nominierten
Projekte nach folgenden Kriterien: zukunftsweisende Gestaltung,
Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung,
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Jurybegründung / Über die Finalisten:
Aufgrund der Covid-19-Pandemie und damit einhergehenden Reise- und
Kontaktbeschränkungen fand in diesem Jahr eine digitale Jurysitzung statt. Der
Sieger des IHP 2018 Benjamin Romano beteiligte sich zugeschaltet aus Mexiko an
der Jurysitzung. Unter dem Vorsitz von Anett-Maud Joppien wurde angeregt und
kontrovers diskutiert. Dabei standen die ökologischen und sozialen Qualitäten der
Gebäude im Vordergrund. Auch der Aspekt der Widerstandsfähigkeit in Bezug auf
die Struktur und den Lebenszyklus eines Bauwerks wurde an vielen
Wettbewerbsbeiträgen geprüft. Das Ergebnis ist die Shortlist mit fünf Finalisten, die
stellvertretend für die enorme Bandbreite aller nominierten Gebäude stehen: Einer
der ersten gemischt genutzten Türme Deutschlands (Omniturm), ein üppig bepflanzter Luxus-Wohnturm (EDEN), ein brutalistisch anmutendes WohnHochhauspaar (Norra Tornen), ein Hochhaus als Motor für die städtebauliche
Entwicklung eines Viertels (The Stratford) und ein Paradebeispiel parametrischen
Entwerfens (Leeza SOHO).
Mit dem Frankfurter Omniturm von BIG – Bjarke Ingels Group aus New York /
Kopenhagen hat es das erste Hybridhochhaus in einem deutschen Stadtzentrum
unter die Finalisten geschafft. Für Jury-Mitglied Ina Hartwig macht der Turm
seinem Namen alle Ehre. Er vereint Gastronomie, Büros, Wohnungen und
Geschäfte unter einem Dach. Damit ist der Omniturm im internationalen
städtebaulichen Vergleich auf der Höhe der Zeit.
Erneut zählt ein Projekt aus Singapur zu den Finalisten. Muschelförmige Pflanzkübel machen EDEN von Heatherwick Studio aus London zum einprägsamen
Beispiel für ein Wohnhochhaus. Mit seiner üppigen Bepflanzung zeigt es
eindrucksvoll das Motto der Stadtentwicklung „City in a Garden“. Als „Garten Eden“
empfindet Jury-Mitglied Klaus Fäth das Begrünungskonzept, bei dem die Pflanzen
durch zurückspringende Balkone und vorspringende Wandscheiben geschützt
werden. Für die Juryvorsitzende Annett-Maud Joppien geht von den bauchigen
Muschelmotiven und grünen Dschungeln eine große Anziehungskraft aus, der man
sich nicht entziehen kann.
Norra Tornen von Office for Metropolitan Architecture (OMA) aus Rotterdam steht
in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Dort bildet das Projekt eine Torsituation zum
Stadtteil Hagastaden. Die höchsten Wohngebäude Stockholms kultivieren das
Wohnen in der Höhe mit ausgeprägtem Außenbezug im Norden Europas. JuryMitglied Andreas Moser lobt die Eleganz, mit der die Türme aus der sie
umgebenden niedrigeren Bebauung hervorwachsen und bewertet das
Spannungsfeld zwischen der brutalistischen Erscheinung der Türme und ihrem
Kontext positiv. Auch Jury-Mitglied Victor Stoltenburg sieht in der Ausgestaltung
der Baukörper mit modularen kastenartigen Erkern und der Oberflächengestaltung
mit rauen Betonelementen einen bemerkenswerten Akzent im Stadtbild.
Mit einem weiteren Wohnprojekt ist das sonst für seine Höhenrekorde weltweit
bekannte Büro Skidmore, Owings & Merill aus New York unter den Finalisten
vertreten. The Stratford in London vereint Design-Hotel und Design-Wohnen unter
einem Dach und setzt neue städtebauliche Akzente im Stadtteil gleichen Namens.
Die markante Großform mit tiefen Einschnitten macht das Gebäude zum weithin
sichtbaren Wahrzeichen. Die Räumlichkeit, die durch doppelte und einfache
Raumhöhen im gesamten Gebäude geschaffen wird, seine begrünten und
freitragenden öffentlichen Räume und die sorgfältige massive und transluzide
Gestaltung der Hülle ergeben ein modernstes Hochhaus, das L. Benjamín Romano
inspiriert.
Eine herausragende Tragwerksleistung ist das Leeza SOHO von Zaha Hadid
Architects in Peking, dessen Glashülle eigentlich eine Doppelturmanlage verbirgt.
Das über 190 Meter hohe Atrium zwischen den Türmen ist das höchste der Welt,
und seine faszinierenden geschwungenen Formen sind nur mit Hilfe des
parametrischen Entwerfens möglich. Für Peter Cachola Schmal ist das Leeza
SOHO die skulpturale Lösung eines Doppelhochhauses, das auf räumliche
Überwältigung und Erlebnisse setzt für Hunderte von Small Offices und
Homeoffices, die auf dem Weg zum neuen Flughafen ihr digitales Quartier
aufschlagen.
Die Jury des IHP 2020:
Vorsitzender der internationalen Preisjury für den Internationalen Hochhaus Preis
2020 ist Anett-Maud Joppien (Architektin / Dietz Joppien Architekten AG in
Frankfurt/Potsdam).
Die weiteren Mitglieder der Jury sind:
– Klaus Fäth (Bauingenieur / osd – office for structural design, Frankfurt am
Main/Hamburg)
– Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main)
– Andreas Moser (Architekt / ma cyrus | moser | architekten, Frankfurt am
Main)
– L. Benjamín Romano (Architekt / LBR&A Arquitectos, Mexiko Stadt,
Mexiko)
– Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt
am Main)
– Victor Stoltenburg (Geschäftsführer Deka Immobilien Investment GmbH,
Frankfurt am Main)
Berater ohne Stimmrecht:
– Horst Muth (Diplom-Ingenieur / Deka Immobilien Investment GmbH,
Frankfurt am Main)
– Rudi Scheuermann (Architekt und Bauingenieur / Arup Deutschland
GmbH, Berlin)
Internationaler Hochhaus Preis der Stadt Frankfurt am Main:
Der Internationale Hochhaus Preis wurde 2003 von der Stadt Frankfurt, dem
Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank initiiert und 2004 zum ersten
Mal vergeben. Seitdem wird er alle zwei Jahre kooperativ organisiert und
finanziert. Somit findet in diesem Jahr die Preisverleihung in der Frankfurter
Paulskirche zum neunten Mal statt.
Die bisherigen Gewinner des IHP:
2018 „Torre Reforma“, Mexiko City (Mexiko), Architekt und Bauherr LBR&A
Arquitectos, Mexico City.
2016 „VIA 57 West“, New York City (USA), BIG – Bjarke Ingels Group und Bauherr
The Durst Organization, New York.
2014 „Bosco Verticale“, Mailand (Italien), Boeri Studio und Bauherr Hines Italia,
Mailand.
2012 „1 Blight Street“, Sydney (Australien), Kooperation zwischen ingenhoven
architects, Düsseldorf und Architectus, Sydney sowie Bauherren DEXUS Property
Group; DEXUS Wholesale Property Fund; Cbus Property, Sydney.
2010 „The Met“, Bangkok (Thailand), WOHA, Singapur und Bauherr Pebble Bay
Thailand.
2008 “Hearst Headquarters“, New York City (USA), Foster + Partners, London und
Bauherr Hearst Corporation, New York.
2006 „Torre Agbar“, Barcelona (Spanien), Ateliers Jean Nouvel, Paris und Bauherr
Layetana, Barcelona.
2004 „De Hoftoren“, Den Haag (Niederlande), Kohn Pedersen Fox Associates,
London und Bauherr ING Vastgoed, Amsterdam.

 

 

 

HINTERGRUNDINFORMATIONEN FINALISTEN

23. September 2020

Omniturm, Frankfurt am Main

Architekten: BIG– Bjarke Ingels Group, Kopenhagen / Dänemark Bauherr: Commerzbank

Funktion: Mischnutzung aus Büros und Wohnen

Höhe: 190 m

Fertigstellung: Dezember 2019

Standort: Frankfurt am Main / Deutschland

Der Omniturm mit seinen Büro-, Wohn- und öffentlichen Räumen ist Deutschlands erstes Hochhaus mit gemischter Nutzung. Der Turm ist als schlanke, rationale Stapelung von Geschossen gestaltet, mit zwei den Funktionswechseln folgenden skulpturalen Bewegungen.

Die unteren Stockwerke springen vor und zurück, um Terrassen und Arkaden für die öffentlich genutzten Ebenen zu ermöglichen, und verankern das Gebäude in seiner Umgebung. Im mittleren Teil des Turms, wo sich die Wohnetagen befinden, schieben sich die Geschosse in einer dem Lauf der Sonne folgenden Spiralbewegung nach außen. Der „Hüftschwung“ verleiht dem Turm Leichtigkeit und Dynamik und markiert eine Wende in der von monotonen Bürotürmen geprägten Frankfurter Innenstadt. Durch diese Veränderung in der Silhouette entstehen nicht öffentliche Außenräume mit beeindruckenden Aussichten für die Bewohner. Der obere Teil des Omniturm kehrt zurück zur einfachen, effizienten Addition der Etagen, und die Metall-Glas-Fassade steigt gleichmäßig in die Höhe. So entstehen flexible Grundrisse für die Büronutzung.

Das Hochhaus soll durch eine Mischung von traditionellen Bürohochhausmietern und kleineren Start-ups mit aktivem (Geschäfts-)Leben erfüllt werden.

EDEN, Singapur

Architekten: Heatherwick Studio, London / Großbritannien Bauherr: Swire Properties, Celestial Fortune

Funktion: Wohnen Höhe: 105 m

Fertigstellung: Dezember 2019 Standort: Singapur

Basierend auf Singapurs Stadtentwicklungskonzept „City in a Garden“ vereint EDEN im zentralen und gefragten District 10 hochklassiges Wohnen mit Naturnähe. Inmitten einer exklusiven Nachbarschaft verlagert das Gebäude die artenreiche Landschaft Singapurs buchstäblich in die Höhe.

Die insgesamt 20 Wohnungen, jede mit einer Wohnfläche von 282 Quadratmetern und einer Raumhöhe von drei Metern, erstrecken sich über jeweils eine ganze Etage. Um ein großes, stützenfreies Wohnzimmer mit anschließendem Hauptbalkon gruppieren sich die übrigen Räume in drei Betonelemente. Diese außenliegenden Kerne erstrecken sich über die gesamte Gebäudehöhe und bilden zugleich die Tragstruktur des Wohnturms.

Zwischen den Betonelementen befinden sich Balkone mit üppig bepflanzten, integrierten muschelförmigen Pflanzkübeln, die von lokalen Herstellern teilweise in Handarbeit produziert wurden. Diese Anordnung der Baumasse ermöglicht extensive Querlüftung, weshalb auf elektronische Klimatisierung verzichtet werden kann.

Die üppige Begrünung mit mehr als zwanzig tropischen Pflanzenarten, die aufwendig für dieses Projekt recherchiert wurden, komplettiert das Gefühl des Wohnens im tropischen Dschungel.

Norra Tornen, Stockholm

Architekten: OMA Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam / Niederlande Bauherr: Oscar Properties

Funktion: Wohnen Höhe: 125 m

Fertigstellung: Dezember 2018 Standort: Stockholm / Schweden

Die Doppeltürme Norra Tornen, die „nördlichen Türme“, stehen am Übergang von Vasastaden, einem Stadtteil mit Wohnbebauung überwiegend aus den 1930er Jahren, zum gerade neu entstehenden Stadtteil Hagastaden und bilden links und rechts der Ausfallstraße Torsgatan eine Torsituation. In direkter Nachbarschaft zum Karolinska Institut, das jährlich den Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin bestimmt, ist Hagastaden mit 96 ha Stockholms derzeit größtes Stadtentwicklungsgebiet und damit etwa dreimal so groß wie die berühmte Altstadt.

Norra Tornen kennzeichnet den Übergang in den neuen Stadtteil und repräsentiert eine zeitgemäße und zukunftsfähige Vision für die Stadt. Gleichzeitig vermögen die Türme die ältere bauliche Struktur Stockholms in ihrer Farbigkeit und anwachsenden Figur aufzunehmen.

Die geschützten Balkone und die würfelartigen Module wechseln sich in regelmäßigem Muster ab und formen ein brutalistisches Vexierspiel.

Die vorgefertigten Fassadenelemente erlaubten es, die Baustelle auch bei unter 5 °C fortzuführen, wenn das Gießen von Beton vor Ort schon nicht mehr möglich wäre. Außerdem sparte die Vorfertigung erheblich Zeit – ein Stockwerk wurde in einer Woche fertiggestellt – und Kosten, was die differenzierte Fassadenbehandlung und bewegte Oberfläche mit den zahlreichen Rück- und Vorsprüngen wirtschaftlich gesehen überhaupt erst möglich machte.

The Stratford, London

Architekten: Skidmore Owings & Merrill, London / Großbritannien Bauherr: Manhattan Loft Corporation

Funktion: Mischnutzung aus Hotel, Gastronomie und Wohnen Höhe: 143 m

Fertigstellung Oktober 2019 Standort: London / Großbritannien

The Stratford liegt im derzeit für Nicht-Londoner noch unbekannten Stadtteil gleichen Namens, der jedoch zu den am schnellsten wachsenden und vielfältigsten gehört. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Queen Elizabeth Olympic Park, wo die Olympischen Spiele 2012 stattfanden.

Der Projektentwickler Manhattan Loft Corporation setzt mit seinem bisher größten Neubauprojekt einmal mehr auf die zukünftige Entwicklung eines bislang unbekannten Stadtteils Londons.

Auf den ersten Blick mag man den Turm mit dem riesigen Billboard nicht in London, sondern in Las Vegas verorten. Bei genauerer Betrachtung erkennt man jedoch, dass es sich hier nicht um ein aufgesetztes Werbeschild handelt. Vielmehr ist der quadratische Turm an seiner Spitze diagonal geteilt und springt zurück. So entsteht Raum für eine dreieckige, gemeinschaftlich genutzte Terrasse. Gleiches gilt für die tiefen Einschnitte am Übergang vom Sockelbau zum Turm und auf etwa halber Höhe des Turms.

Insgesamt haben die Mieter die Wahl zwischen 60 verschiedenen Wohnungstypen, vom Einzimmerapartment mit 40 Quadratmetern über zweigeschossige Maisonette-Wohnungen bis hin zum großzügigen Vier-Zimmer- Penthouse mit 120 Quadratmetern.

Ummantelt wird die eigenwillige Form von einer in Plisseefalten gelegten Fassade, die den Bau je nach Blickwinkel changieren lässt. Beim Blick von oben wird klar, dass es sich dabei nicht um vorgehängte Verschattungselemente handelt, sondern die Fassade tatsächlich in unzählige Falten gelegt ist.

Leeza Soho, Peking

Architekten: Zaha Hadid Architects, London / Großbritannien Bauherr: SOHO China Ltd

Funktion: Büros Höhe: 200 m

Fertigstellung: November 2019 Standort: Peking / China

Der 45 Stockwerke hohe Turm Leeza SOHO bietet flexible Büroflächen für kleine und mittlere Unternehmen und ist Zentrum des neuen Fengtai-Geschäftsviertels, eines wachsenden Finanz- und Mobilitätszentrums unweit des kürzlich eröffneten Beijing Daxing International Airport im Südwesten Beijings.

Aufgrund der Nähe zum lokalen Bahnhof ist der Turm zum einen optimal an das Nahverkehrsnetz der Stadt angeschlossen, zum anderen verläuft direkt unter dem Turm eine U-Bahn-Strecke, welche ihn im vierten Untergeschoss diagonal teilt.

Dies beeinflusste das Design des Leeza Soho Turms nachhaltig und ist der Grund dafür, dass das Volumen des Hochhauses in zwei Hälften geteilt ist. Jede der beiden Hälften hat einen eigenen strukturellen Kern mit außenliegenden Stützen und stählernem Zugring, der der gekurvten Außenstruktur des Turms folgt.

Das 194,15 Meter hohe Atrium des Leeza SOHO ist das höchste der Welt und dient als öffentlicher Raum für das Viertel. Dynamisch um 45 Grad rotierend teilt es das Gebäude auf ganzer Höhe in zwei Bereiche, die über Brücken miteinander verbunden sind.

Die skulpturale Teilung lässt natürliches Licht bis tief in das Gebäude hinein und bietet neben Ausblicken über die Stadt und ins Atrium auch den Vorteil eines thermischen Schornsteins, der das Raumklima zusätzlich reguliert.

Die beiden Turmhälften verschatten durch ihre Drehung das Atrium und sorgen in Kombination mit der Doppelisolierverglasung mit niedrigem Emissionsgrad für ein angenehmes Innenklima.

FVHF Vorstand im Amt bestätigt Programm 2020/21: die Fassadenplanung digitaler, nachhaltiger, zukunftsfähiger machen

Der alte und neue Vorstand des FVHF und die FVHF Geschäftsführung (v. l. n. r.): Wolfgang Häußler, TONALITY GmbH, Christian Schmidt, KEIL Befestigungstechnik GmbH, Andreas Reinhardt (Vorstandsvorsitzender) Systea Pohl GmbH, Georg Stauber, Sto SE & Co. KGaA und Ronald Winterfeld, Geschäftsführer FVHF. Foto: Dirk Heckmann

FVHF goes virtual: Am 17. September 2020 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Fachverbandes Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) statt – Corona-bedingt als virtuelle Veranstaltung, zu der sich die Hersteller, Fachverleger, Ingenieure und Sachverständigen rund um die Vorgehängte Hinterlüftete Fassade (VHF) zahlreich einwählten.

Zurückblickend zeigten die ersten drei Quartale 2020, die wegen der Covid-19 Pandemie auch für die Bau- und Fassadenbranche besondere Herausforderungen brachten, wofür der FVHF steht: engagierte Facharbeit, ein starkes Miteinander und den Mut, neue Wege zu beschreiten. Neben dem Rück- und Ausblick auf die Verbandsarbeit standen im Rahmen der Mitgliederversammlung Vorstandswahlen an.

Nach turnusmäßigen drei Jahren im Amt stellte sich der bestehende Vorstand als eingespieltes Team zur Neuwahl, das vorab per Briefwahl bestätigt wurde. „Wolfgang Häußler (TONALITY GmbH), Andreas Reinhardt (Vorstandsvorsitzender/Systea Pohl GmbH), Christian Schmidt (KEIL Befestigungstechnik GmbH) und Georg Stauber (Sto SE & Co. KGaA) ergänzen sich für den FVHF in idealer Weise“, unterstreicht Geschäftsführer Ronald Winterfeld die Eindeutigkeit der Wahl. „Neben den langjährigen Erfahrungen in der Branche macht das persönliche Netzwerk die Schlagkraft dieses Vorstands aus.“

Aktuelles aus der Verbandsarbeit

Nicht nur bei der Mitgliederversammlung setzt der FVHF auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, auch für die Bauart der Vorgehängten Hinterlüfteten Fassade treibt der Verband die Entwicklung eines digitalen Abbilds voran, um die VHF zukünftig durchgängig digital aus einem Modell heraus ausschreiben zu können. Ein ganzheitlicher digitaler Prozess – vom Planen über das Bauen bis hin zum Betreiben – unterstützt Planer, Hersteller, Verarbeiter und Nutzer gleichermaßen.

In die digitale Welt übertragen werden in den kommenden Monaten auch die bewährten „analogen“ Formate der Aus- und Weiterbildung. Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit legt der FVHF einen besonderen Schwerpunkt sowohl in der Berufserstausbildung und Weiterbildung von Fachkräften der Montagebetriebe wie auch in der Ausbildung von Architekten und Ingenieuren z.B. an Fachhochschulen.

Unter dem Leitspruch „Denken in Systemen“ stellt der Verband das Thema Nachhaltigkeit mit Blick auf die Bestandteile der Nachhaltigkeitskaskade

„Langlebigkeit“, „Wiederverbendbarkeit“, „Demontierbarkeit“ und „Recyclingfähigkeit“ in den Fokus. Hierbei geht es um Energie- und Ressourceneffizienz und um neue innovative Funktionalitäten von z.B. Fassadenbekleidungen oder die Erhöhung des Wirkungsgrades der TGA.

Sonderpreis für Nachhaltigkeit

Herausragendes Beispiel für eine nachhaltige Nutzung von verschiedensten Komponenten, nicht nur an der Fassade, ist der Preisträger des Sonderpreises im Rahmen des Deutschen Fassadenpreises 2020 für VHF. Das Recyclinghaus Hannover von CITYFÖRSTER Architekten zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten, mit gebrauchten Bauteilen und recycelten Baustoffen ansprechende Architektur zu schaffen.

Die Preisverleihung des Deutschen Fassadenpreises 2020 für VHF fand im Anschluss an die Mitgliederversammlung ebenfalls virtuell statt. Den Deutschen Fassadenpreis 2020 für VHF erhielt das Münchner Architekturbüro Allmann Sattler Wappner für die Erweiterung des Hotels Der Öschberghof in Donaueschingen.

Ausführliche Informationen zu Preisträgern und Auszeichnungen sind unter www.fvhf.de zu finden.

Museum Goldkammer ist Sieger des renommierten Lichtdesign-Preises 2020

Frankfurt am Main, 21. September 2020: In der Kategorie „Museum“ hat die Goldkammer Frankfurt den „Deutschen Lichtdesign-Preis 2020“ gewonnen. Der Award, der Lichtgestaltung in der Architektur und im urbanen Raum prämiert, wird seit 2011 von Fachleuten der Branche vergeben. Das hochmoderne Museum überzeugte die Jury mit seinen Beleuchtungsinstallationen, die an den jeweiligen Themenbereich angepasst sind und die unterschiedlichsten goldenen Exponate, sowie den gesamten Rundgang im beeindruckenden unterirdischen Stollen des Museums, atmosphärisch in Szene setzen.

Im Herzen der Main-Metropole wurde vor rund einem Jahr in einer denkmalgeschützten Stadtvilla die Idee einer vielfältigen Goldausstellung unter Tage realisiert. Um einen authentischen Rahmen für die Konstruktion aus Kammern und Stollen zu schaffen, fanden in erster Linie Naturmaterialien wie Marmor, Stein, Stampflehm und Bronze Verwendung. Die Wandarchitektur wird von linearen Lichtbändern untermalt, die den Eindruck von einfallendem Tageslicht vermitteln.

Das warmweiße LED-Licht, welches eine hervorragende Farbwiedergabe aufweist, unterstützt die Leuchtkraft des glänzenden Goldes optimal. Damit durch die Beleuchtung der Exponate keine Blendung hervorgerufen wird, sind in den Wandvitrinen Miniaturstrahler installiert, die die einzelnen Ausstellungsstücke szenisch hervorheben. Zudem wurden die Lichtinstallationen so gewählt und ausgerichtet, dass die Räumlichkeiten in den einzelnen Kammern weitläufig wirken.

Während des Museumsrundgangs wird man über animierte Schautafeln, Videos und andere digitale und audiovisuelle Bildungsplattformen vielfältig über die Geschichte und Bedeutung der Artefakte informiert. Auffällig sind zudem die einzelnen Raumtexte, die mit Hilfe von 18 Goboprojektoren an die Wände des jeweiligen Ausstellungsraumes geworfen werden. Auf dem Boden dient eine wegweisende Goldader zur Orientierung, die sich am Boden des jungen Museums entlangzieht.

Nach der Erlebnisreise durch zahlreiche Kulturen und Epochen, kann man es sich im oberirdischen Bereich der Stadtvilla im Restaurant-Café-Tagesbar-Ensemble „Aureus“ gemütlich machen. Für den Gastronomiebereich des Museums wurde extra eine individuell angepasste Pendelleuchte entwickelt. Der Aufwand und die Kreativität, mit der die Lichtinstallationen des innovativen Ausstellungskonzepts bis hin zur Gastronomie entworfen und umgesetzt wurden, prädestinierten das Museum für den Deutschen Lichtdesign-Preis.

Museumsdirektorin der Goldkammer, Dr. Nadja Tomoum: „Die Verleihung dieser Auszeichnung, freut uns nicht nur außerordentlich, sondern ist auch der Verdienst von allen, die an der Lichtarchitektur unseres Museums mitgearbeitet haben. Der Award ist für uns eine schöne Bestätigung für das kreative und mutige Konzept, das man als einzigartig bezeichnen kann. Deshalb danken wir für die Zusammenarbeit in Sachen Planung und Realisierung ganz besonders dem Architekturbüro ‚AS+P architects/planners‘ in Frankfurt und ‚mm+ | merz merz‘ aus Berlin.“

Der „Deutsche Lichtdesign-Preis“ feierte 2020 sein 10-jähriges Jubiläum und wurde am Donnerstag, dem 17.09.2020, via Online-Livestream verliehen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.goldkammer.de.

glasstec VIRTUAL – Das Konferenzprogramm

Drei Tage, über 20 Vorträge und zahlreiche digitale Zusatzinhalte

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