Kategorie: Aktuelles

LANDWEHRSTRASSE SÜD: EIN PROSIT AUF DIE GUTE NACHBARSCHAFT

Die GMG hat die Häuslebauer zu einer Kaffeetafel „Zur Eisernen Hand“ eingeladen. Deren Häuser wer-den jetzt im Viersener Westen gebaut.
Eine Panne hat das Leben von Irina und David Adelmann positiv beeinflusst. Als der Bus bei einer Besichtigungstour ins künftige Viersener Neubaugebiet „Landwehrstraße Süd“ in ein Loch fährt, ist Hängen im Schacht. „Als die Bewohner das bemerkten, kamen sie aus ihren Häusern, haben gehol-fen, etwas zu trinken gebracht, sich erkundigt“, berichtet David Adelmann. „Das war sehr sympathisch. Da haben wir beschlossen: hier bleiben wir“, fügt seine Ehefrau hinzu.

Das war im Sommer 2018. Heute sitzen Irina und David Adelmann auf Einladung der Grundstücks-Marketing-Ge-sellschaft der Stadt Viersen (GMG) bei Kaffee und Kuchen im Restaurant „Zur Eisernen Hand“ und tauschen sich mit ihren künftigen Nachbarn aus. Das Paar aus Mönchenglad-bach wird in zirka einem Jahr mit seinen dreijährigen Zwil-lingen Levi und Felix in das Neubaugebiet im Viersener Westen ziehen. Die GMG hat dieses Land erschlossen und vermarktet, die Tinte unter die Kaufverträge ist trocken, 32 junge Familien freuen sich auf ihr neues Zuhause.

„Nun lernen Sie Ihre Nachbarn kennen. Wir übergeben ein schönes Stück Viersen in Ihre Verantwortung“, sagt GMG-Geschäftsführer Jens Düwel bei der Kaffeetafel, zu der sich rund 80 Personen eingefunden haben, darunter viele Kinder.

Den Traum vom Eigenheim in Viersen verwirklichen
Christoph Hillenkamp, der bei der GMG Wohngrundstücke vertreibt, gesellt sich zu Irina und David Adelmann. „Wo sit-zen unsere Nachbarn?“, wollen die beiden wissen, noch be-vor der GMG-Berater die Baupläne am Kuchenteller aus-breitet. Die Ärztin für Kinderheilkunde und der Lehrer für Mathe und Physik an einem Rheydter Gymnasium haben intensiv gesucht, bevor sie in Viersen fündig geworden sind. Dass die vierköpfige Familie aus ihrem derzeitigen Domizil im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken raus will, steht bereits länger fest. Ihr Wunsch war stets, in eine ruhi-gere Gegend mit breiter Infrastruktur, guten Schulen, viel Natur und attraktiven sonstigen Angeboten zu ziehen. In Viersen können sie diesen Traum verwirklichen.

Bei der Gestaltung des Hauses mitwirken
„Ja, wir freuen uns. Und finden gut, dass wir auch bei der Gestaltung des Hauses mitreden können“, sagt David Adel-mann. „Es gibt natürlich einen Bebauungsplan, aber die in-dividuelle Note des jeweiligen Hauses soll gewährleistet sein“, betont Jens Düwel, der wie das komplette fünf-köpfige GMG-Team von Tisch zu Tisch geht und die Fragen der Häuslebauer beantwortet. Am Nachbartisch sitzt GMG-Berater Wolfgang Kraus und erläutert Franklin Thasian und seiner Frau Sivatharsim die Vorzüge von Leben in Viersen. Das Paar – sie stammt aus Sri Lanka, er aus Indien – lebt und arbeitet zurzeit in Düsseldorf. „Mit unseren zwei kleinen Kindern ist es aber besser, aus der hektischen City rauszugehen und sich ein schönes Zuhause in einer attraktiven Stadt aufzubauen“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin. „Und die Anbindung über die A52 nach Düsseldorf ist perfekt“, fügt der Gesundheitspfleger hinzu. Derweil greifen ihre Kinder im Alter von fünf und anderthalb Jahren beherzt nach den Malstiften und skizzieren schon mal ihr künftiges Zimmer im neuen Heim an der Landwehrstraße in Viersen-Hoser. „Der Austausch ist uns wichtig, wir bauen über solche Ver-
anstaltungen eine große Nähe zu den künftigen Bauherren auf“, berichtet GMG-Prokurist Norbert Jansen, der vor anderthalb Jahren die Pannen-Bustour geführt hat und heute bei einem Stück Apfelstrudel mit den Adelmanns herzhaft drüber lacht. „Der Mix im Baugebiet stimmt auch diesmal“, sagt Jansen beim Blick durch die Reihen, wo er viele zufrie-dene Gesichter sieht, die angeregt miteinander plaudern.

Die Kaffeetafel bildet demnächst eine verschworene Nach-barschaft. Das wird bereits zu diesem frühen Zeitpunkt deutlich: Kontaktdaten werden getauscht, man ist beim
„du“, beim Prosit klirren die Sektgläser. Damit die Freund-schaft Wurzeln schlägt, stellt Jens Düwel jeder Familie einen Magnolienbaum für den Garten in Aussicht. Applaus.

Landwehrstraße Süd
Das künftige Wohngebiet „Landwehrstraße Süd“ befindet sich im Viersener Ortsteil Hoser und umfasst ca. 2,1 Hektar. Dort entste-hen auf 32 Parzellen freistehende Einfamilienhäuser in aufgelo-ckerter Bauweise, zur Hälfe mit Flachdach und Spitzdach. Die Grundstücke sind im Schnitt 500 m² groß. Die Häuser haben an-derthalb Geschosse. Das Plangebiet wird im Norden durch die Landwehrstraße, im Osten durch die Grundstücke der Richen-straße und im Süden und Westen durch Ackerflächen begrenzt. Erschlossen wird über Landwehrstraße und Am Lützenberg.

REHAU auf der HOLZ-HANDWERK 2020

Impulse für maßgeschneiderte Raumkonzepte

Wer sich für eine Lösung vom Schreiner oder Innenausbauer entscheidet, sucht Beratung, Ideen oder nach Möglichkeiten der Individualisierung – und schließlich nach der maßge­nauen handwerklichen Umsetzung. Genau auf diese Anforderungen hat sich REHAU eingestellt: Das Produktportfolio reicht von Oberflächenmaterialien über Kantenbänder bis hin zu Baukastensystemen. Bei Farben und Dekoren achtet REHAU auf den Designverbund, damit auch beim Materialmix alles harmoniert. Diese umfangreiche Produktpalette wird von vielfältigen Serviceangeboten begleitet: Bereits zum Beratungsgespräch stehen dem Schreiner Musterkoffer oder Muster­kollektionen zur Verfügung. Und bei der schnellen und reibungslosen Planung helfen schließlich die Online-Konfiguratoren von REHAU. Auf der HOLZ-HANDWERK 2020 können sich die Besucher wieder von der Handwerkskompetenz von REHAU überzeugen.

REHAU: Starker Partner für Schreiner und Innenausbauer

Vom 18. bis 21. März können Innenausbauer und Schreiner auf der HOLZ-HANDWERK in Nürnberg auf Stand 305 in Halle 10.1 viele neue Produkte, deren Verarbeitung und zahlreiche Serviceangebote von REHAU erleben und sich für eigene Möbelkreationen inspirieren lassen. Ein besonderes Event ist dabei für den 19. März geplant – der Tag für angehende Schreinermeister. REHAU kürt auf dem Messestand die Gewinner des Gestaltungs-Wettbewerbs, den das Unternehmen gemeinsam mit der Meisterschule Ebern ausrichtet.

100 % klebstofffrei, widerstandsfähig, langlebig: die neue RAUKANTEX plus

Mit der nächsten Generation der RAUKANTEX plus definiert REHAU den Einstieg in die klebstofffreie Verarbeitung von Kantenbändern neu. Die neuentwickelte RAUKANTEX plus auf TPU-Basis verbindet erstklassige Qualität für höchste Ansprüche mit den umfassenden Servicepaketen von REHAU, wie z. B. dem Abrollservice für jede Menge/jede Länge oder auch der 24-Stunden-Lieferung ab Werk. Sie punktet dabei mit besonderer UV-Beständigkeit sowie Härte. RAUKANTEX plus bildet damit die optimale Einstiegslösung in die Produktion fugenloser Möbelbauteile für alle Schreiner, die heute mit EVA-Kanten arbeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Leimtopf an der Maschine, kein Verschmieren der Bauteile, weniger Reinigung. Die neue RAUKANTEX plus bietet nun also noch mehr Vorteile zum attraktiven Preis und ist dabei schnell auch in Kleinstmengen verfügbar.

Die RAUKANTEX Kantenfamilie bietet damit die richtige Kantenlösung für jeden Schreiner und Innenausbauer. Hochwertige Qualität im klassischen Leim-Verarbeitungsverfahren mit RAUKANTEX pure oder aber beste Nullfugen-Qualität – 100 % klebstofffrei – dank RAUKANTEX plus und pro. Die RAUKANTEX pro bleibt dabei mit der bewährten Industriequalität das Maß aller Dinge für die perfekte, dauerhafte Nullfuge.

FLIPDOOR – The Art of Storage

Zum ersten Mal präsentiert REHAU der Zielgruppe Schreiner und Tischler seine neue Stauraumlösung FLIPDOOR. Im perfekten Dekor- und Materialverbund zum REHAU Oberflächenmaterial RAUVISIO crystal wird die neue Stauraumlösung FLIPDOOR aus Lamellen des Glaslaminats hergestellt. Das gelungene Produktdesign der intelligenten Schranklösung bietet dem Innenausbau etwas, das dem Kundenwunsch nach Einzigartigkeit ein gutes Stück näherkommt und eine echte Alternative zu klassischen Schranklösungen wie Lifttüren, Schwingklappen oder auch normalen Schranktüren ist. Im Konfigurator findet der Schreiner die Maße sowie eine Farbauswahl für Korpus und Front. Geliefert wird der komplett montierte Schrank. Fakturiert wird über den klassischen Vertriebsweg, den Handel.

Passion for color: die besondere Trendkollektion für RAUVISIO

Die innovativen RAUVISIO Oberflächenwerkstoffe von REHAU verbinden Funktionalität mit extremer Langlebigkeit und unendlich vielen Designmöglichkeiten. Ob Möbelfronten für Büro, Küche, Bad, Wohnraum oder Innenanwendungen in Büros, Restaurants und Läden – mit polymeren Oberflächen verwirklichen Innenausbauer und Schreiner kreative Ideen. Das Thema Oberfläche ist dabei untrennbar mit den internationalen Trends des Interior Designs verbunden. Hinsichtlich der Farbgebung po­sitioniert sich REHAU mit seinem Konzept „Passion for color“ als Trendsetter in der Möbel­branche. Als Ergebnis einer tiefgreifenden Trendanalyse schafft REHAU jedes Jahr eine Kollektion, die die Trends des Jahres definiert. Mit „Passion for color 2020“ holt REHAU die besondere Magie der Vulkaninsel Island in die Inneneinrichtung. Sechs Farben stehen für die atemberaubende Natur, die jahrtausendealten Mythen, aber auch für die hippe Hauptstadt Reykjavik mit ihrer lebendigen Szene. Die neuen Farben lassen sich wunderbar miteinander, aber auch in verschiedenen Stilrichtungen kombinieren. Als Inspirationsquelle für seine Kunden hat REHAU verschiedene Beispiele geschaffen, wie die Farben in der Inneneinrichtung wirken. Ob skandinavisches Lebensgefühl in Kombination mit hellen Hölzern, Industrial Design mit Metallakzenten oder puristisch und edel in Szene gesetzt – „Passion for color 2020“ lässt viel Raum für Gestaltung. Unter www.rehau.de/passionforcolor finden Kunden, Designer und Innenarchitekten Inspirationen.

Clevere Services

REHAU bietet nicht nur ein umfangreiches Portfolio ausgezeichneter Produkte, sondern auch eine Vielzahl an Services, die eine reibungslose und schnelle Umsetzung der Projekte garantie­ren, genau nach dem Motto Idee – Projekt – Erfolg.

Mehr Details finden Interessierte im REHAU Schreinerportal unter www.rehau.de/innenausbau und natürlich auf dem REHAU Messestand auf der HOLZ-HANDWERK 2020 in Halle 10.1, Stand 305.

MIMCO Capital erwirbt Glückauf-Center in Gladbeck

Spezialist für Family Offices investiert für den neuen BUILDIM-Fonds in Deutschland

Der Asset- und Investment-Fondsspezialist MIMCO Capital Sàrl aus Luxemburg hat für seinen Fonds BUILDIM SICAV FIAR das Nahversorgungscenter Glückauf-Center in
Gladbeck erworben und wird in den kommenden 18 Monaten eine vollumfängliche Revitalisierung durchführen. „Mit unserem BUILDIM-Fonds investieren wir bewußt in Projektentwicklungen und Bestandsobjekte mit Management-Aufwand bzw. Restrukturierungsbedarf. Deshalb haben wir das Glückauf-Center erworben und werden es einer vollumfänglichen Revitalisierung unterziehen. Mit dem bereits abgeschlossenen Ankermietvertrag mit REWE Dortmund sowie den bis Ostern 2020 erwarteten Mietverträgen mit weiteren renommierten Einzelhändlern werden wir noch vor Abschluss der Revitalisierungsarbeiten eine Vollvermietung der Einzelhandelsflächen verkünden können“, erklärt Bernd von Manteuffel, Gründer und Geschäftsführer von MIMCO Capital. Das Glückauf-Center wurde im Jahr 1980 erbaut und seitdem mehrfach erweitert und zuletzt 2004 modernisiert. Es umfasst rund 15.000 Quadratmeter Mietflächen, davon ca. 10.300 Quadratmeter für Einzelhandel und ein Fitnesstudio der Marke McFit sowie rund 4.700 Quadratmeter für Büro- und Praxisnutzung. Zum Center gehört auch ein Parkhaus mit 260 Stellplätzen.

„Das Glückauf-Center ist eine Herausforderung, welcher wir uns gerne stellen. Der Leerstand ist hoch, die Technik veraltet, erneut ein Objekt im Dornröschenschlaf. Doch der Standort ist hervorragend und das Einzugsgebiet wirtschaftlich interessant. Deshalb beginnen wir kurzfristig mit einem umfangreichen Revitalisierungsprogramm. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem ein Austausch der gesamten technischen Gebäudeausstattung, die Einbringung eines modernen Licht & Design-Konzeptes sowohl im Inneren, als auch an der Fassade, sowie die Ertüchtigung der Parkflächen inklusive Parkhaus“, erläutert Roland Schleider, Head of Asset Management von MIMCO Capital.
MIMCO Capital hat bereits 2019 einen Mietvertrag mit dem neuen Ankermieter REWE Dortmund abgeschlossen. Alleine dieser Vertrag deckt rund 50 Prozent des ehemaligen Leerstandes ab.

„Wir führen derzeit finale Verhandlungen mit ebenfalls bundesweit aktiven Einzelhändlern des Non-Food und Mode-Bereiches. Auch stehen die Chancen sehr gut, dass einer der ehemaligen Mieter aus dem Bereich Schuhwaren wieder ins Center zurückkehrt“, führt Schleider weiter aus.
MIMCO Capital plant die Eröffnung des REWE Marktes pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2020. Auch das ehemalige Ärztehaus soll in einem weiteren Schritt einer Neupositionierung unterzogen werden.

Dr. Josef Wrobel: Neuer Geschäftsführer bei SenerTec

Strategie für die Zukunft

SenerTec hat einen neuen Geschäftsführer. Seit dem 1. Februar 2020 ist Dr. Josef Wrobel für den Marktführer der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verantwortlich.

Dr. Josef Wrobel verfügt über langjährige Branchenerfahrung aus der konventionellen Heiztechnik sowie den Erneuerbaren Energien. „Die Kombination eines gasbetriebenen Motors, der Raumwärme und Strom gleichzeitig erzeugt, gewinnt in Zeiten hoher Strompreise enorm an Attraktivität“, erläutert Dr. Wrobel. Zudem hat die Kraft-Wärme-Kopplung einen hohen Wirkungsgrad und stößt weniger Treibhausgase aus als andere Verfahren. Der überschüssige Stromanteil kann außerdem für die Ladung des Elektromobils oder in das Netz gespeist werden. Angesichts des beschlossenen Klimapakets der Bundesregierung sowie der klimafreundlichen Technik setzt Dr. Wrobel bei seiner strategischen Neuausrichtung des Unternehmens aus Schweinfurt auf eine breiter aufgestellte Produktpalette.

SenerTec bedankt sich für die geleistete Arbeit bei Interims-Geschäftsführer Nikolas Friedel, der – wie geplant – auf seine Position als Bereichsleiter zurückkehrt.

ZÜBLIN Timber gewinnt VDBUM-Förderpreis in der Kategorie „Innovationen aus der Praxis“

  • Komplexe Freiform-Schalung aus Brettsperrholz wird ausgezeichnet
  • Schalungen kommen beim Bau der Kelchstützen für den Stuttgarter Tiefbahnhof zum Einsatz

Für ihre Schalungskonstruktionen am Bauprojekt „Stuttgart21“ ist die ZÜBLIN Timber GmbH gestern mit dem VDBUM-Förderpreis in der Kategorie „Innovationen aus der Praxis“ ausgezeichnet worden. Der Preis, der Innovationen aus und für die Baubranche würdigt, wird erneut in den drei Kategorien „Innovationen aus der Praxis“, „Entwicklungen aus der Industrie“ und „Projekte aus Hochschulen und Universitäten“ im Rahmen des VDBUM-Großseminars verliehen und ausgestellt. Die ersten Preise sind mit jeweils 2.500 € dotiert.

Zum Einsatz kommen die prämierten Schalungskonstruktionen in mehreren Projekten, das prominenteste Beispiel ist derzeit der Bau der Kelchstützen in der unterirdischen Bahnsteighalle des Stuttgarter Tiefbahnhofs.

Eine bautechnische Herausforderung sind die 28 Kelchstützen nicht allein wegen ihrer grundsätzlich komplexen Geometrie, jeder Dachkelch für sich ist zudem ein Unikat, mit individueller Neigung, Form und Höhe (8,5 – 13 m). Die notwendigen Produktionsprozesse zur Herstellung der Kelchstützen hat ZÜBLIN größtenteils komplett neu entwickelt. ZÜBLIN Timber ist dabei mit ihrem Know-how im Holzingenieurbau für die formgebende Schalungskonstruktion verantwortlich. Im Werk Aichach fräst ZÜBLIN Timber dazu rund 500 dreidimensionale Einzelteile mit CNC-Robotern in höchster Präzision aus Nadelholzblöcken. Die Werkzeugpfade werden dabei über eine parametrische Schnittstelle direkt aus dem Modell abgeleitet. Den Soll-Ist-Vergleich zur Qualitätssicherung ermöglichen ein 3D-Laserscanner und eine integrierte BIM.5D-Umgebung mit geschlossenem Datenworkflow. Zur Erfüllung der architektonischen Vorgabe einer poren- und fugenfreien Oberfläche in Sichtbetonqualität SB4 werden die gefrästen Schalungsteile abschließend in einer eigens für das Projekt angeschafften Lackierstraße mit einer speziell entwickelten Mischung aus Harzen beschichtet. Die fertigen Teile finden auf der Baustelle mehrfach in variierenden Kombinationen Verwendung; Ergänzungsteile für Kelchfuß und Ränder tragen der wechselnden Geometrie der Stützen Rechnung. Im Anschluss werden die Kelchstützen bewehrt und betoniert.

ZÜBLIN Timber steht für anspruchsvolle und zukunftsweisende Lösungen im Holzingenieurbau. Aus einer Hand bieten wir die Entwicklung, Produktion, Lieferung und Ausführung hochwertiger Holzbausysteme – von einfachen Tragwerken über den komplexen Ingenieurholzbau bis hin zur schlüsselfertigen Bauausführung. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden gestalten wir effiziente Lösungen und nachhaltige Lebensqualität: www.zueblin-timber.com

BMBF-Forschungsprojekt an der HCU Hamburg entwickelt Entscheidungshilfen im Erdbebenfall für erdverlegte systemrelevante Infrastruktur

Hamburg, 3. Februar 2020. Neben Menschenleben und Gebäuden zerstören Erdbeben auch systemrelevante erdverlegte Infrastruktur, beispielsweise Wasserleitungen. Wissenschaftler der HafenCity Universität (HCU) Hamburg erforschen nun, wie sich Mithilfe digitaler, webbasierter Simulationsmodelle Schadenspotenziale und Risikostellen frühzeitig erkennen und konkrete Entscheidungshilfen für den Ernstfall entwickeln lassen. So sollen Erdbebenschäden an erdverlegten Leitungen minimiert werden. Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens „Zustandsbewertung von erdverlegter systemrelevanter Infrastruktur zur proaktiven Charakterisierung von Schäden und Gewinnung von technisch realen Entscheidungshilfen“, – kurz ZUVERSICHT –, und wird an der HCU unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich im Bereich „Technisches Infrastrukturmanagement“ (Bauingenieurwesen) bearbeitet. Das Projekt ist der Fördermaßnahme „GEO:N – Geoforschung für Nachhaltigkeit“ zugeordnet. Ebenfalls beteiligt an dem Verbundprojekt sind die IAB Weimar, die EDAC Bauhaus-Universität Weimar und das Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens ZUVERSICHT soll eine Methodik entwickelt werden, mit der sich das Ausmaß potenzieller Erdbebenschäden an kritischer Bestandsinfrastruktur im Vorfeld abschätzen lässt. Hierbei gilt es, sowohl die Gefährdungs- und Schadenspotenziale von Leitungsnetzen, als auch risikomindernde Faktoren zu untersuchen. Kern des Verbundprojektes ist die Entwicklung eines digitalen Modells zur Gefährdungsbeurteilung. Zugleich sollen sich damit auch Präventivmaßnahmen planen lassen, die erdverlegte Infrastrukturen weniger verletzlich machen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem dazu beitragen, beim Bau bzw. Wiederaufbau erdverlegter Infrastruktur möglichst ressourcenschonend und nachhaltig agieren zu können.

An der HCU werden sowohl mikroskalige Bewertungen der Rohrmaterialien vorgenommen, als auch makroskalige Untersuchungen der Leitungsnetzstruktur. Zunächst werden Schadensvorgänge und Wirkmechanismen analysiert. Ausgehend davon wird die Verletzbarkeit erdverlegter Leitungen klassifiziert. Diese Daten werden abschließend in ein webbasiertes Simulationstool zur Gefährdungsbeurteilung integriert, welches auch Entscheidungshilfen zur proaktiven Schadensminderung beinhalten soll. Eine anwenderfreundliche Visualisierung soll das Verständnis für die Folgen von Erdbeben auf erdverlegte Infrastruktur verbessern und so auch einen Beitrag zur Risikokommunikation und Vorsorge leisten. Da methodische Grundlagen und anwendungsorientierte Tools geschaffen werden, stärkt das Projekt insgesamt die Geoforschung für Nachhaltigkeit.

Kontakt zur HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg):

Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich
Infrastructural Engineering
Tel.: +49 (0)40/42827-5700
Ingo.weidlich@hcu-hamburg.de

thyssenkrupp Elevator digitalisiert seine weltweite Ersatzteillager-Logistik

* CEO Peter Walker weiht morgen in Madrid erstes hochmodernes,
umweltfreundliches Ersatzteillager ein – die Baukosten betrugen 3,5 Millionen
Euro
* Neues, zentrales Logistikmanagement reduziert Wartezeiten für Ersatzteile um
20 Prozent und spart 10 Prozent aller Autofahrten der Servicetechniker ein
* Smarte Ersatzteildepots auch für Deutschland, Indien, Südamerika und die USA
geplant

thyssenkrupp Elevator weiht morgen in Madrid sein weltweit erstes
„intelligentes“ Ersatzteillager für die Wartung und Reparatur von Aufzügen ein.
Damit kann das Unternehmen den Service für Kunden in Spanien, Portugal und
Italien deutlich verbessern. Als zentrale Verwaltungs- und Lagerstelle
gewährleistet die neue Einrichtung in San Fernando de Henares die vollständige
Verfügbarkeit aller Ersatzteile für Aufzugsbetreiber und optimiert ihre Logistik
durch Smart Data Services, Analyse und Verarbeitung von Echtzeit-Daten. Der
Einsatz anspruchsvoller Datenanalysen trägt dazu bei, Logistikprozesse in nur
einem Drittel der bisherigen Zeit zu bewältigen.

 

Kunden und Aufzugsnutzer profitieren

Erklärtes Ziel von thyssenkrupp Elevator ist es, die urbane Mobilität weltweit
kontinuierlich zu verbessern. Mit der digitalisierten Ersatzteilsteuerung
verfügt das Unternehmen über eine hocheffiziente Lösung, um Aufzüge im
Bedarfsfall schnell wieder in Gang setzen zu können. Ausfallzeiten für Kunden
werden minimiert, da die Ersatzteile rund um die Uhr verfügbar sind und genau
zum richtigen Zeitpunkt beim Servicetechniker eintreffen. Das Ergebnis spricht
für sich: Die Techniker sparen jährlich zehn Prozent der Touren zwischen Kunden
und Niederlassung, da alle benötigten Ersatzteile nun schon beim ersten Besuch
mitgeführt werden. Die Kunden profitieren ihrerseits von der Tatsache, dass
wartungsbedürftige Aufzüge 20 Prozent schneller wieder im Einsatz sind, wenn die
passgenauen Austauschteile den Technikern jetzt ohne lange Bestell- und
Lieferzeiten zur Verfügung stehen.

„Gerade im zeitsensiblen Bereich Mobilität ist Service am wichtigsten“, sagt
Dario Vicario, CEO von thyssenkrupp Elevator Spanien, Portugal und Afrika. „Um
Ausfallzeiten zu minimieren, bedarf es einer wirklich intelligenten und
zeitgemäßen Lösung hinsichtlich Wartung und Ersatzteillieferung. Genau das
bietet das neue Lager in Madrid. Es steht für maximale Effizienz und wird schon
bald auch weitere Länder bedienen.“ Das Pilotprojekt in Madrid soll zentrale
Ersatzteilbasis des Unternehmens für ganz Südeuropa werden. Die
Gesamtinvestition beträgt 3,5 Millionen EUR.

Mit einer Gesamtfläche von 6.853 m², davon 6.253 m² Lagerfläche und 500 m²
Bürofläche, bietet das Pilotprojekt in Spanien Platz für rund 10.000
verschiedene Ersatzteile. Es kann über 1.400.000 Aufträge pro Jahr bearbeiten,
was eine beindruckende Steigerung von 400 Prozent im Vergleich zum bisherigen
System bedeutet.

Dario Vicario fügt hinzu: „Die Digitalisierung ist mehr als ‚nur‘ ein
Transformationsprozess unserer Branche. Sie ist elementarer Teil dessen, was
thyssenkrupp Elevator im Kern ausmacht. Innovation treibt uns an – und die
Kombination intelligenter Daten mit unserer Logistik hilft uns, nicht nur die
Laufzeit von Aufzügen zu maximieren, sondern letztendlich auch, Städte immer
besser und lebenswerter zu machen.“

Im Rahmen der globalen Initiative „Spare Parts Business Excellence“ von
thyssenkrupp Elevator ist das Lager in Madrid das erste zentral verwaltete,
smarte Depot seiner Art weltweit. Ähnliche Einrichtungen sind für verschiedene,
wichtige Knotenpunkte von thyssenkrupp Elevator geplant, darunter in Memphis,
Neuhausen, Shanghai, Porto Alegre und Pune. Im Endeffekt führt das dazu, dass
thyssenkrupp Elevator die Verteilung seiner vielen Aufzugskomponenten auf
derzeit über 10.000 kleine Lagerorte vollständig beenden kann.

 

„Mit dem Ersatzteillager von San Fernando setzen wir einen neuen Standard in der
Aufzugsindustrie“, sagt Ivo Siebers, Leiter der globalen Logistik von
thyssenkrupp Elevator. „Wir optimieren nicht nur unsere Produkte, sondern auch
unsere Abläufe – und gerade bei der Verbesserung der Lieferketten bestand
enormes Potenzial.“

„Lernendes“ Ersatzteillager: Nahtlose Anbindung an präventive Wartung

Um die Ersatzteillager und Tausende von Aufzügen miteinander „sprechen zu
lassen“, wird das neue Lager mit MAX gekoppelt – der vorausschauenden
Wartungslösung von thyssenkrupp Elevator, die bereits bei 120.000 Aufzügen
weltweit installiert ist. MAX überwacht kontinuierlich alle Funktionen. Die von
Sensoren gesammelten Echtzeitdaten werden in die Cloud gesendet, wo sie von
einem lernenden System mit künstlicher Intelligenz analysiert werden. Der
Vorteil für die Kunden: MAX erkennt, welche technischen Komponenten schon bald
gewartet oder ersetzt werden müssen, bevor sie ihren Dienst versagen. Das
erlaubt einen Austausch, bevor der Aufzug auch nur eine Minute außer Betrieb
ist.

MAX ermöglicht nun die perfekte Planung aller anstehenden Anforderungen im
intelligenten Ersatzteillager. Die Synchronisierung des neuen Depots mit MAX
führt zu einer noch nahtloseren Lieferung der passenden Teile an die Techniker.
Der einzigartige Algorithmus von MAX, der mit den mobilen Endgeräten der
Techniker verbunden ist, sendet genaue Diagnosen, hält die Mitarbeiter über den
Wartungs- und Reparaturbedarf bei ihren Kunden auf dem Laufenden und bereitet
sie auf alle Eventualitäten vor.

Nachhaltigkeit oberstes Ziel

Mit diesem Pilotprojekt reduziert thyssenkrupp Elevator die Umweltbelastung und
fördert eine nachhaltigere Lieferkette. Nach Angaben des Intergovernmental Panel
on Climate Change sind rund 5,5 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen
auf Logistikaktivitäten zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund verweist
thyssenkrupp Elevator darauf, dass dank seiner digitalisierten Lagerlogistik
viele Fahrten für den Transport von Ersatzteilen überflüssig werden. Die
Lieferwagen-Flotte des Aufzugsherstellers spart durch die digitalisierte
Lagerlogistik 64 Tonnen CO2 oder umgerechnet 400.000 Fahrtkilometer jährlich –
das entspricht 30 Erdumrundungen. Auch bei der Verpackung der Ersatzteile ist
Umweltfreundlichkeit oberstes Ziel: Alle Materialien sind wiederverwertbar oder
recyclingfähig.

Herausragende Beispiele in Sachen Nachhaltigkeit

BMU und UBA loben den ersten „Bundespreis Umwelt & Bauen“ aus

Hamburg, 23.1.2020 – Alle reden über Nachhaltigkeit – auch die Baubranche. Den
passenden Gesprächsstoff liefert ein Preis, den das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA)
ausschreiben: Mit dem neuen „Bundespreis Umwelt und Bauen“, der 2020 erstmals
vergeben werden wird, wollen die Initiatoren Projekte mit Vorbildcharakter in
puncto Nachhaltigkeit auszeichnen – nicht nur in den klassischen Bereichen
Bestand und Neubau, sondern zudem in fünf weiteren Kategorien. Bewerben können
sich alle Akteure des Baubereichs. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020.
Schirmherrin des Wettbewerbs ist die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze. Unterstützt wird der Wettbewerb von
B.A.U.M. e.V. und dem Öko-Zentrum NRW als Fachpartner.

Der Wunsch von immer mehr Bauherren und Planern, hohen Gebrauchsnutzen und architektonische Qualität mit
Klima- und Umweltschutz zu verbinden, bringt viele spannende Projekte hervor.
Sie belegen am praktischen Beispiel, dass nachhaltiges Bauen über den
Lebenszyklus hinweg betrachtet viele Vorteile bietet – auch im Hinblick auf die
Kosten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Genau da setzt der Bundespreis Umwelt
und Bauen an. Der Preis soll zum einen das Spektrum dessen veranschaulichen, was
heute schon baulich und technisch möglich ist. Zum anderen soll er den
herausragenden Beispielen durch die Prämierung größere Bekanntheit verschaffen
und so zur Nachahmung einladen.“

Professor Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts: „Es geht um
ganzheitliche Lösungen, die die Technik, die Gestaltung des Gebäudes und sein
Umfeld einbeziehen. Einzelvorhaben auf der ‚grünen Wiese‘ werden ausdrücklich
nicht unterstützt. Bei keinem anderen Wettbewerb wird das Zusammenspiel von
Umwelt und Bauen so bewertet, wie im Bundespreis Umwelt & Bauen.“

Über den Bundespreis: Um die Breite des nachhaltigen Bauens zu zeigen, umfasst
der Bundespreis die Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartiere“
und „Nachhaltigkeit und Innovationen“. Besonders im Fokus der ersten beiden
steht die energetische Sanierung von Bestandsbauten, weil hier aus Sicht des
Klimaschutzes der größte Handlungsbedarf besteht.

Neben diesen Wettbewerbskategorien vergeben BMU und UBA noch drei Sonderpreise
für besonders innovative Ansätze. Unter den Stichworten „Resilienz“ und
„Suffizienz“ geht es um die Anpassung an den Klimawandel und um Strategien zur
Verringerung des Ressourceneinsatzes. Auch sollen Bauvorhaben honoriert werden,
die Aspekte der Biologischen Vielfalt in besonderer Weise berücksichtigen und
damit einen substanziellen Beitrag zum Schutz und zur Umsetzung von „Stadtnatur“
leisten. Das dritte Feld „Gebäudehülle & Bauprodukt“ ist für neuartige Lösungen
mit innovativen Materialien und Baukonstruktionen gedacht.

Teilnahmebedingungen: Aufgrund der thematischen Breite sind alle Akteure des
Baubereichs eingeladen, sich zu bewerben: von Bauherren und Bauträgern über
Büros für Architektur, Gebäudetechnik-, Stadt- oder Landschaftsplanung bis hin
zu Herstellern oder Forschungseinrichtungen. Die Ausschreibung richtet sich an
in Deutschland realisierte Bauwerke oder Quartiere in fortgeschrittener Planung;
Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Kategorien sind möglich.

Was die Gewinner erwartet: Den Preisträgern winkt öffentliche Wahrnehmung auf
mehreren Ebenen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 29. September auf
einem von B.A.U.M. e.V. organisiertem Kongress zum nachhaltigen Bauen im
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin, wo
die prämierten Projekte der Fachwelt und den Medien vorgestellt werden. Auch auf
den Websites des UBA und des Bundesumweltministeriums werden die ausgezeichneten
Projekte und ihre Pluspunkte dargestellt – unter anderem in Form von Videos:
Denn zu den preisgekrönten Nachhaltigkeits¬beispielen lässt das UBA Filme
erstellen, die die Gewinner anschließend für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit
nutzen können. Des Weiteren werden alle prämierten Projekte in einem Buch
dokumentiert.

Näheres zu den Teilnahmebedingungen des Bundespreises Umwelt & Bauen und dem
Auswahlverfahren finden Interessenten auf der Website des UBA:
https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-umwelt-bauen-start
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. April 2020.

Energetische Gebäudesanierung: Dachdecker stehen bereit

– Steuerliche Förderung gilt ab 1.1.2020
– 40.000 Euro pro Projekt
– ZVDH-Präsident Bollwerk: Dachdecker sind Klimaschützer

Köln/14. Januar 2020. Kurz vor Jahresende 2019 haben Bundestag und Bundesrat den Steuerbonus für energetische Sanierungen durchgewunken. Damit ist das geänderte Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 wie geplant zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Für Hausbesitzer bedeutet das Steuer-Erleichterungen für zahlreiche Sanierungsmaßnahmen. Der Steuerbonus gilt für 10 Jahre. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) zeigt sich erfreut: „Wir haben ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber dann hat der Bundesrat mit seiner Zustimmung doch noch den Weg frei gemacht für mehr Klimaschutz. Eigenheimbesitzer können sich jetzt über Steuervorteile freuen und Dachdecker über Aufträge, die unser Gewerk zu einem wichtigen Erfüller des Klimaschutzprogramms machen. Nun muss allerdings schnell Klarheit zum Beispiel über die genauen Anforderungen geschaffen werden. Hier darf jetzt nicht wieder nutzlose Zeit für unnötige Bürokratie verschwendet werden. Das Dachdeckerhandwerk steht jedenfalls bereit, für besser gedämmte Häuser zu sorgen!“, macht ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk deutlich.

Konkrete Fördermaßnahmen
Steuerlich gefördert werden zahlreiche energetische Sanierungsmaßnahmen: Sie reichen von der Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken über die Erneuerung der Fenster, Außentüren, Heizungs- und Lüftungsanlagen bis hin zum Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. Auch die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind, fällt unter die Förderung. Der Steuerbonus gilt sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für umfassende Sanierungen. Durchgeführt werden müssen die Sanierungen von einem Fachunternehmen, laut Bundesrat die Gewerke, die in der Anlage A der Handwerksordnung aufgeführt sind und deren Tätigkeitsgebiet die energetischen Maßnahmen umfasst. Beantragt wird der Bonus mit der jährlichen Einkommensteuererklärung.

Mehr KfW-Mittel
Auch das aktuelle Aufstocken der KfW-Fördermittel im Bereich „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ begrüßt der Dachdeckerverband. Der Kreditbetrag steigt laut KfW für Wohngebäude ab 24. Januar 2020 um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Tilgungszuschuss bei der Sanierung zum Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards um 10 Prozent. „Auch das wird helfen, den hohen Energieverbrauch vor allem älterer Gebäude zu senken. Optimal wäre es, pro Jahr zwei Prozent des Gebäudebestands sanieren. Klingt wenig, ist aber schon eine enorme Herausforderung“, macht Bollwerk klar.

Energieberatung
Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für einen Energieberater, die mit bis zu 50 % angesetzt werden können. Voraussetzung ist, dass dieser durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen beauftragt worden ist. Der Berater muss allerdings vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ zugelassen sein. Zwingend vorgeschrieben ist der Einsatz eines Energieberaters für die steuerliche Förderung allerdings nicht.

DEUTSCHES DACHDECKERHANDWERK
Zentralverband

Claudia Büttner
Bereichsleiterin Presse

Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks
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Funktionale Ästhetik – wenn die Leuchten dem Licht den Scheinwerferkegel überlassen

Schön ist manchmal auch, wenn Details unsichtbar bleiben. Ganz nach dem Leitspruch des mittlerweile hundertjährigen Bauhaus kann Architektur im Innen und Außen verstärkt werden, wenn die Form der Funktion folgt. Besonders sichtbar wird dieser Effekt, wenn es um Licht geht. Neben dem strategischen Einsatz von Fenstern oder Lichtschächten übernehmen deshalb immer öfter auch geschickt platzierte Leuchten die Rolle des Lichtspenders. Dank hoch-effizienter LED-Technik fast schon körperlos, verzichten sie oftmals vollständig auf eine eigene Gestalt. Im Mittelpunkt steht reines Licht.

Auf individuelle Bedarfe geht diese Licht-Ästhetik nicht nur in privaten Räumen ein. Relevant sind funktionale Leuchten besonders auch im Arbeitsumfeld. Dort nämlich, wo das persönliche Wohlbefinden einen direkten Einfluss auf die Arbeitsleistung hat. So fällt die dauerhafte gedankliche Konzentration unter tageslichtähnlichen Umständen deutlich leichter als unter pulsierenden Neonröhren oder in Büros mit dem Charakter einer Dunkelkammer. Hinzu kommt, dass sich aktuelle Lichttechnik leicht auf veränderte Rahmenbedingungen anpassen lässt. Im Krankenhaus beispielsweise, fördern variable Lichtfärbungen teils deutlich reduzierte Genesungszeiten. Blautöne regen an, während Rottöne beruhigen. Der Titel der Technologie: Human Centric Lighting.

Aber auch als gestalterisches Element sind funktional-ästhetische Leuchten beliebt. Licht hat die Fähigkeit, Formensprache nicht nur zu zeigen, sondern zu unterstützen. Position, Intensität, Abstrahlwinkel, Lichtspektrum – all dies sind Faktoren, die besondere Attribute des Baus oder des Interieurs erlebbar machen. Ungebrochen ist dieser Effekt allerdings nur, wenn die Leuchte selbst nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein weiterer stilistischer Vorteil ist die neue Flexibilität dieser Leuchtengattung. Das Licht-Portfolio ist so groß, dass in ein und demselben Raum Szenarien möglich sind, die gleisendes Sommerlicht genauso erfolgreich imitieren wie voluminöse Sonnenuntergänge oder pudrige Höhennebel. Unter dem Top-Thema „Fascinating“. setzt die Light + Building 2020 eine Reihe von Licht- und Leuchten-Design-Themen in Szene. Dazu zählt auch „Funktionale Ästhetik“. Das Thema fokussiert auf Leuchten, die selbst zu Gunsten des Lichts in den Hintergrund treten.

Vom 8. bis 13. März 2020 bildet die Light + Building unter anderem für Architekten, Interieur-Gestalter und Planer einen internationalen Lichtpunkt. Neben Design spielt Vernetzung und damit die Digitalisierung des Lichts – als dynamisches Element innerhalb des intelligenten Gebäudes – eine tragende Rolle. Erlebbar wird dieser Trend auch auf dem Sonderareal des ZVEI. Dort geht es auch um LaaS – Light as a Service. Hier demonstriert der ZVEI den Wirkungsgrad von Dienstleistungen in der Licht-Branche. LaaS lässt Licht zu einem Service-Gut werden, wie Leihfahrzeuge, Leasing-Drucker oder Miet-Büros es heute schon sind. Insbesondere gegenüber professionellen Klienten können Lichtanbieter so einen sekundären Umsatzstrang erschließen. Das Areal erhält zur Light + Building 2020 eine repräsentative Fläche in der Halle 3.0 auf dem Frankfurter Messegelände. Parallel dazu präsentiert die Light + Building das Trendforum in der Halle 6.2. Dafür hat das Stilbüro bora.herke.palmisano. im Auftrag de Weltleitmesse weltweit Formen, Farben und Materialien recherchiert, die Verbraucher in Zukunft begeistern werden. Im Trendforum ordnen die Stilanalysten die Zukunft des Wohnens in drei Szenarien – „Organic Sculptures“, „Studied Masterpieces“ und „Inventive Collages“.

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