Kategorie: Aktuelles

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Ausgabe 5_6 2019

 

 

Ansorg installiert neue Führungsspitze

Matthias Hummel (53) hat mit Wirkung zum 1. August 2019 die Funktion als CEO bei der Ansorg GmbH übernommen. Bereits einen Monat zuvor führte es Tim Schnieder (38) als COO zum Lichtexperten aus Mülheim an der Ruhr. Nach Angaben der Neuzugänge haben sich die Manager für eine starke Marke entschieden. „Wir bringen unsere Erfahrung ein, um Ansorg zu einem international führenden Retail-Licht-Experten weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Matthias Hummel und ergänzt: „Überall auf der Welt möchten unsere Kunden individuell und auf höchstem Niveau bedient werden – heute und morgen.“ In Zeiten einer im Lichtmarkt vorherrschenden kontinuierlichen Veränderungsdynamik werde Matthias Hummel seine kompromisslose Serviceorientierung sowie seine internationale und über 25 Jahre aufgebaute Retailexpertise einbringen. So entwickelte er bereits die Vizona GmbH zu einem führenden internationalen Ladenbau-Spezialisten. Im Rahmen seiner auf verschiedenen Kontinenten gesammelten umfänglichen Supply-Chain-Erfahrungen werde Tim Schnieder als neuer COO seinen Beitrag zur Weiterentwicklung von Ansorg leisten. Hierfür bringt er verschiedenste Expertisen wie ein ausgeprägtes Projektmanagement-Knowhow, Kenntnisse über die Implementierung von Internationalisierungsstrategien sowie ein detailliertes Prozessoptimierungswissen ins Unternehmen ein.

Einen Ausblick auf die Zukunft des Retail-Lichts wird es praxisnah auf der anstehenden internationalen Handelsmesse EuroShop Anfang 2020 in Düsseldorf geben. „Im Retail spielt das Licht zur Emotionalisierung der Einkaufserlebnisse eine wichtige Rolle. Das reale Erlebnis von Marken im Raum ist heute entscheidend. Etwas, das ich erlebe, beeinflusst mich emotional viel tiefer als eine Ware, die ich kaufe. Und das Licht ist der Schlüssel dazu“, konstatiert Tim Schnieder erwartungsfroh.

Der heutige COO, Tim Schnieder, studierte vor seinem Berufseinstieg Maschinenbau in Osnabrück und schloss seine Hochschulausbildung mit Abschlüssen im Ingenieurswesen und Management an der englischen Coventry University in West Midlands ab. Nach dem Studium wechselte er 2007 zu Philips, wo er im Supply Management verschiedenste Funktionen im internationalen Umfeld übernahm. Im Jahr 2017 übernahm Schnieder als Head of Procurement die Leitung für den Bereich Innovation & Strategy. Seit Juli 2019 kann Tim Schnieder seinen breit gefächerten Erfahrungsschatz in eine weitere Internationalisierung der Supply Chain und eine stetige Prozessoptimierung bei Ansorg einbringen.

Der neue CEO, Matthias Hummel, ist gebürtiger Freiburger und begann seine Karriere 1992 nach seinem Holztechnik-Studium in Rosenheim in der Holzindustrie. Nach zwei Stationen startete der Ingenieur 1995 als Ladenbau-Projektmanager und Bereichsleiter innerhalb der Vitrashop durch, um im Jahr 2004 Geschäftsführer der Vizona GmbH zu werden und im weiteren Verlauf die Verantwortung für die gesamte Vizona Gruppe zu übernehmen. Auch mit dem aktuellen Wechsel in die Geschäftsführung von Ansorg bleibt Matthias Hummel der Unternehmensgruppe treu.

Umdenken in der Wohnungspolitik?

Wissenschaftler*innen veröffentlichen Eckpunkte für ökonomisch effiziente, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Maßnahmen

Steigende Mieten sind nicht nur in Berlin, sondern in vielen deutschen Groß- und Universitätsstädten ein kritisches Thema. Die Politik reagiert mit Mietpreisbremsen und einem Mietendeckel und schafft dabei neue Ungerechtigkeiten. Eine ökonomisch effiziente, sozial gerechte, und ökologisch nachhaltige Wohnungspolitik sollte sich hingegen auf das gestiegene Preisniveau einstellen, die Menschen bei der Bildung von Wohneigentum unterstützen und die Ausweitung des Wohnungsangebots durch Verdichtung gering verdichteter städtischer und stadtnaher, gut erschlossener Gebiete anstreben. Dies sind zentrale Botschaften eines Sonderhefts zum Thema Wohnungspolitik in dem führende deutschsprachige Stadt- und Immobilienökonomen aus dem In- und Ausland zu Wort kommen. Das Sonderheft „Wohnungspolitik“ der Zeitschrift für Immobilienökonomie wurde von Dr. Gabriel Ahlfeldt, der an der London School of Economics und an der TU Berlin Stadtökonomie lehrt, Dr. Konstantin Kholodilin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung und NRU Higher School of Economics St. Petersburg und Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Universität Hamburg, herausgegeben.

Für das Sonderheft haben die Herausgeber deutschsprachige Experten in- und ausländischer Institutionen eingeladen, die sich durch robuste Forschung auf internationalem Niveau eine ausgewiesene wissenschaftliche Reputation erarbeitet haben. Das Ergebnis sind elf Beiträge, die zu aktuellen Themen der Wohnungspolitik den internationalen Stand der Forschung zusammenfassen und relevante Politikimplikationen allgemeinverständlich herausarbeiten. In ihrem Nachwort fassen Gabriel Ahlfeldt und Wolfgang Maennig die gesammelten Expertenmeinungen zu sechs Eckpunkten für eine ökonomisch effiziente, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Wohnungspolitik zusammen.

„Steigende Kaufpreise und Mieten in deutschen Groß- und Universitätsstädten sind vor allem ein Abbild deren zunehmenden Attraktivität. Eine akute Gefahr einer Blasenbildung auf Immobilienmärkten ist deshalb aktuell nicht gegeben. Mit einem kurzfristigen Rückgang ist nicht zu rechnen. Märkte und Politik sollten sich auf das gestiegene Preisniveau einstellen“, so Dr. Gabriel Ahlfeldt. Wohneigentum ist nach dieser Zusammenfassung der wirksamste Schutz vor steigenden Immobilienpreisen und ein effektiver Weg zur Vermögensbildung. Das erforderliche Eigenkapital stellt jedoch insbesondere für junge Menschen eine Hürde da. Die Politik sollte daher bei der Beschaffung von Eigenkapital unterstützen, zum Beispiel durch ein Kreditprogramm der KfW. Mietpreisbremsen und Mietdeckel schaffen dagegen neue Ungerechtigkeiten. Sie schützen immobile Mieter und benachteiligen mobile Mieter und junge Familien, die eine andere oder größere Wohnung benötigen. Damit führen sie zu längeren Pendlerwegen, die ökologisch nicht nachhaltig sind. Zudem wirken die Bremsen vor allem im oberen Mietsegment und nutzen somit den einkommensstärkeren Mietern, so die Autoren.

Nach ihrer Zusammenstellung der aktuellen Forschung wird Wohnungsknappheit insbesondere ausgelöst, wenn Baugenehmigungen zu restriktiv gehandhabt werden, wohingegen eine angemessene großzügige Genehmigungspolitik das Preiswachstum und Preiszyklen abschwächen könne. Weitere Schwerpunkte legen die Autoren auf eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Verdichtung gering verdichteter städtischer und stadtnaher Gebiete sowie eine Grundsteuer, die auf Grundlage transparent ermittelter Bodenwerte erhoben wird, welche den tatsächlichen Marktwerten entsprechen.

Die zusammenfassenden sechs Punkte für eine ökonomisch effiziente, sozial gerechte, und ökologisch nachhaltige Wohnungspolitik in Deutschland sind unter folgendem Link abrufbar: https://link.springer.com/article/10.1365/s41056-019-00042-z

Bau- /Bauzulieferindustrie: Trendometer 2020

Was sind die angesagten Themen im Bereich Bau-/Bauzulieferer im Jahr 2020?
Auf einer Skala von 1-10: Welche Trends scheuchen die Player aus ihrer Komfortzone, welchen „Impact“ haben sie auf die Branche?

W&P Branchenexperte Florian Kaiser wagt eine Prognose – im Trendometer 2020.

Digitale Revolution der Wertschöpfungskette Bau – IMPACT 10
Die sich bereits klar abzeichnende Digitalisierung der Wertschöpfungskette-Bau bedeutet eine regelrechte Revolution für die Spieler. Denn digitales Bauen führt zu veränderten Rollen sämtlicher Teilnehmer an der Wertschöpfungskette: vom Hersteller, über Planer, Verarbeiter bis hin zur Vermarktung und Nutzung des Objekts. Für jede Stufe stellen sich neue Herausforderungen und Anforderungen – und es entstehen neue Chancen. So können Hersteller viel direkter und effizienter mit der Baustelle interagieren, JIT und JIS – bekannt aus dem Automobilbau – eröffnen neue Optionen. Dies wiederum führt zu einer notwendigen Neupositionierung der Handelsstufe und Entstehen von Plattformen. Planungsteams ändern sich, die frühzeitige Vermarktung von Objekten wird durch virtuelle Rundgänge, Varianten und Bemusterungen unterstützt. Auch im Facility Management realisieren effizienterer Betrieb und Instandhaltung signifikante Effizienzsprünge. Hierfür rechtzeitig und konsequent strategische Antworten zu formulieren entscheidet über die Zukunftsfähigkeit der Player!

Absatz und Ertragsdruck für Hersteller – IMPACT 9
Das Handwerk hat volle Auftragsbücher, Grundstücke sind Mangelware, Projekte verzögern sich – diese Engpässe schlagen absehbar auf den Absatz der Hersteller durch. Zudem fokussieren sich die Verarbeiter auf eher margenarme Standartlösungen und haben keine Ambition neue, anspruchsvolle System der Hersteller zu verarbeiten. Für die vertriebliche Bearbeitung durch die Hersteller sind die Verarbeiter derzeit nur schwer zu begeistern, sie haben schlicht kein Ohr. Resultierender Margendruck und Absatzdruck auf Seiten der Hersteller wird die Folge sein. Mögliche Antworten liegen in der Optimierung von Go-to-markt und Targeting, der Effizienzsteigerung, Formen der Diversifikation und der Internationalisierung.

Modularisierung und Vorfertigung – IMPACT 8
Der Großteil der Baustellen ist auch heute noch von stark handwerklichen, wenig standardisierten Prozessen geprägt. Effizienz, Ausführungsqualität, Bauzeiten, Limitationen bzgl. Platz und Witterung sind nur einige Herausforderungen die es täglich zu meistern gilt. Eine Antwort darauf ist die Modularisierung und Vorfertigung von Elementen bis hin zu vollständigen Funktionseinheiten. Bereits heute sind komplexe Betonfertigteile, Fassadenmodule, vorkonfektionierte Systeme aus der Gebäudetechnik, ganze Funktionseinheiten wie Bäder oder Zimmer sowie Fertighäuser und gewerbliche Modulbauten punktuell häufig anzutreffen. Treiber dieser Entwicklung sind übergeordnet auch die Megatrends demographischer Wandel, Nachhaltigkeit und Urbanisierung. Vor dem Hintergrund der genannten Limitationen, knapper Kapazitäten und der Digitalisierung der Branche wird Modulbau zukünftig deutlich dynamisch an Bedeutung gewinnen. Welchen Einfluss hat dies auf die Teilnehmer der Wertschöpfungskette? Wie verändern sich Wettbewerbsstrukturen? Genau darauf sollten sich Unternehmen heute bereits vorbereiten und strategische Antworten entwickeln.

Customer Journey der Zielgruppen und Datenmodelle 2020+ – IMPACT 8
Heterogene Datenstrukturen und Systeme, kein einheitlicher Blick auf Markt, Produktion und Zielgruppen: Diese Situation ist bei Herstellern häufig anzutreffen. Doch wie soll ein effizienter Blick auf die Zielgruppen und deren Customer Journey gelingen, wenn Informationen auf drei, vier verschiedene System verteilt sind oder schlichtweg nicht vorhanden sind? Das ist nur mit einem zukunftsfähig konzipiertem Datenmodell und einer konsequenten systemseitigen Abbildung möglich. Wer seine Zielgruppe und deren Customer Journey tatsächlich kennt und gestaltet, den Ressourceneinsatz zur Zielgruppenbearbeitung konsequent steuert und optimal allokiert, steigert seinen Markterfolg messbar und dauerhaft.

Bewerbungsphase für ersten digitalBAU Startup 2020 Award startet

  • digitalBAU Startup 2020 Award prämiert innovative Lösungen aus dem Baubereich
  • Wildcards für die ersten drei Finalteilnehmer auf StartupCon vergeben

Premiere für die digitalBAU — Premiere für den digitalBAU Startup Award: auf der neuen Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche wird erstmals der digitalBAU Startup Award verliehen. Zukunftsweisende und innovative Start-ups können sich bis zum 15. Dezember 2019 online bewerben. Im Finale dabei sind bereits drei Wildcard-Gewinner, die auf der diesjährigen StartupCon überzeugen konnten. Unterstützt wird der Award durch Branchengrößen wie GIRA.

Vom 11. bis 13. Februar 2020 findet erstmals die digitalBAU in Köln statt. Auf der Fachmesse, veranstaltet von der Messe München und dem Bundesverband Bausoftware (BVBS), präsentieren sich über 140 Unternehmen. Daneben ist ein umfangreiches Programm geplant: drei Fachforen behandeln die Top-Themen der Branche. Ein weiteres Highlight: erstmals wird vor Ort der digitalBAU Award für aussichtsreiche Start-Ups vergeben. Matthias Strauss, Projektleiter der digitalBAU freut sich: „Die Zukunft des Bauens hängt maßgeblich von der Entwicklung der Bausoftwarebranche ab. Deshalb schließen wir bewusst Start-Up-Unternehmen mit ein, die oftmals eine ganz neue Herangehensweise an Herausforderungen haben. So bieten wir diesen jungen Unternehmen eine Plattform für ihre Innovationskraft.“

digitalBAU Startup Award: Innovationen auf globaler Ebene vorantreiben

Bis zum 15. Dezember können sich Start-Ups aus den Bereichen Planung, digitales Handwerk, Prozess, Neugeschäft, BIM & HOAI, Smart Home, Smart Building, Data to Building, digitale Lieferkette, Plattformen, Bau, digitale Mitarbeiter, Green Tech, AR/VR sowie digitale Lösungen für die Bauindustrie online bewerben.

Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine Jury aus internationalen Experten und Investoren zehn Finalisten, die auf der Main Stage der digitalBAU ihr Geschäftsmodell oder Produkt pitchen. So sammeln die Teilnehmer bereits wertvolle Geschäftskontakte. Der Gewinner wird nach den Pitches durch die Jury auf der Messe bestimmt.

Als Gewinn winken Pitches vor potenziellen Unternehmen, globalen Marken und Investoren sowie ein kostenloser Stand auf der StartupCon 2020. Zudem erhält der Gewinner kostenlose Marketing- und Medienpakete zur Bewerbung seiner Idee.

Zertifizierungen legen die Messlatte für nachhaltiges Bauen

Das dänische Architekturbüro Henning Larsen Architects arbeitet während des gesamten Entwurfsprozesses systematisch an Zertifizierungen, wenn ein Gebäude ein nachhaltiges Gütesiegel erhalten soll.

Lesen Sie unser Interview mit Martha Lewis, Architektin und Head of Materials bei Henning Larsen. Sie berichtet, welche Anforderungen in der Arbeit an Zertifizierungen erfüllt werden müssen – und welchen wichtigen Nutzen das Architekturbüro daraus zieht.

Weitere Infos gibt es hier

Spielen und Entdecken mit dem Kaldewei Online-Adventskalender

24 Spiele lösen, Neues entdecken und einen von drei Hauptgewinnen abräumen

KALDEWEI, Ahlen, im November 2019 – Bei Kaldewei weihnachtet es: Mit dem Online-Adventsgewinnspiel versüßt der Premiumbadhersteller wieder mit 24 spannenden Rätseln, Spielen und Entdeckungen die Vorweihnachtszeit.

Jeden Tag gibt es frei nach dem Motto „Adventszeit, die schönste Zeit für kleine Freuden“ unter www.kaldewei-christmas.com eine andere Herausforderung zu
lösen. Wer einmal teilgenommen hat, dem winkt am 24. Dezember die Chance auf einen von drei hochwertigen Hauptgewinnen.

Neu in diesem Jahr: Teilnehmer tauchen beim Rätseln und Spielen jede Woche in eine andere Kaldewei Themenwelt ein und können besondere Wochenpreise abräumen.

Eine GoPro HERO7 Black Action Kamera, eine Bose Soundbar 700 und eine KitchenAid 4,8 L ARTISAN Küchenmaschine warten als Hauptgewinne am
Weihnachtsabend auf die glücklichen Gewinner. Wenn es heißt: an der Themenwoche teilnehmen und die Chance auf zusätzliche Gewinne sichern, können Installateure, Großhändler, Architekten, Planer und Bauherren zudem in den Themenwelten mehr denn je den Herzschlag von Kaldewei spüren und sich am Ende mit Glück über einen attraktiven Wochenpreis freuen.

Nichts verpassen – mit den Kaldewei News immer informiert
Liebhaber der Kaldewei Duschflächen, Badewannen und Waschtische erfahren in den Themenwelten mehr über das einzigartige Material, aus dem alle Kaldewei Badlösungen gemacht sind, sehen, wie Nachhaltigkeit bei Kaldewei gelebt wird und welche Lösungen Kaldewei für die Duschträume von Kunden bereithält. Inspiration pur für die Gestaltung von Bädern, die für die Zukunft gemacht sind. Wer keine Themenwoche verpassen möchte, der kann sich auf www.kaldewei-christmas.com
für die Kaldewei News anmelden. Der Newsletter informiert über aktuelle Kaldewei Themen, Tipps und Tricks für die Montage sowie exklusive Events und Aktionen.

Startschuss für die Boris Becker International Tennis Academy im Rhein-Main-Gebiet

ARGE Baurecht verleiht Nachwuchsförderpreis

Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein verlieh zum zweiten Mal ihren mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis „Summa cum Bau“. Die Auszeichnung ehrt Dennis Frei als besten Absolventen der Zusatzqualifikation Privates Baurecht der Philipps-Universität Marburg. Der Preis wurde im Rahmen der 54. Baurechtstagung am 8. November in Frankfurt übergeben.

„Angesichts der bekannten Nachwuchsprobleme, die alle Kanzleien betreffen, ist es uns besonders wichtig, Studierende und Absolventen frühzeitig zu unterstützen und zu fördern“, sagt Rechtsanwältin Dr. Birgit Franz. In ihrer Laudatio würdigte die stellvertretende Vorsitzende der ARGE Baurecht die Abschlussarbeit des Preisträgers zum Thema „Öffnungsklauseln in der VOB/B unter Geltung des neuen Bauwerkvertragsrechts“. Dem Verfasser sei es gelungen, juristische Theorie und Praxis bei einem ausgesprochen praxisrelevanten Thema miteinander zu verbinden. „Die Lektüre der Arbeit kann jedem ‚gestandenen‘ Baujuristen nur empfohlen werden. Die ARGE Baurecht schließt sich daher der Beurteilung der Philipps-Universität Marburg 2019 und Herrn Professor Dr. Wolfgang Voit sehr gerne an“, betont Franz.

„Summa cum Bau“ zeichnet alle zwei Jahre Absolventen baurechtlich spezialisierter Studiengänge in Deutschland aus. Mit dem neu geschaffenen Preis unterstreicht der größte Zusammenschluss von Baurechtsanwälten in Europa seine Ambitionen, den Nachwuchs gezielt anzusprechen und zu fördern. Bereits Ende 2016 gründete die ARGE Baurecht dazu die „Arbeitsgruppe junge Baurechtler“, deren Mitglieder sich der Kernfrage widmen, wie junge Juristinnen und Juristen erreicht und unterstützt werden können.

Der gelungene «Balance»-Akt der Tÿpo St. Gallen 2019

Der gelungene «Balance»-Akt der Tÿpo St. Gallen 2019

St. Gallen, 11. November 2019 – In der Buchstadt St. Gallen traf sich die Szene der Gestalter und designaffinen Menschen erneut zur Tÿpo St. Gallen. Bereits zum fünften Mal fand das dreitägige Typografie-Symposium unter der Leitung der Schule für Gestaltung St. Gallen (GBS) statt. Das Tagungsthema «Balance» sorgte unter den rund 300 Fachexperten für einen angeregten Austausch über das Gleichgewicht im Berufsfeld der gestalterischen Arbeit.

Die fünfte Neuauflage der Tÿpo St. Gallen – dem Branchentreff der Gestalter, der weit über die Ostschweizer Grenzen höchstes Ansehen geniesst – widmete sich voll und ganz dem Thema «Balance». Was ist eine gute Balance? Wie ist diese zu erreichen? Wie ist es möglich, im Wirbel des bewegten Berufsalltags Balance zu halten? Das dreitägige Typografie-Symposium wurde von der Schule für Gestaltung St. Gallen organisiert und wollte neben diesen Fragen einen Begegnungsraum für einen lebendigen Austausch unter Gleichgesinnten schaffen. Es fand vom 8. bis 10. November 2019 statt.

Der «Balance»-Akt der Gestalter

Insgesamt 25 Fachreferenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden und England setzten sich an der diesjährigen Tÿpo St. Gallen mit dem Tagungsthema Balance auseinander. Dabei gaben sie offene und ehrliche Einblicke in ihre Arbeiten und Projekte. Am Freitag verrieten die beiden freiberuflichen Designer Sabine und Hans Bockting ihre ganz persönlichen «Gesetze des Dschungels». Diese hatten sie während ihrer jahrelangen Zusammenarbeit für sich erstellt – ganz nach dem Motto: fressen oder gefressen werden. Grafikerin Monika Malsy designte für den Künstler Elger Esser zwischen 1998 und 2018 insgesamt zehn Bücher. An der Tÿpo St. Gallen gab sie einen sehr intimen Einblick über den Balance- Akt ihrer privaten und beruflichen Beziehung und wie sich Gestalterin und Künstler über die Jahre entwickelt haben. Ein weiteres Highlight war die öffentliche Vorstellung der Publikation Max Koller von Herausgeber Jost Hochuli, während derer der Saal der Aula bis auf den letzten Stehplatz besetzt war.

Tÿpo St. Gallen 2019r«Balance»r8.–10. November 2019 rtypo-stgallen.ch rrWer in der Gestaltung tätig ist, trifft täglich Entschei­dungen: über Farben, Formen und Ideen, Propor­tionen, Form und Funktio­nalität, über ein Zuviel oder ein Zuwenig. Wir kommuni­zieren, verhandeln, konzi­pieren, kompo­nieren, ver­schie­ben, fixieren, ent­wickeln, ent­werfen, betonen, streichen, reali­sieren – ein einziger verwegener Tanz, ein Ringen um Balance! Und schon vor der konkreten Design­aufgabe geht es darum, ein Gleich­gewicht herzu­stellen: zwischen Kunden und Partnern, in der Planung und Koordi­nation, bezüglich Zeit und Geld, Konzept und Umsetzung, Schnaps und Idee … Im Wirbel des bewegten Berufs­alltags ist es nicht einfach, Balance zu halten!rrDie 5. Ausgabe der Tÿpo St. Gallen stellt das Thema Balance in den Mittel­punkt. Was ist das überhaupt, eine gute Balance? Wie ist sie zu erreichen? Einfache Rezepte, starre Regeln oder Binsen­weis­heiten erweisen sich meist als unbrauchbar. Was bewährt sich im Strom all jener Prozesse, die unsere Alltage, Projekte, Ideen und Vorhaben durch­kreuzen? Diese Fragen stellt die Tÿpo St. Gallen ihren Sprecher­innen und Sprechern.rrDie Tÿpo St. Gallen versteht sich als Forum für Fach­leute und design­affine Menschen, sucht und fördert den Aus­tausch von Referie­renden und Publikum. Neben Referaten gibt es viel Zeit für Gespräche und ein inspirie­rendes Rahmen­programm. Kommen Sie vom Freitag, 8. bis Sonntag, 10. November 2019 zu uns nach St. Gallen und halten Sie mit uns die Balance.

Am Samstag erzählte Jacques Le Bailly von den vielen Möglichkeiten der neuen Font-Technologie «Variable Fonts», die er für Google erstellt. Mireille Burkhardt überraschte mit wunderschönen haptischen Arbeiten, in denen viel Herzblut steckt. Ein Highlight war der Vortrag von Andreas Uebele. Er faszinierte mit seinem wortgewaltigen Vortrag auf sehr sympathische Art und Weise und liess in die Höhen und Tiefen des Arbeitsalltags blicken. Am Sonntagmorgen bekamen die Besucherinnen und Besucher im Sitterwerk einen einzigartigen Einblick in das Arbeitsarchiv von Jost Hochuli. Angela Kuratli, Roland Früh und Corina Neuenschwander, Martin Leuthold, Jonas Niedermann und Roland Stieger stellten je einen Arbeitsbereich aus dem Schaffen von Jost Hochuli vor.

Zum fünften Mal ein Erfolg

Eine ausgewogene Bilanz ziehen die Veranstalter des GBS. Mit rund 300 verkauften Tickets war die Veranstaltung erneut bis auf den letzten Platz ausverkauft. Kathrin Lettner, Abteilungsleiterin der Schule für Gestaltung St. Gallen schaut zufrieden zurück: «Ich geniesse es immer wieder, im Kreis von so vielen Interessierten zu sein, die sich Zeit nehmen, um sich vertiefend mit Typografie zu beschäftigen. Mich begeistert es jedes Mal von neuem, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind, aber wie «gleich» doch die Quelle, aus der sie gespiesen werden: Herzblut nämlich. Typografie vermittelt Inhalt und Inhalt ist doch unser Leben!» Auf die Frage, ob es 2021 erneut eine Tÿpo St. Gallen gibt, meint Kathrin Lettner zudem: «Ja, selbstverständlich! Wir freuen uns auf das neue Thema, den Referentenmix und ein tolles, inspirierendes Symposium 2021.»

https://www.typo-stgallen.ch/

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