Kategorie: Events

Verschoben!

Die Messe Dortmund GmbH verschiebt aus wichtigem Grund die für den Zeitraum vom 9. bis 10. Juni 2021 geplante

Fachmesse acoustex auf den 24. bis 25. November 2021.

 

Damit reagiert die Messe Dortmund GmbH auf die anhaltende Corona-Pandemie und insbesondere auf die jüngsten Entwicklungen und Perspektiven für die nächsten Monate. Diese haben eine nachhaltige Auswirkung auf die erfolgreiche Durchführung einer Fachmesse. Unser wichtigstes Anliegen ist eine für alle Beteiligten sichere und erfolgreiche acoustex.

 

Mit dieser Verschiebung schaffen wir Planungssicherheit für Aussteller und Besucher gleichermaßen.

 

Wir freuen uns darauf, Sie vom 24.- 25.11.2021 zur acoustex in Dortmund zu begrüßen

KONTEXT, KONTRAST, KONTINUITÄT Herausragende Welterbestätten des 20. Jahrhunderts – Welche Chancen und Herausforderungen sehen Bewohner*innen?

KONTEXT, KONTRAST, KONTINUITÄT

Herausragende Welterbestätten des 20. Jahrhunderts – Welche Chancen und Herausforderungen sehen Bewohner*innen?

Dienstag, 6. April 2021 – Livestream – 19 Uhr CET/20 Uhr IDT

Was könnten die Siedlungen des Neuen Frankfurts und der Berliner Moderne und die Weiße Stadt in Tel Aviv mit dem Opera House in Sydney gemeinsam haben – außer, dass es Gebäude des 20. Jahrhundert sind? Wie sieht das heutige Leben in den Siedlungen aus, die einst als modern und besonders beliebt galten? Wie findet man zusammen, wenn man in einem denkmalgeschützten Gebäude oder sogar in einem Weltkulturerbe lebt und dieses Umfeld an die heutigen Bedürfnisse anpassen möchte? Welche Einschränkungen, Herausforderungen und Vorteile gibt es? Wo ist besondere Sorgfalt geboten? Auch Weltkulturerbestätten sind lebende Organismen, die sich weiterentwickeln können, Veränderungen erfahren dürfen.

Diesen Themen wollen wir im Rahmen unserer nächsten digitalen Diskussions- und Vortragsveranstaltung von “Kontext, Kontrast, Kontinuität” mit Bewohner*innen, Architekten*innen und Denkmalpfleger*innen nachgehen. Hierzu sprechen wir mit Menschen, die sich in besonderem Maße um den Denkmalschutz vor Ort kümmern und uns ihre Projekte und ihre Erfahrungen präsentieren: Gäste und Experten sind Ben Buschfeld, Bewohner der Hufeisensiedlung in Berlin und Cornelius Boy aus der Frankfurter Ernst-May-Siedlung in Praunheim sowie aus Israel Architekt Brad Pinchuk, der in der Weißen Stadt Tel Aviv lebt und von Australia ICOMOS, als Expertin für das Opera House in Sydney, Sheridan Burke.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 

Teilnahme über Facebook:
www.facebook.com/architekturmuseum

Teilnahme über YouTube: 
Deutsches Architekturmuseum DAM – YouTube

 

Sammeln Sie Fortbildungspunkte?
Dann nehmen Sie bitte über Zoom teil:https://zoom.us/webinar/register/WN_h5tHnYjkQ0ml_wC2obpnKA

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Webinar.

 

Kontext, Kontrast, Kontinuität – Erhalt des kulturellen Erbes und Stadtentwicklung

Die Veranstaltungsreihe „Kontext, Kontrast, Kontinuität – Erhalt des kulturellen Erbes und Stadtentwicklung“ setzt sich im Format von internationalen Onlinediskussionen mit dem Thema Denkmalschutz in wachsenden Metropolen und Großstädten auseinander. Wie können historisch gewachsene, sensible Stadtstrukturen oder auch Einzelbauten dem Druck der Immobilienwirtschaft, dem Wohnungsmarkt oder auch anderweitigen Veränderungen standhalten? Was tun Städte, die Politik und die Gesellschaft um das kulturelle Erbe zu schützen? Wie können bestehende Bauten in die Entwicklungen integriert und ergänzt werden? Diesen und anderen Fragen widmen sich Wissenschaftler*innen und Akteure aus Israel und Deutschland.

Kontext, Kontrast, Kontinuität entstand in Kooperation zwischen dem Liebling Haus – White City Center (Tel Aviv Yafo), dem Deutschen Architekturmuseum und der ernst-may-gesellschaft (Frankfurt am Main) sowie ICOMOS und Do.Co.Mo.Mo Deutschland und Israel. Die Reihe ist Teil der 40. Jubiläums der Städtepartnerschaft Tel Aviv Yafo und Frankfurt am Main und wird im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus – Aufwertung der Siedlungen des Neuen Frankfurt“ gefördert.

Die weiteren Termine der Reihe sind:

6. Mai 2021, 19 Uhr

Die Rolle des weiblichen Architekten und feministische Architektur in der Moderne und heute

 

10. Juni 2021, 19 Uhr

Vom Kampf um die Dächer zu nutzbaren Dächern – vom Umgang und Nutzen der fünften Fassade

 

8. Juli 2021, 19 Uhr

Die Entwicklung der Moderne und die gesellschaftliche Wahrnehmung heute

FENSTERBAU FRONTALE 2022: Schon 480 Aussteller angemeldet

Die FENSTERBAU FRONTALE verzeichnet ein Jahr vor dem Veranstaltungstermin Anmeldungen von 480 Ausstellern aus 33 Ländern. Mit über 50.000 m² sind bereits 80 Prozent der verfügbaren Netto-Standfläche in den elf Messehallen belegt. Neu ist die Tagefolge: Die Weltleitmesse für Fenster-, Tür- und Fassadenbau findet von Dienstag, 29. März bis Freitag, 1. April 2022 statt – wie gewohnt parallel zur HOLZ-HANDWERK.

„Den Samstag in der Tagefolge des Messeverbunds durch einen Wochentag zu ersetzen, war schon lange ein Wunsch der Branchen, wie Befragungen der Aussteller und Besucher ergaben“, erklärt Elke Harreiß, Leiterin FENSTERBAU FRONTALE. „2022 setzen wir dies erstmals um. Für Auf- und Abbau werden den Ausstellern mindestens genauso viele Tage wie gewohnt zur Verfügung stehen.“

Mit den Rückmeldungen der Aussteller zum aktuellen Zeitpunkt ist Elke Harreiß sehr zufrieden: „In den Gesprächen spüren wir Zuversicht und Vorfreude auf die Messe – trotz oder gerade wegen der anhaltenden Corona-Pandemie. Der Wunsch, sich persönlich zu treffen und auszutauschen, bleibt hoch. Dies unterstreicht der aktuelle Anmeldestand: Verglichen mit dem selben Zeitraum der Vorveranstaltung stehen wir bei 89 Prozent der gebuchten Fläche.“ Das FENSTERBAU FRONTALE-Team plant die Veranstaltung entlang der derzeit geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften und mit ergänzenden, digitalen Komponenten, um Ausstellern und Besuchern aus aller Welt einen Mehrwert zu bieten. „Das Interesse an Onlineformaten ist innerhalb eines Jahres stark gestiegen. Digitale Informations- und Weiterbildungsangebote sind nicht mehr wegzudenken und werden auch nach der Pandemie wichtig bleiben. Als Weltleitmesse ist es unser Anspruch, unser Programm entsprechend breit und zukunftsgerichtet aufzustellen.“

Vernetzt bleiben mit der FENSTERBAU FRONTALE

Dazu gehört auch das Angebot mit dem Motto „FENSTERBAU FRONTALE connected“: Um für alle Branchenbeteiligten die Zeit bis zum nächsten Messetermin zu überbrücken, bündelt die FENSTERBAU FRONTALE relevante Informationen im Netz. So sind in der Aussteller- und Produktdatenbank nach wie vor alle Profile und Kontaktdaten der für die FENSTERBAU FRONTALE 2020 angemeldeten Unternehmen abrufbar. Der FENSTERBAU FRONTALE Newsroom bietet regelmäßig neue Inhalte aus der Branche. Und auch in den Social Media Kanälen der Messe werden neben Informationen zu den Messevorbereitungen kontinuierlich Neuigkeiten geteilt und unter den Hashtags #FFconnected und #bridgingthegap gebündelt. Alle Informationen finden sich unter www.frontale.de/de/bridgingthegap

Die FENSTERBAU FRONTALE in den sozialen Medien:

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#fensterbaufrontale

Informationen und Anmeldung für Aussteller

www.frontale.de/anmeldung

Marie-Christin Heinemann, Cindy Regner

T +49 9 11 86 06-89 25

F +49 9 11 86 06-12 89 25

frontale@nuernbergmesse.de

Deutsches Architekturmuseum (DAM) – Frankfurt_2099 – Minecraft Wettbewerb+Programm

Dots statt (Bau-)Klotz – die DAM LegoBaustelle wird digital!
Das Ferienprogramm LegoBaustelle fand 1986 zum ersten Mal statt und zählt seither zu den beliebtesten
Angeboten der Architekturvermittlung des Deutschen Architekturmuseums. Zweimal jährlich in den
Weihnachts- und Sommerferien kamen zuletzt bis zu 6.000 – 8.000 Besucher*innen, um mit den weit
über hunderttausend Steinen zu bauen. Die LegoBaustelle sprach sowohl Familien, als auch Schulklassen
an und wurde immer von einem thematischen Wettbewerb begleitet. Aufgrund der Covid19-Pandemie ist
eine Durchführung aktuell nicht möglich. Das Team des DAM hat daher alternativ ein attraktives digitales
Angebot geschaffen: Dots statt (Bau-)Klotz im Minecraft-Universum!
Das Computerspiel Minecraft ist – vereinfacht gesagt – eine digitale Welt aus Klötzchen. Wie auch bei Lego
können sie von den Spielenden abgebaut und beliebig neu angeordnet werden – der Fantasie sind keine
Grenzen gesetzt! Wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb zählt Minecraft aktuell zu einem der
erfolgreichsten Spiele weltweit. Gemeinsam mit dem bekannten Minecraft-Spieler und YouTuber Josef
Bogatzki (TheJoCraft) organisiert das DAM das Projekt „Frankfurt_2099“, welches vom 12. März bis
zum 12. Oktober 2021 laufen wird. Ziel ist es, gemeinsam eine urbanistische Zukunftsvision von Frankfurt
im Jahr 2099 zu erschaffen. Fragen nach der Mobilität, dem Arbeiten und Wohnen, der Digitalisierung,
dem Stadtklima u.v.m. können von den Spielenden aufgegriffen werden. Durch die unterschiedlichen
Beiträge entsteht nach und nach ein Mosaik von Zukunftsvisionen.
Um einen Anker in das „echte Frankfurt“ zu bieten, wurden basierend auf Geodaten Teile der Frankfurter
Innenstadt in Minecraft nachgebaut und einige markante Gebäude realitätsnah grafisch aufbereitet. Der
Rest wurde in der »Daten-Reinform« belassen und wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab dem
12. März 2021 als »Map« zur Verfügung gestellt. Der Ausdruck »Map« kann in diesem Kontext als eine
digitale Spielfläche verstanden werden. Es gibt sowohl einen Wettbewerb, als auch ein Rahmenprogramm, man kann aber auch einfach so
mitmachen. Mitmachen kann jeder und jede! Ob Single-Player oder Team, ob jung oder alt. Je
unterschiedlicher die Perspektiven auf unsere Zukunft sind, desto interessanter wird das Ergebnis sein!
Eingereichte Gebäude werden in fünf Kategorien unterteilt und danach bewertet, wie sehr sie sich mit
Fragen der zukünftigen Stadtplanung oder Architektur
auseinandersetzen. In einer Vorqualifikation werden ausgewählte Beiträge Einzug auf der offiziellen
FFM2099-Minecraft-Weltkarte des DAM erhalten und dort verewigt. Zusätzlich kürt die Jury im Oktober
die spannendsten Bauten mit einem Preis.
Neben dem Wettbewerb bietet das DAM auch Lehrkräftefortbildungen, Ferienspiele und offene
Nachmittage an. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf beigefügtem Flyer oder unter
dam-online.de/Frankfurt_2099
Das Projekt „Frankfurt_2099“ wird im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der
Kulturstiftung des Bundes entwickelt und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und
Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR gefördert. Mit freundlicher Unterstützung der
Freunde des DAM e.V. und Nitrado.

Nächste glasstec turnusgemäß vom 20. bis 23. September 2022

Nächste glasstec turnusgemäß vom 20. bis 23. September 2022

BAU ONLINE – Programmhighlights

  • BAU ONLINE startet am Mittwoch, 13. Januar 2021
  • Mehr als 230 Aussteller aus 28 Ländern
  • Top-Foren im Konferenzprogramm

Es ist soweit: Am Mittwoch startet die BAU ONLINE mit mehr als 230 Ausstellern aus 28 Ländern, die über 1.300 Live-Präsentationen und 3.500 1:1-Gespräche anbieten. Die Tickets sind kostenlos. Highlights im Konferenzprogramm mit 31 Foren, das in 3 Zeitzonen ausgestrahlt wird:

„Die Baubranche nach Corona“

Verändert Corona das Bauen von Morgen? Umdenken oder einfach „weiter so“ – zehn Perspektiven aus der Generalplanung. Gesundheitsbauten neu denken.

Forum Zukunft des Bauens, 13.01.2021, 11:00–12:15 MEZ

„Ressourcen und Recycling“

Cradle to Cradle-Engineering im Gebäude. Rethinking Architecture – zirkuläre Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Recylinghaus.

Forum Zukunft des Bauens, 14.01.2021, 12:30–14:15 MEZ

„Facing the Future“

Technologien, die in den nächsten 3 bis 5 Jahren Realität werden, u.a. zu kontrollierter Komplexität, Energiemanagement, Bauen mit Holz und mit Papier

Forum Zukunft des Bauens, 15.01.2021, 13:00–15:50 MEZ

„Die Krise als Chance für den Wandel!“

Einblicke in Klimaneutralität, Digitale Transformation, Kreislaufwirtschaft, Arbeiten 4.0.

BAU TV, 13.01.2021, 10:00–10:45 MEZ

„Die Digitalisierung des Bauwesens – Lösungen für die Zukunftsfähigkeit der Branche“

Wie werden wir in Zukunft Planen und Bauen? Wie verändern Digitalisierung und Technologiewandel die Arbeitsweisen?

BAU TV, 14.01.2021, 11:00–13:00 MEZ

„Digital Village“

8 Start-ups im Wettbewerb mit Online-Voting: Concular, Cosuno, INZEPT3D, Planstack, Spacific, urbanistic, Visoplan, VOXELGRID.

BAU TV, 15.01.2021, 14:45–15:45 MEZ

„Innovationspotenziale im Bausektor durch Sensorik, Robotik und KI“

Politische Rahmenbedingungen für die digitale Transformation, Robotik in der Vorfertigung und auf der Baustelle, Digitales Bauen, Künstliche Intelligenz.

STUDIO BUND – Live aus Berlin, 13.01.2021, 12:00–13:00 Uhr MEZ

„Kollaboration – Integrative Projektabwicklung im Bauwesen“

Die Kraft des Miteinanders bei Großprojekten, Mehrparteienvertragsmodell im Bundesbau, Rolle der Versicherungen, Teambuilding.

STUDIO BUND – Live aus Berlin, 13.01.2021, 17:00–18:00 Uhr MEZ

„Bauen zu Zeiten des Klimawandels – Experiment und Effizienz“

Globale Naturgefahren und Handlungsfelder. Wie fit ist Deutschland für den Klimawandel? Planungspraxis Gründach sowie Hochwasser und Starkregen.

STUDIO BUND – Live aus Berlin, 14.01.2021, 17:00–18:00 MEZ

Fachartikel Nr. 4: Glas in der modernen Architektur

Die Weltbevölkerung wächst, verbunden mit einer zunehmenden Verstädterung und Bautätigkeit. Schon heute ist der Werkstoff Glas mit seinen vielen innovativen Eigenschaften aus der modernen Architektur nicht wegzudenken. Die vom 15. bis 18. Juni 2021 in Düsseldorf stattfindende Leitmesse glasstec greift neueste Glastrends rund um Formen, Formate und Strukturen auf.

 

Glas in der modernen Architektur

Weltweit wachsen die Städte. Bereits heute leben auf der Erde knapp 8 Milliarden Menschen. Im Jahre 2050 werden es laut diverser Projektionen rund 9,7 Milliarden Menschen sein. Der größere Teil davon lebt dann in Gebieten, die allgemein als Wachstumsregionen bezeichnet werden, also in Asien, Lateinamerika sowie auf dem afrikanischen Kontinent. Und das Gros der Menschen wird nach diesen Schätzungen in Städten und Metropolen wohnen. In den kommenden Jahren wird es auf der Erde rund 600 Millionenstädte* geben, viele davon in Asien. Dies stellt nicht nur die Architektur vor enorme Herausforderungen. Vor allem dem Werkstoff Glas kommt hier als Baustoff eine hohe Bedeutung zu. Aber die Gläser müssen multifunktional sein.

Wenn Städte wachsen, dann dehnen sie sich nicht nur in der Fläche aus, denn Grund und Boden sind oft begrenzt. Die Häuser schießen in die Höhe. In Zeiten der Globalisierung müssen Gebäudeobjekte meist internationalen Standards entsprechen, egal ob sie in Frankfurt oder Singapur gebaut werden. Ein Beispiel hierfür sind die Anforderungen an die Nachhaltigkeit – Stichwort Green Building.

Trotz hoher Standards dürfen aber die Baukosten nicht aus dem Ruder laufen. Großflächig eingesetzte Scheiben oder Glasfassaden bieten hier als Baustoff enorme Möglichkeiten, denn es lassen sich in Kombination mit dem Werkstoff Stahl teils sehr filigrane Formen für die Gebäudehülle realisieren. Allgemein gilt Glas heute in der modernen Architektur als dominierender Baustoff, der optische Akzente setzt und gleichzeitig multiple technische Funktionen bietet. Egal ob Wärme-, Sonnen- oder Schallschutz, De­signkomponente, Sicherheitsglas oder als Teil von Solaranlagen – für jede Anwendung bietet die Industrie passende Gläser mit individuell konfigurierbaren technischen Wer­ten. Besonders vor dem Hintergrund des Klimaschutzes hat energiesparendes Bauen heute in der Architektur eine sehr hohe Priorität. Auch hier kann Glas als ausfachendes Element oder als tragendes oder umhüllendes Bauteil punkten.

Unschlagbar beim Werkstoff Glas ist immer wieder das Argument der Transparenz, denn natürliches Tageslicht trägt entscheidend zum Wohlbefinden – Wellbeing – der Menschen bei. Glas wird auch zunehmend „intelligent“, denn mit Einbindung in die Hausnetzwerke lassen sich mit Gläsern beispielsweise interaktive Fassaden realisieren, die gleichermaßen nach außen wie auch innen wirken. Oder Gläser werden durch Anbindung an die Regeltechnik zur „Medien- und Schaltzentrale“, über die sich diverse Funktionen im Gebäude steuern lassen.

Neben dem eigentlichen Primärnutzen des Fensters werden von Architekten und Bauherren zunehmend differenzierte Zusatzfunktionen verlangt. Meist sind es anwen­dungsbezogene und bauphysikalische Lösungen. Allgemein spricht man heute daher zunehmend von Funktionsfenstern und -fas­saden.

 

Beispiele für innovative Glasentwicklungen

Ein ganz wichtiges Thema in der Architektur mit Glas ist die besagte Energieeffizienz. Das Projekt „cube berlin“ beispielsweise zeigt, wie sich innovative Architektur und Energieeffizienz perfekt miteinander koppeln lassen. Bei diesem Gebäude ist durch Verwendung einer hinterlüfteten Doppelfassade der Energieverbrauch geringer als bei herkömmlichen Bürogebäuden. Die Doppelfassade lässt nicht nur natürliches Tageslicht ein, sie bietet zugleich auch einen wirksamen Schutz vor (solarem) Wärmeeintrag und sie ermöglicht den Bewohnern eine natürliche Belüftung. Um eine übermäßige Aufheizung des Fassadenzwischenraumes zu vermeiden, wurden für die Außenhaut Sonnenschutzbeschichtungen und solarabsorbierende PVB-Folien verwendet. Eine weitere Herausforderung waren die strukturellen Anforderungen an das Glas. Diese erforderten das Hinzufügen einer weiteren strukturell wirksamen Zwischenfolie, die mit der solarabsorbierenden PVB-Folie kompatibel sein musste. Diese Lösung ist eine Neuentwicklung. Durch Hinzufügen der zusätzlichen strukturell wirksamen Folie wurde die Kantenstabilität erhöht und zugleich das Risiko einer Delaminierung sowie der Vergilbungsindex verringert.

Aber Glas in der modernen Architektur kann natürlich noch viel mehr. Wenn niedrige Gewichte gefordert sind, kommt künftig häufiger Vakuum-Isolierglas ins Spiel. Modernes Vakuum-Isolierglas beispielsweise besteht aus zwei mindestens je drei Millimeter dicken Scheiben, die jeweils eine hochisolierende Beschichtung erhalten und durch eine Vakuumschicht von 0,1 Millimeter voneinander getrennt sind. Dieses Glas dämmt mit einem Ug-Wert von 0,4 bis 0,7 W/(m²K) besser bzw. ebenso gut wie eine Dreifach-Wärmedämmverglasung, wiegt aber allein beim Glasanteil ein Drittel weniger und ermöglicht so deutlich schmalere Profile.

Bei Hochhäusern spielt das Thema der Fenster- und Fassadenreinigung eine wichtige Rolle. Mit selbstreinigendem Glas lassen sich hier langfristig Kosten einsparen. Pyrolytische Spezialbeschichtungen machen die Verglasung äußerst langlebig und nutzen die UV-Strahlung, um organischen Schmutz innerhalb weniger Tage zu zersetzen. Beim nächsten Regen werden die Rückstände einfach abgespült.

Geht es um Sonnenschutz in großflächigen Fassaden, sind vor allem hochselektive Verglasungen gefragt, die möglichst viel Tageslicht ins Gebäude lassen, aber die Klimalast durch effektiven Sonnenschutz minimieren. Mehrfach silberbeschichtete Gläser lassen trotz starken Sonnenschutzes viel sichtbares Tageslicht in den Raum. Mit einem Ug-Wert von 1,0 W/(m2K) bei Zweifach-Isolierglas oder 0,5 W/(m2K) bei Dreifachaufbauten schützt solch eine Verglasung vor dem Auskühlen der Räume bei kalten Temperaturen.

Um die Aspekte Tragfähigkeit und Durchbruchsicherheit geht es primär beim Verbundsicherheitsglas, das durch spezielle PVB-Folien bis zu hundertmal belastbarer wird als bei Verwendung herkömmlicher PVB-Folien. Gleichzeitig wird die Eigenfarbe des Glaslaminats selbst bei dicken Aufbauten nicht verfälscht. Unter Last weist solch ein Produkt eine vergleichsweise geringe Glasbiegung auf, wodurch es insgesamt tragfähiger ist. Unter bestimmten Bedingungen kann sogar der Vorspannprozess entfallen.

Ein ganz anders Thema ist die Transluzenz, also Blickdichtigkeit von Gläsern. Bei Gläsern mit dieser Eigenschaft können Nutzer zwischen durchsichtig oder nicht durchsichtig wählen – egal ob die Gläser im Innen- oder Außenbereich angebracht sind. Dieser Effekt lässt sich beliebig oft wiederholen, denn Flüssigkristalle, die sich in einer leitenden Schicht befinden, sorgen für den Wechsel. Sobald elektrische Spannung erzeugt wird, wechselt das Glas augenblicklich von opak zu transparent. Nach dem Ausschalten der Stromversorgung ordnen sich die Kristalle wieder neu und das Glaselement erhält wieder seine opake Glasfläche.

Your business goes digital – Conference, Aussteller-Websessions, Matchmaking

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