Kategorie: Aktuelles

Genial oder einfach nur prosozial?

Auf den Baustellen wird weiter geschuftet, die Planer sprühen über vor neuen Ideen und die Industrie produziert, was das Zeug halt. Architektur lebt, trotz Corona. Es gibt keinen Stillstand, auch wenn Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit in diesen Zeiten in aller Munde sind. Und dann gibt es noch jene, die über die künstlerische Gestaltung und den Aufbau der Bauwerke berichten. Menschen, wie den Verleger Wolle Lange. Ein Ken- ner der Szene, mit langer Erfahrung im Verlagswesen und noch längerer Lebenserfahrung. Mir sind Menschen sympathisch, die nicht diskutieren, sondern machen!

Wie zum Beispiel die „WIR SAGEN DANKE“-Aktion. War diese eine geniale Idee, um die Auflage ZU pushen? Oder einfach nur pro- soziales Verhalten? Ich weiß, dass Letzteres der Fall ist.

Es wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben und eigentlich schon alles zu Corona gesagt. Was jedoch durch Wolle Lange ins Leben gerufen wurde, war mir bis dato unbekannt und wirkte anfangs auch etwas befremdlich auf mich. Kollektiv DANKE sagen, in einem Architektur Magazin.

Ich als Architekt habe wöchentlich Unmengen an Fachzeitschriften auf dem Schreibtisch und werde teilweise überflutet mit Newslettern, die sich in meinem E-Mai-Postfach häufen. So etwas wie die „WIR SAGEN DANKE“-Aktion habe ich allerdings vorher noch nie erlebt.

Was vielen in der Vergangenheit vielleicht schwer gefallen ist nämlich DANKE zu sagen wurde von heute auf morgen öffentlich publiziert. DANKE an die Kunden, die Mitarbeiter und die Mitstreiter. Wann haben Sie es das letzte Mal gesagt? Es war nicht schwer, oder? Denken Sie doch auch nach Corona immer einmal wieder daran!

Pro soziales Verhalten heißt, sich helfend, vor etwas bewahrend, gar tröstend für jemanden einzusetzen und damit eine Verbundenheit entstehen zu lassen. Beide „DANKE“—Seiten dieser Ausgabe ist ein Beweis dafür, dass wir aussprechen können, was wir denken.

An jede dieser Seiten werden wir  auch nach Corona noch denken und mit unseren Kunden darüber reden. Und spätestens dann wird es uns wieder ein- und leicht fallen, DANKE zu sagen. DANKE für den Auftrag, DANKE für das Vertrauen, DANKE für die hervorragende Leistung und DANKE, dass ihr für uns da seid.

Passen Sie auf sich auf lhr Olaf Wiechers

PM Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V./ Juni

Von der Vision zum zertifizierten Traumhaus
Göttingen, 05. Juni 2020 (vz). Von der Vision der eigenen vier Wände bis zum Einzug in das neue Eigenheim ist es ein langer Weg. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück, Sicherstellen einer soliden Finanzierung bis hin zur Auswahl des Bauunternehmens. Bauherren haben eine Menge wegweisender Entscheidungen zu treffen. Eines sollte aber auf keinen Fall außer Acht gelassen werden: „Wenn die Qualität des neuen Eigenheimes nicht gewährleistet ist, gerät das gesamte Projekt ins Wanken. Damit ist eine begleitende, unabhängige Qualitätskontrolle ein weiterer elementarer Baustein auf dem sorgenfreien Weg ins Eigenheim.“ Darauf weist der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. hin. Seit mehr als 15 Jahren tragen die spezialisierten Bausachverständigen des Vereins dazu bei, dass Bauherren in ein Haus ziehen können, dass höchsten Qualitätsstandards entspricht. Um das zu erreichen, gehen die Sachverständigen systematisch vor und begutachten das Bauvorhaben immer dann, wenn sich der Baufortschritt in einer besonders kritischen Phase befindet. „Wir wissen genau, wann und wo wir hinschauen müssen, damit am Ende ein möglichst sorgenfreies Eigenheim an die neuen Eigentümer übergeben werden kann“, so der VQC-Vorstand. Mehrere Hundert neuralgische Punkte werden von den VQC-Sachverständigen während der verschiedenen Phasen des Neubaus überprüft, dokumentiert und in Prüfprotokollen zusammengefasst. Am Ende dieses Prüfprozesses steht dann das VQC-Qualitätszertifikat – vorausgesetzt, dass die Prüfung durch den VQC-Sachverständigen erfolgreich verlaufen ist. „Erfolgreich“ bedeutet für die VQC-Sachverständigen, dass entweder keine Mängel festgestellt oder diese im Nachgang von den Handwerkern sachgemäß behoben wurden. In besonderen Fällen kann auch ein vorläufiges VQC-Qualitätszertifikat ausgestellt werden, in denen noch zu behebende Mängel aufgeführt sind. Sind diese nachweislich beseitigt, kann auch hier das endgültige Qualitätszertifikat erteilt werden.

 

Die Vorteile des VQC-Qualitätszertifikats liegen auf der Hand: Zunächst einmal ist es für jeden Bauherren ein gutes Gefühl, die Qualität der eigenen vier Wände durch eine unabhängige Sachverständigen-Organisation bestätigt zu bekommen. Im Vergleich zu einem Haus, das nicht diesem intensiven Prüfprozess unterzogen wurde, zeigen sich spürbare Qualitätsunterschiede zum Wohle der Bauqualität, die wiederum langfristig mehr Wohnqualität und Werthaltigkeit zur Folge haben. Und noch einen enormen Vorteil bietet das VQC-Qualitätszertifikat: Durch die Dokumentation des gesamten Prozesses haben Bauherren ein überzeugendes und dokumentiertes Argument für die Werthaltigkeit der Immobilie in der Hand. Auch namhafte Versicherungen haben die VQC-Qualitätsprüfung anerkannt. All dies kann sich positiv auswirken, wenn es um den Wiederverkauf der Immobilie geht oder wenn die finanzierende Bank Sicherheiten bei der Finanzierung benötigt.

 

 

WORTH-Partnerschaftsprojekt

Jetzt für das WORTH-Partnerschaftsprojekt bewerben:
EU fördert 150 internationale Kreativ-Projekte

Das WORTH-Partnerschaftsprojekt, eine Initiative der Europäischen Kommission, unterstützt transnationale Kooperationen zwischen Designern und Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Mode- und Lifestyleindustrie in der EU und den assoziierten COSME-Ländern. Dahinter steht der Gedanke, durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit neue Produkte und Ideen zu fördern. WORTH will Kompetenzen der Teilnehmenden miteinander kombinieren, um synergetische Partnerschaften und Produkte mit hohem Mehrwert zu entwickeln. Durch disziplinübergreifende Kollaboration sollen innovative Designs, Verfahren und Geschäftsmodelle gefördert werden.

Aktuell machen die kreativen Branchen über drei Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts aus. Um zu gewährleisten, dass die Kultur- und Kreativ-Wirtschaft weiterhin zu Beschäftigung und Wachstum in ganz Europa beiträgt, hat die EU diese Initiative ins Leben gerufen.

Zweiter Bewerbungsaufruf

Insgesamt vier Jahre dauert der Bewerbungszeitraum des WORTH-Partnerschaftsprojekts. Der im April 2018 gestartete zweite Aufruf endet am 24. Oktober 2018. Die Gewinner des ersten Aufrufs – 25 herausragende internationale Partnerschaften zwischen KMUs und Designern aus ganz Europa – wurden jetzt bekannt gegeben. Unter ihnen sind einige deutsche Unternehmen, wie beispielsweise Esther Perbandt mit Luxus-Mode aus entsorgten Produkten auf PVC-Basis oder Process And Intent, die einen vielseitigen Bürostuhl auf Korkbasis entwickelten. Weitere Bewerbungsaufrufe finden in den Jahren 2019 und 2020 statt. Insgesamt sollen 150 innovative Partnerschaftsprojekte unterstützt werden.

Wer kann sich bewerben?

Unterstützt werden Design- und Hersteller-getriebene Projekte sowie Technologieorientierte Konzepte. Bewerben können sich KMUs/Start-ups, Designer, Handwerker und Technologieunternehmen aus den Bereichen Mode, Schuhe, Möbel, Home-Deko, Accessoires und Schmuck. Auf der Homepage des WORTH-Partnerschaftsprojekts unter http://www.worthproject.eu können Interessierte ihre kreativen Design-Ideen und Projektvorschläge mit innovativen Technologien einreichen.

Wie werden ausgewählte Partnerschaften unterstützt?

Nachdem die Teilnehmer ausgewählt wurden, werden ihnen Partner zugeordnet, mit denen sie ihre Projektidee am besten entwickeln und umsetzen können. Ausgezeichnete Projekte erhalten eine finanzielle Förderung in Höhe von 10.000 Euro, ein maßgeschneidertes Coaching und Mentoring durch Experten, professionelle Kontakte sowie Unterstützung bei Netzwerk-Aktivitäten. Außerdem können sie auf zwei internationalen Veranstaltungen ihre innovativen Produkte präsentieren.
Ein Gremium aus renommierten Experten aus den Bereichen Luxus-Mode, Design und Konsumgüter wird die erfolgreichen Partnerschaftsprojekte unterstützen. Ihm gehören unter anderem Leslie Holden, Leiterin für Mode und Design am Amsterdam Fashion Institute, Pavel Ivancic, Modedesigner bei Pietro Filipi, Wolfgang Mildner, Gründer von MSWtech in Stein, sowie Thoma Gnahm, Direktor von Wear It in Berlin, an. Vicente Cambra, Projektmanager von WORTH und R & D Assistant Manager von AITEX, betont: „ Wir konzentrieren uns im Einklang mit den Zielen der Europäischen Union auf die Steigerung der Konkurrenzfähigkeit im Mode-, Lifestyle- und Konsumgüter-Bereich. Das WORTH-Partnerschaftsprojekt ist eine Chance für kreative KMUs und Start-ups, ihre Innovations- und Designfähigkeiten durch grenz- und disziplinüberschreitende Partnerschaften in ganz Europa auszuweiten.“

Erfolge des ersten Aufrufs
Nach dem ersten Aufruf gingen 111 Bewerbungen von Designern, KMUs, Start-ups, Herstellern und Technologieunternehmen aus der Mode- und Lifestyle-Branche ein. 41 von ihnen kamen in die engere Wahl, und 25 hochinnovative Designprojekte wurden schließlich durch das Gremium ausgezeichnet, darunter sechs Projekte mit deutscher Beteiligung. Sie decken ein breites Spektrum von Branchen in über zwanzig europäischen Ländern ab.

Neue Erfahrungen bahnen den Weg für eine umweltbewusste Umstellung

Mehr regionale Rohwaren und bessere Möglichkeiten für einen virtuellen Dialog. Die Coronakrise wird zu nachhaltigeren Gewohnheiten in der Baubranche führen. Es ist wichtig, dass alle die positiven Erfahrungen eines ansonsten eher traurigen und tragischen Zeitraums weiterhin nutzen.

Monate mit Schließungen haben deutlich gemacht, wie viele Branchen vom globalen Handelsverkehr abhängig sind. Die letzte Zeit hat aber auch Innovation und neue Verhaltensmuster zum Vorschein gebracht. Indem wir das Beste daraus in die Zukunft mitnehmen, kann die Baubranche zu einer umweltbewussten Umstellung beitragen. Troldtekt konnte einige der Vorstellungen, über die wir vor der Coronakrise nachgedacht haben, bestätigen und überprüfen.

Regionale Rohwaren stellen die Versorgung sicher

Lassen Sie mich mit der Bestätigung beginnen: Troldtekt produziert und vertreibt Akustikplatten für die Architektur, und unsere Strategie gründet sich auf das nachhaltige Designkonzept Cradle to Cradle. In der Praxis wollen wir wettbewerbsfähig sein, indem wir verantwortungsbewusst, transparent und innovativ handeln – und nicht, indem wir so billig wie möglich einkaufen und produzieren. Das bedeutet, dass wir unsere Rohwaren regional einkaufen. Wir produzieren unsere Platten in Dänemark mit Holz aus dänischen Wäldern und Zement aus dem dänischen Boden. Durch die Nähe zwischen Lieferanten und Fabrik können wir Transporte über lange Strecken vermeiden. Das ist gut für die Umwelt. Die letzten Monate haben gezeigt, dass regionale Rohwaren eine wesentlich höhere Versorgungssicherheit bieten. Wir waren nicht darauf angewiesen, auf Rohwaren aus Russland oder Asien zu warten, und konnten daher trotz des Lockdowns wie üblich produzieren und liefern – selbstverständlich mit Verhaltensmaßnahmen bezüglich Hygiene und Abstand. Umgekehrt macht die Coronakrise die Anfälligkeit von Systemen deutlich, die von langen Versorgungsketten abhängig sind.

Virtuelle Meetings sind gekommen, um zu bleiben

Sehr überraschend war es für uns, eine ganz neue Meetingkultur in der Branche zu erleben, in der Händedruck und Besprechungen vor Ort die Normalität
waren. Unsere Vertriebsorganisation in Deutschland und die Architekten, mit denen wir im Gespräch sind, haben im Home-Office gearbeitet. Dennoch standen zahlreiche gewinnbringende Gesprächstermine im Kalender – virtuell über Teams und Zoom. Hier bei Troldtekt freuen wir uns natürlich darauf, Architekten, Bauunternehmer und Händler erneut besuchen zu können. Aber wir werden auch die digitalen Gewohnheiten beibehalten, ebenso wie wir die Durchführung von Webinaren planen. Nicht alle Arten von Besprechungen und Konferenzen erfordern lange Reisen im Auto, Zug oder Flugzeug. Auch wenn die Coronakrise traurig und tragisch ist, so ist es wichtig, die positiven Erfahrungen mit in die Zukunft zu nehmen. Wir müssen den Blick für die Vorteile öffnen, die mit der Nutzung regionaler Lieferanten und virtueller Meetings verbunden sind. Das verleiht uns Transparenz und mehr Zeit – und ist Rückenwind für die umweltbewusste Umstellung.

 

Von Peer Leth, Geschäftsführer
Troldtekt GmbH
www.troldtekt.de

Was ich noch sagen wollte!

Was ich noch sagen wollte!

Wir freuen uns das doch schon einige diese Aktion “ WIR SAGEN DANKE“ weiter getragen haben.

Wir drucken diese Ausgabe “ WIR SAGEN DANKE“ am 22.06.2020 und schon jetzt liegen Bestellungen

für die Ausgabe No.6 von ARCHITEKTUR EXKLUSIV Premium vor.

Sie können die Aktion in www.architekturexklusiv-premium.de und in www.hotel-premium.de verfolgen.

Eine weitere Druck-Ausgabe ist zu Weihnachten 2020 geplant.

Die Leitthemen der BAU 2021: Ressourcen und Recycling

Sie geben den Takt vor und bringen Ordnung in die Produktvielfalt: die vier Leitthemen der BAU 2021. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen danach ausrichten und entsprechende Lösungen anbieten. In den Messeforen werden die Leitthemen unter verschiedenen Aspekten erörtert und diskutiert. Und in den Sonderschauen werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht. Hier stellen wir das zweite Leitthema vor: Ressourcen und Recycling

 

Wände aus Bauschutt, Dämmung aus altem Hosenstoff und Schraubverbindungen statt Schweißnähten: Auf unseren Baustellen tut sich schon einiges in Sachen „Kreislaufwirtschaft“ – die „Circular Economy“ ist auch im Bauwesen angekommen. Erste Pilotprojekte und Forschungsvorhaben beweisen die vielfältigen Möglichkeiten des Recyclings am Bau: Fassadenmaterial, Fenster, Wand- und Bodenbeläge oder Kabel können so verbaut werden, dass sie wieder komplett demontierbar und damit „kreislauffähig“ sind. Metalle, Beton, Ziegel, Gips oder sogar Lehm lassen sich inzwischen zu neuen Baustoffen aufbereiten.

Urban Mining: Städte und Gebäude werden zum Rohstofflager von morgen

Worum geht es konkret? Der Begriff „Recycling“ ist altbekannt, doch hat sich seine Bedeutung erweitert: Er steht heute im Baubereich nicht mehr nur für einfache Verfahren wie die Aufbereitung von Bauschutt, um diesen als Schüttgut im Straßenbau einzusetzen. Auch die Verwendung von Ziegelsplit als Vegetationssubstrat im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ist eher ein „Downcycling“, also ein Recyling mit Qualitätsverlust.

Wird die Materialqualität dagegen erhalten oder gar verbessert, wird das Recycling zum „Upcycling“ und die Gebäude von heute zum Rohstofflager von morgen. Bestandsbauten werden nicht mehr als Abbruchmasse, sondern als Wertstoffdepot gesehen. Darum sprechen Stadtplaner inzwischen vom „Urban Mining“. Wie das aussehen kann, ist besonders eindrucksvoll in Dübendorf bei Zürich zu besichtigen. Alle Baumaterialien, die für die Wohneinheit UMAR (Urban Mining and Recycling Unit) von Werner Sobek, Dirk E. Hebel und Felix Heisel verwendet wurden, sind zu 100 Prozent wiederverwendbar, viele Teile stammen aus Altbauten. Besonders wichtig für die Wiederverwertbarkeit ist, dass die Materialien nicht fest miteinander verbunden, sondern verschraubt, gesteckt oder geklemmt sind. Erst dadurch wird die spätere sortenreine Trennung und Wiederverwertung überhaupt möglich.

Wiederverwertung – beim „Bauen im Bestand“ und bei Neubauprojekten

Auch beim Bauen im Bestand können Baumaterialien dem Nutzungskreislauf wieder zugeführt werden, wie es der britische Architekt David Chipperfield beim Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin praktizierte. 350.000 Mauerziegel ließen die Planer aufbereiten. Das historische Baumaterial wurde als eindrucksvolles Sichtmauerwerk in einer der Ausstellungshallen einer neuen Nutzung zugeführt. Mauerziegel und Dachziegel eignen sich in der Regel bestens für die Wiederverwertung. Beim Bauen im Bestand schlagen sie mit ihrer Patina und besonderen Ästhetik eine Brücke zwischen „Alt“ und „Neu“. Inzwischen wurde die erste Europäische Technische Zulassung (ETA) für gebrauchte Mauerziegel erteilt.

Dass Beton auf wirtschaftliche Weise wiederverwendet und damit ebenfalls Teil der „Circular Economy“ sein kann, wird durch viele bereits realisierte Bauprojekte deutlich, bei denen Recycling- oder RC-Beton den herkömmlichen Beton gemäß der bisherigen Richtlinien bis zu 45 Prozent ersetzt. Forschungsprojekte sehen hier noch weiteres Potential – bis hin zum hundertprozentigen Einsatz von Recycling-Beton. So oder so werden wertvolle Baustoffe gespart, Transporte vermieden und Deponiekapaziäten geschont.

Zwei Beispiele für den Einsatz von RC-Beton: Im hessischen Korbach hat das Planungsbüro agn eine Rathauserweiterung aus den 1970er Jahren selektiv bis auf den Rohbau zurückgebaut. Direkt auf der Baustelle erfolgte die sortenreine Trennung von Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik. In einem regionalen Recycling-Betrieb wurde der Betonbruch weiter zerkleinert und gesiebt, so dass er schließlich im Betonwerk mit Zement und Wasser zu neuem Beton für den Neubau der Rathauserweiterung verarbeitet werden konnte.

Einen Schritt weiter geht ein Modellprojekt der Hochschule München: Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne soll aus insgesamt 300.000 Tonnen Beton-, Ziegel- und Mörtelresten an Ort und Stelle Recycling-Beton für den Neubau eines Wohnquartiers gewonnen werden. Das Novum: Der RC-Beton soll den klassischen Beton zu 100 Prozent ersetzen – „Kreislaufwirtschaft“ vom Feinsten!

Stichwort „Fein“: Eine große Herausforderung bei der kreislaufgerechten Verwertung von Bauschutt stellen sogenannte „Kleinstpartikel“ dar. Teilchen von weniger als zwei Millimeter Größe, z. B. aus Kalksandstein, Beton, Ziegel oder Gips, wie sie typischerweise beim Abbruch von Gebäuden anfallen. Aber auch dafür gibt es Lösungen: Wissenschaftler verschiedener Fraunhofer-Institute haben im Projekt „BauCycle“ neue Verwertungsmethoden für feinste mineralische Abbruchmaterialien erforscht und ein optisch-pneumatisches Sortierverfahren entwickelt. So konnten feinteilige Sekundärrohstoffe für die qualitativ hochwertige Weiterverwendung gewonnen werden.

Recycling erfordert ein Umdenken aller Beteiligten

Mit Blick auf die knapper werdenden Ressourcen (Beispiel: Sand) und die begrenzten Kapazitäten von Bauschuttdeponien wird klar, dass die Kreislaufwirtschaft am Bau auch wirtschaftlich vorteilhaft ist. Neue Denkansätze wie der „Material Passport“, mit dem die verbauten Materialien dokumentiert und ihr Wert für die Wiederverwendung beziffert wird, ermöglichen in Zukunft sogar für die Finanzierung von Bauprojekten neue Möglichkeiten. Darüber hinaus trägt die im Idealfall lokale bzw. regionale Wiederverwertung von Baustoffen dazu bei, dass der hohe Energieverbrauch für Förderung und Produktion sowie für den Transport zur Baustelle erheblich reduziert werden kann.

Umdenken und neue, ressourcenschonende Lösungen finden müssen Hersteller, Architekten und Ingenieure ebenso wie die Verarbeiter aus Handwerk und Baugewerbe. Es mag nicht immer leicht fallen, doch die ersten Recycling-Projekte zeigen: Hier bieten sich für alle am Bau Beteiligten auch große Chancen und Wettbewerbsvorteile.

In eigener Sache!

In eigener Sache!.

ARCHITEKTUR EXKLUSIV Premium

Ausgabe No. 6 ,Einsendeschluss ist der 19.06.20,

„Danke“ sagen kostet nichts diese Seiten jetzt für Sie.

Ein Wort was viele Menschen besonders in dieser Zeit berührt !.

Sehr viele freundliche Anrufe haben mich zu meinem

Entschluss bestärkt, diese Aktion weiter

zu führen.

Sie sind noch nicht dabei?.

Können Sie noch.

So rufen Sie einfach an.

Telefon 0049 (69) 5092999 22

Wir werden “FÜREINANDER“ da sein.

Made in Germany: Gesichts-Schutzschild Vabon Safety

Made in Germany: Gesichts-Schutzschild Vabon Safety

Der Gesichtsschutz in Pandemie-Zeiten mit hohem Tragekomfort

Bad Homburg, 5/2020. Gut geschützt und angenehm zu tragen – das hochwertig verarbeitete Gesichts-Schutzschild Vabon Safety bietet sicheren Schutz vor Tröpfchen, Spritzern und Schmutzpartikeln. Es ist wiederverwendbar, einfach zu reinigen, für jede Kopfgröße individuell einstellbar und sowohl im privaten Bereich als auch für Mitarbeiter mit Kundenkontakt nutzbar. Absolutes Plus: Vabon Safety ist auch für Brillenträger sehr angenehm zu tragen. Durch den Abstand zwischen Gesicht und Scheibe ist das Beschlagen der Brillengläser ausgeschlossen.

Das Visier des Vabon Safety besteht aus glasklarem 1mm starkem Macrolon und ist mit Druckknöpfen am Kopfgurt befestigt. Das hochwertige Mikrofaser Schweißband im Stirnbereich ist aus in der EU hergestellter Mikrofaser und PU-Schaum gefertigt. Es stellt sicher, dass kein Schweiß in die Augen geraten kann. Wie das ebenfalls abnehmbare Visier ist auch das Schweißband leicht zu reinigen. Die Anpassung auf die individuelle Kopfgröße ist kinderleicht und garantiert auch bei langem Gebrauch einen hohen Tragekomfort. Dazu trägt auch das geringe Gewicht von nur rund 140 Gramm bei. Die Reinigung des Vabon Safety sollte mit Geschirrspülmittel, Seife oder Glasreiniger erfolgen. Scheuermittel, Spiritus, Benzin oder Nitroverdünnung sind hingegen tabu. Tragbar ist das praktische Gesichtsschutzschild mit und ohne zusätzlichem Mundschutz.

Die Materialien, aus denen das Vabon Safety hergestellt wird, sind seit vielen Jahren im Arbeitsschutzbereich im Einsatz und REACH konform. Die Europäische Chemikalienverordnung REACH dient der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und stellt ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicher. · Mehr dazu im Internet unter https://luba.de/produkt/gesichtsschutzschild-vabon-safety/

· Sofort lieferbar für EUR 19,90.

· Bestellung per E-Mail unter: info@luba.de. Auch telefonisch unter: Tel.: +49 (0)6172 9480 0

· Personal Branding gegen Aufpreis möglich

Zertifizierungen für nachhaltiges Bauen

Das dänische Architekturbüro Henning Larsen Architects arbeitet während des gesamten Entwurfsprozesses systematisch an Zertifizierungen, wenn ein Gebäude ein nachhaltiges Gütesiegel erhalten soll.

Lesen Sie unser Interview mit Martha Lewis, Architektin und Head of Materials bei Henning Larsen. Sie berichtet, welche Anforderungen in der Arbeit an Zertifizierungen erfüllt werden müssen – und welchen wichtigen Nutzen das Architekturbüro daraus zieht.

 

Lesen Sie das Interview mit Martha Lewis

 

 

So wird der Beitrag von Troldtekt zum nachhaltigen Bauen gewichtet

 

Ein dokumentiert nachhaltiges Bauprojekt bringt Vorteile für Umwelt, Innenraumklima, Benutzerfreundlichkeit, Wohlbefinden und einen wirtschaftlichen Gebäudebetrieb.

Lesen Sie, wie Troldtekt einen positiven Beitrag zur DGNB-Zertifizierung von Gebäuden leistet.

Lesen Sie mehr über den Beitrag von Troldtekt

Frankfurter Messegelände fährt hoch

Frankfurter Messegelände fährt hoch

 

Behutsam und unter strenger Einhaltung von ausgefeilten Sicherheitsvorkehrungen können in Frankfurt wieder Messen, Kongresse und Tagungen mit mehr als 100 Personen stattfinden.

 

Hierzu kommentiert Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen: „Messen sind Marketing- und Kommunikationsplattformen für Industrie und Handel. Hier kommen Vertragsabschlüsse in Höhe von vielen Milliarden Euro zustande. Hier wird Wissen ausgetauscht, und die Wirtschaft unseres Landes wird angekurbelt. Genau das ist in der aktuellen Corona-Krise erforderlich.“

 

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, sagt: „Unser Messegelände ist in jeder Hinsicht ein Aushängeschild für die gesamte Stadt. Und wenn hier bald wieder Veranstaltungen – wie unsere traditionelle Frankfurter Buchmesse – stattfinden, sorgt das für Umsätze in Hotels, Gastronomie, Taxibetrieben und bei vielen anderen Unternehmen. Nicht zuletzt werden dadurch auch Steuereinnahmen generiert und vor allem viele Arbeitsplätze gesichert.“

 

Bei der Messe Frankfurt herrscht Zuversicht. „Wenngleich noch nicht abzusehen ist, wie sich beispielsweise Reisevorschriften und -bedingungen entwickeln, freuen wir uns sehr, dass die Buchmesse 2020 stattfinden kann. Dies ist aus unserer Sicht eine Entscheidung mit richtungsweisendem Charakter für die Veranstaltungsindustrie und für die Wirtschaft im Allgemeinen“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. Sein für das Gastmessegeschäft sowie den Geländebetrieb verantwortliche Kollege in der Geschäftsführung, Uwe Behm, ergänzt: „Gemeinsam mit unserer medizinischen Fachberatung und im engen Schulterschluss mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt sowie mit der Unterstützung der Landesregierung haben wir ein ausgefeiltes Schutz- und Hygienekonzept zur Durchführung von Fachmessen und -kongressen auf dem Gelände der Messe Frankfurt entwickelt.“

 

Oberstes Gebot bei der Messe Frankfurt sei laut Geschäftsführung der Messe Frankfurt die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter, Aussteller und Besucher. Das Frankfurter Messegelände biete mit seiner Gesamtfläche von rund 600.000 Quadratmetern – das entspricht 84 Fußballfeldern – ausreichend Platz für viele Menschen, bei gleichzeitiger Einhaltung von erforderlichen Sicherheitsabständen. Zum einen empfangen Messen und Kongresse verantwortungsbewusste Menschen mit geschäftlichem Interesse, zum anderen können die Besucher mit einem professionellem Crowdmanagement und einer aktiven Führung vorausschauend gesteuert werden. Hinzu kommen ein professionelles Hygienemanagement unter medizinischer Fachberatung und die Bereitstellung von großen Mengen an Frischluft in den hohen und weitläufigen Messehallen. Die gesamte Hallenluft könne bis zu fünf Mal pro Stunde durch Frischluft ausgetauscht werden.

 

Zu den Maßnahmen gehören auch Bereitstellung von Schutzausrüstung wie Mund- und Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel etc. und die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung und ärztlichen Fachberatung. Weiterhin werden die Intervalle der Gebäudereinigung intensiviert und Mitarbeiter, Hostessen, Aufzugsführer, Service- und Gastronomiepersonal geschult.

 

Es erfolgt eine umfangreiche Vollregistrierung aller Veranstaltungsteilnehmer, die maximale Besuchermenge ist limitiert.

Tickets werden zu definierten Tagen bzw. anhand von Einlass-Zeitfenstern ausgestellt. Eine zusätzliche Belastung des ÖPNV wird vermieden durch die Anreiseempfehlung mit dem Pkw sowie großzügige Parkierung und Verkehrsangebote. Nahe Kontakte werden durch kontaktlose Zutrittskontrollen, elektronische Zutrittskarten und elektronische Bezahlung vermieden. Mit verbreiterten Gängen bzw. Einbahnstraßenregelungen in den Hallen wird das Abstandsgebot eingehalten. „Gedränge und Enge wird es mit unserem Schutzkonzept in den Frankfurter Messehallen nicht geben!“ betont Behm.

 

Mittels der vielfältigen Maßnahmen wird das Schutz- und Hygienekonzept der Messe Frankfurt in Anlehnung an die aktuelle Corona Schutzverordnung des Landes Hessen der gegenwärtigen Lage mehr als gerecht. Nach wie vor ist die Situation volatil und nicht verlässlich zu prognostizieren. Daher ist die Messe Frankfurt selbstverständlich auch darauf vorbereitet, in enger Abstimmung mit den Behörden bei Notwendigkeit zusätzliche Maßnahmen wie z.B. Temperaturscreening an den Eingängen zu ergreifen. Die aktuelle, verlässliche Entscheidung für die Durchführung von Fachmessen und

-kongressen auf dem Gelände der Messe Frankfurt bildet einen erhellenden Lichtblick für zukünftige persönliche geschäftliche Begegnungen und Erfolge sowie für das Erleben von Produkten.

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