Kategorie: Events

Your business goes digital – Conference, Aussteller-Websessions, Matchmaking

Conference, Aussteller-Websessions, Matchmaking

glasstec VIRTUAL – Das Konferenzprogramm

Drei Tage, über 20 Vorträge und zahlreiche digitale Zusatzinhalte

„Analogien – Bernd & Hilla Becher, Peter Weller, August Sander” und „Martin Rosswog: In Portugal 2009–2011” – Pressepreview am Montag, 28.9. um 11 Uhr

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert ab dem 28. September zwei neue Ausstellungen in ihren Räumen:

Analogien – Bernd & Hilla Becher, Peter Weller, August Sander
Photographische Industrielandschaften, Architekturen und Porträts

Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln
in Kooperation mit dem Studio Becher und der Landeshauptstadt Düsseldorf  (Raum 1)

zeitgleich in Raum 3+4: 

Martin Rosswog: In Portugal 2009–2011,
Photographien aus Alentejo und Trás-os-Montes

Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln,
in Zusammenarbeit mit dem Künstler

 

Laufzeit: 28.9.–8.11.2020 (ohne Eröffnung)

Pressepreview am Montag, 28. September um 11 Uhr (bitte akkreditieren Sie sich online zum Presserundgang: Zum Anmeldeformular)

 


Peter Weller:
 Marienhütte bei Eiserfeld/Sieg, 1909-1914. Courtesy Die Photographische Sammlung/
SK Stiftung Kultur, Köln in Zusammenarbeit mit dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V.

 

Die Ausstellung „Analogien“ zeigt inhaltliche und methodische Korrespondenzen im Schaffen von Bernd und Hilla Becher, Peter Weller und August Sander auf.

Die dokumentarische Beschreibung von Industrielandschaften im Westerwald und im Siegerland findet sich im systematischen Schaffen von Peter Weller und zugleich auch in jenem von Bernd und Hilla Becher wieder, sogar motivische Analogien können veranschaulicht werden. Das Serielle ebenso wie der typologische Blick auf die Wirklichkeit kennzeichnet zudem die empathischen wie analytischen Porträtphotographien von August Sander. Von ihm werden nicht allein Handwerker- und Arbeiterporträts gezeigt, sondern auch solche, die in seiner Heimatgegend im Siegerland, so in der kleinstädtischen und industriell geprägten Ortschaft Herdorf, entstanden und weitgehend unbekannt sind.

Die Photographien von Peter Weller und August Sander, deren für diese Ausstellung ausgewählten Arbeiten in die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts fallen, begeisterten Bechers nachweislich bereits in den Anfängen ihrer Arbeit in den frühen 1960er-Jahren. Wellers Negativarchiv im Eigentum des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins hatten sie in Bernd Bechers Heimatort Siegen entdeckt und Sanders Erstpublikation Antlitz der Zeit (1929) war ihnen schon seit längerem zur photographischen „Pflichtlektüre“ geworden. Während Peter Weller, der sich aus freien Stücken vor allem für die Dokumentation von Bergwerken und Hüttenanlagen im Siegerland und Westerwald einsetzte, vergleichsweise weniger bekannt ist, gehört August Sander zu den großen Namen der Photographiegeschichte, eine Persönlichkeit, die ganz unmittelbar mit seinem Porträtwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ in Verbindung gebracht wird.

Die Ansichten des Photographen Peter Weller (* 1868 in Hommelsberg, Kreis Altenkirchen, † in 1940 Düsseldorf) entstanden ab 1900 bis in die Anfänge des Ersten Weltkriegs (1914–1918). Sachlich präzise führte er die Berg- und Hüttenwerke vor Augen, die seinerzeit ganz wesentlich die Identität und den Stolz der Region ausmachten. Denn ihr Bodenschatz, das Eisenerz, und die daraus gewonnenen hochqualitativen Eisen- und Stahlprodukte sorgten in der Gegend über Jahrzehnte hinweg für eine hohe, auch internationale Anerkennung. Wellers Photographien, die ein anschauliches Bild der besonderen Landschaft zwischen Natur und Industrie vermitteln, sind Ansichten eines Menschen, der seine Motivwelt von Kindesbeinen an erlebt hatte und wertschätzte. Die Bedeutung Wellers Photographien, insbesondere ihre methodischen, über den reinen Regionalbezug hinausreichenden Voraussetzungen wurden seit den 1970er-Jahren erkannt. Dies vor allem dadurch, weil auf Hinweis von Bernd und Hilla Becher Ansichten von Peter Weller als Neuabzüge auf der documenta 6 (1977) einbezogen wurden.

Die Exponate von Bernd und Hilla Becher (* 1931 in Siegen, † 2007 in Rostock / * 1934 Potsdam, † 2015 Düsseldorf) gehen sämtlich auf Aufnahmen aus dem Siegerland zurück, photographiert zwischen 1961 und 1972, wobei die Entscheidung für die Ausführung der Abzüge im Format von 50 x 60 cm auf die Zeit Ende der 1980er-Jahre zurückgeht. Gezeigt werden sowohl Beispiele zum Thema der Fachwerkhäuser, als auch zu den Industrielandschaften. Die Arbeit der Bechers im Siegerland ist zu Teilen biographisch motiviert, da Bernd Becher aus Siegen stammte, und seine Bildwelt früh vom industriellen Umfeld, den komplexen Hütten- und Bergwerksanlagen dieser Gegend inspiriert war. Zunächst richtete sich ab 1959 die gemeinsame Arbeit des Künstlerpaars auf das Thema der Fachwerkhäuser aus dem industriellen Lebensumfeld, wobei die Bauten so systematisch präzise wie wirklichkeitsnah veranschaulicht werden sollten. Daraus resultierte zum einen eine formal stringente Bildsprache, zum anderen ein Bildkonvolut, das Zeugnis eines hohen Geschichtsbewusstseins ist.

Das Serielle ebenso wie der typologische Blick auf die Wirklichkeit kennzeichnet zudem die empathischen wie analytischen Porträtphotographien von August Sander (* 1876 in Herdorf, † 1964 in Köln). Von ihm werden nicht allein Bauern-, Handwerker- und Arbeiterporträts sowie Bildnisse von Kleinstädtern aus seinem Kulturwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ gezeigt –  die „Jungbauern“, der „Konditor“ oder auch das Motiv „Handlanger“ sind legendär –, sondern auch solche, die in seiner Heimatgegend im Siegerland, so in der kleinstädtischen Ortschaft Herdorf, aufgenommen worden sind und für viele eine Entdeckung sind.

Biographie und Werkgenese liegen auch bei August Sander nah beieinander. So finden sich in seinem berühmten Opus Magnum „Menschen des 20. Jahrhunderts“ sehr viele Personen wiedergegeben, die er über längere Zeit kannte oder mit denen er gelegentlich sogar verwandt war. Bereits in der Frühzeit in seinem Heimatdorf Herdorf präferiert der 16‑jährige Autodidakt im Gegensatz zu vielen professionell tätigen Berufsphotographen das Porträtieren in der Natur, im Zuhause oder am Arbeitsplatz der Menschen.

Die Photographien von Peter Weller sind Neuabzüge, die unter Begutachtung von Bernd & Hilla Becher entstanden und teilweise zum ersten Mal ausgestellt werden. Die Neuabzüge, die Motive von August Sander vorstellen, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Enkel des Photographen Gerd Sander und des Weiteren in Eigenregie der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Einige Sander-Motive werden in der aktuellen Ausstellung erstmals präsentiert. Die Photographien von Bernd und Hilla Becher sind Neuabzüge aus dem Studio Becher, unter der Leitung von Max Becher.

Die Ausstellung wurde vorab im Kunstarchiv Kaiserswerth (Düsseldorf) gezeigt und bekommt nun in Köln eine zweite Station, um sie einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen. Aufgrund der anders geschnittenen Räumlichkeiten wurde die Präsentation um einige Exponate erweitert.

 

Martin Rosswog: In Portugal 2009–2011,
Photographien aus Alentejo und Trás-os-Montes


Martin Rosswog: Küche von Maria del Carmen Garcia de Figueiredo, Barrancos,
Portugal, 2009 © Martin Rosswog, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Seit den 1980er-Jahren arbeitet der Photograph und Filmemacher Martin Rosswog (* 1950) an seinem Langzeitprojekt, das sich den Wohn- und Lebensräumen im ländlichen Bereich widmet. Mit großem persönlichem Einsatz hat Rosswog seither zahlreiche Regionen in Europa bereist, war in kleinen, teils entlegenen Dörfern und Ansiedlungen, um möglichst authentische, traditionelle landwirtschaftlich oder handwerklich geprägte Lebensweisen aufzuspüren – ohne die Einflüsse der modernen Globalisierung außer Acht zu lassen.

Die aktuelle Ausstellung zeigt eine Auswahl aus mehreren in Portugal erarbeiteten photographischen Reihen. Zwei sind in Barrancos entstanden, eine Kleinstadt in der südlichen Region Alentejo, unmittelbar an der spanischen Grenze gelegen. Die Geschichte des Alentejo, portugiesisch „jenseits des (Flusses) Tejo“, ist gekennzeichnet durch vermögende Großgrundbesitzer, in deren Diensten Landarbeiter und Tagelöhner oft unter prekären Bedingungen tätig waren. Das Klima ist vor allem im Süden sehr trocken und heiß, entsprechend aufwendig die Bearbeitung des Bodens, entsprechend karg die Ernte. Man mag angesichts Rosswogs Ansichten an „Hoffnung im Alentejo“, den Roman des Nobelpreisträgers für Literatur José Saramago denken, der am Beispiel einer Familie die Lebensverhältnisse dieser verarmten Schicht schildert. Heute hat sich die Situation vielfach verbessert, Tourismus und Investoren aus dem Ausland haben Einzug gehalten.

Auf einem Anwesen von ehemaligen Großgrundbesitzern hat Martin Rosswog eine Wohnung photographiert, die von Maria del Carmen Garcia de Figueiredo und ihrer ehemaligen Hausangestellten Maria Teresa Neves Carualho bewohnt wird. Rosswog hat in Barrancos und Umgebung insgesamt vier verschiedene Anwesen von Großgrundbesitzern umfassend dokumentiert. Im Gegensatz zu diesen reich ausgestatteten Räumen und Gebäuden, die von Wohlstand und Standesbewusstsein über Generationen zeugen, erscheint das Haus von Maria José Caçador Bergamo wesentlich bescheidener. Doch so beengt die Räume wirken, in den einfühlsamen Aufnahmen von Martin Rosswog, durch sein Gespür für Komposition und seinem Blick für Details, fächert sich ein persönlicher Kosmos mit familiären Erinnerungsstücken und Verweisen auf die alltäglichen Lebensbedingungen detailreich auf.

Zwei weitere in der Ausstellung vorgestellte Bildreihen sind in der Region Trás-os-Montes entstanden, die sich im Nordosten Portugals, an der Grenze zum spanischen Galizien befindet. Die Photographien von Martin Rosswog zeigen zwei Wohnungen in den kleinen Bergdörfern Vale de Algoso und Vilar Chá. Das „Land hinter den Bergen“ hat historisch eine andere wirtschaftliche Struktur als der Alentejo im Süden. Kein Großgrundbesitz, sondern viele Kleinbauern bearbeiten das Land, teils bis heute in althergebrachter Art und Weise. Dennoch haben in den 1960er-Jahren viele das Land verlassen, um sich etwa in Frankreich oder der Schweiz Arbeit zu suchen. Spätestens als Rentner sind sie teils wieder zurückgekehrt.

Ein von der EU gefördertes Projekt unterstützt den baulichen Erhalt landestypischer Gehöfte und die Erforschung traditioneller, bäuerlicher Anbaumethoden. Eine Mitarbeiterin des Projektes hat den Photographen über einen längeren Zeitraum bei seiner Arbeit ratgebend begleitet. Beide der langen Dokumentationsreisen in die Regionen von Portugal, die Martin Rosswog unternommen hat, wurden vorbereitet und gefördert vom Departamento de Antropologia, Universidade NOVA de Lisboa, Lissabon. Die Stadt Barrancos unterstützte das Projekt durch eine Assistentin, mit der Martin Rosswog gemeinsam die zu photographierenden Häuser aussuchte.

Martin Rosswog arbeitet in systematisch angelegten Bildreihen, in denen er jeweils ein vorgefundenes Haus oder Gehöft dokumentiert. Ein Portrait der Bewohner gehört dazu, Außenansichten des Gebäudes und des Grundstückes und schließlich die Ablichtung der Innenräume mit näher betrachteten Details. Er verwendet zumeist eine Großbildkamera, bevorzugt Farbe. Für Schwarz-Weiß entscheidet sich Rosswog bisweilen bei Außenansichten des Ortes oder der umgebenden Landschaft. So ist im Laufe der Jahrzehnte ein beeindruckendes künstlerisches Werk entstanden, das eine Welt vor Augen führt, die teils über Jahrhunderte die Lebenszusammenhänge geprägt hat und nun mehr und mehr im Verschwinden begriffen ist.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur hat Martin Rosswogs beeindruckendes Werk bereits 2015 in einer Retrospektive und mehrfach in Gruppenausstellungen gezeigt, die hauseigene Sammlung umfasst zahlreiche Werke aus seinem Archiv.

 

 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel.: +49 221/888 95 300, E-Mail: photographie@sk-kultur.dewww.photographie-sk-kultur.de

Die Ausstellung ist unter Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen und Mindestabstände geöffnet täglich außer mittwochs von 14 bis 19 Uhr Onlinetickets können auf der Website www.sk-kultur.de erworben werden.

Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), plus Online-Verkaufsgebühr, erster Montag im Monat freier Eintritt!

Sonntags um 15 Uhr finden öffentliche Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl (max. 10 Personen) und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln durch die Ausstellung statt. Onlinetickets hierfür können auf der Website www.sk-kultur.de erworben werden.

Donnerstag, 8.10. um 18 Uhr Kuratorinnenführung; Donnerstag, 15.10. und Dienstag, 3.11., jeweils 17 Uhr, öffentliche Führung „Studenten für Studenten“, jeweils max. 10 Personen, Onlinetickets unter www.sk-kultur.de

 

Die Leitthemen der BAU 2021: Wohnen in der Zukunft

Sie geben den Takt vor und bringen Ordnung in die Produktvielfalt: die vier Leitthemen der BAU 2021. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen danach ausrichten und entsprechende Lösungen anbieten. In den Messeforen werden die Leitthemen unter verschiedenen Aspekten erörtert und diskutiert. Und in den Sonderschauen werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht. Hier stellen wir das vierte Leitthema vor: Wohnen in der Zukunft.

 

Die Corona-Pandemie wirft neue Fragen für das Wohnen in der Zukunft auf. Diese Tendenz zeichnet sich ab und ergänzt die ohnehin umfassenden Anforderungen an das Wohnen um eine weitere Unbekannte: die Distanz im öffentlichen Raum. Mit ihr geraten zwei Pfeiler der Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte ins Wanken. Nachverdichtung und weitere Verstädterung von Ballungsräumen sind nicht alleinige Lösung für die aktuelle Wohnraumproblematik. Denn Gesundheit, und das zeigt nicht erst Corona, erfordert räumlichen Abstand, vor allem in gesundheitsgefährenden Situationen. Diesen Raum bieten die Metropolen auf dem Globus schon heute nicht mehr. Parallel erkennen wir in Corona elementare Auswirkungen auf das private Wohnen, für Hotels und Pensionen: Home-Office in den eigenen vier Wänden, Hygienekonzepte für Beherbergungsbetriebe und die Datenspeicherung für eine gezielte Nachverfolgung beim Verdacht einer Viruserkrankung bedeuten eine neue Selbstverständlichkeit für das Wohnen und Leben – die jeder für sich adaptieren lernen muss.

Qualitätsvoller und dennoch kostengünstiger Wohnraum ist längst eine Utopie in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München. Gleichzeitig sehen viele deutsche Städte mit gewachsener Infrastruktur und robustem Gebäudebestand einer ungewissen Zukunft entgegen: hohe Leerstandsquoten in Halle, Frankfurt (Oder), Salzgitter, massive Abwanderungstendenzen aus Regionen wie dem Saarland, der Uckermark und dem Ruhrgebiet. Wie sollen wir also reagieren, wenn einerseits in vielen Orten Wohnraum fehlt und andererseits wertvoller Gebäudebestand auf lange Sicht ungenutzt bleibt oder sogar verfällt?

Hinzu kommen der demographische Wandel und eine stetig steigende Lebenserwartung: Die Menschen bleiben länger fit. Sie sind gesund, agil und vital. Ihre Lebensgewohnheiten nehmen damit direkten Einfluss auf die Gestaltung unserer Städte und Gemeinden und erfordern neue Serviceangebote für die „Generation Silver“ sowie Universal-Design-Konzepte im öffentlichen wie privaten Raum, die allen zugutekommen. Wohnen und Arbeiten, Familie und Freizeit sind eng miteinander verwoben. Und in einer noch weitaus stärker digitalisierten Zukunft, werden die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben weiter verschwimmen. Das wird direkten Einfluss auf das Lebens- und Arbeitsumfeld jedes Einzelnen haben.

Neue Konzepte und Modelle gegen Wohnungsmangel

Die Bundesregierung hat sich mit ihrer Wohnraumoffensive das Ziel gesteckt, bis Ende 2021 1,5 Mio. neue Wohnungen und 100.000 Sozialwohnungen zu schaffen. Staatlich geförderte Wohnungsbaumaßnahmen sind ohne Frage wichtige Impulse in einem aktuell überhitzten, indifferenten Wohnungsmarkt. Doch dürfen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass gesellschaftliche oder globale Entwicklungen wie Digitalisierung und Energiewende unsere Lebens- und Arbeitswelt schon heute nachhaltig verändern. Neue Konzepte sind daher dringend nötig, die Verstädterung und Landflucht, Wohnraummangel und Wohnungsleerstand reflektieren und darauf zukunftstauglich reagieren: Flexible Clusterwohnungen, die den unterschiedlichen Lebensentwürfen der Menschen und ihren verschiedenen Lebensphasen Rechnung trägen, entstehen bereits. Wohnmodelle, die Gemeinschaft ermöglichen sowie Partizipation und Privatheit zulassen, sind längst etabliert. Und die ressourcenschonende Nachverdichtung mit Wohnraum auf Parkdecks, Dächern von Einkaufsmärkten oder in umgenutzten Bürogebäuden wird bereits realisiert.

Wievel Raum braucht man zum Leben?

Im Durchschnitt standen jedem Deutschen im Jahr 2018 fast 47 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Das ist ein Plus von fast 13 Quadratmetern im Vergleich zu 1990, stellt das Statistische Bundesamt heraus. Diese massive Steigerung von mehr als 25 Prozent in den vergangenen drei Jahrzehnten impliziert neue Fragen: Wieviel Raum braucht man zum Leben? Bedeutet der Verzicht auf Wohnraum automatisch den Verlust von Wohnkomfort und gewachsener Lebensqualität? Und wie gehen wir mit der explodierenden Zahl von Singlehaushalten um? Denn 2018 waren es gut 46 Prozent mehr als noch 1991. Der persönliche Verzicht und die Reduktion auf das erforderliche Maß an persönlichem Raum, wird in der Zukunft wohl wichtiger als je zuvor. Denn unsere Städte können nicht unendlich ausufern, bestehende Bausubstanz nicht ohne Einschränkung nachverdichtet werden.

Wohnen in der Zukunft soll Ressourcen schonen

Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind jedoch weitaus größer. Denn parallel zu den gesellschaftlichen Veränderungen, die das Wohnen in der Zukunft erfordert, gewinnt der Ressourcenschutz stetig an Bedeutung. Ein Großteil unseres jährlichen Rohstoffverbrauchs geht weltweit zu Lasten des Bauwesens. Veränderte Rohstoff-Flüsse in der Baustoffproduktion, die stärker auf recycelte Wertstoffe setzen, werden damit immer wichtiger. Das zeigt auch die Entwicklung im „Welterschöpfungstag“, jenem rechnerischen Datum, ab dem wir mehr Ressourcen angreifen, als die Erde bieten kann. Im Jahr 2019 hatte die Menschheit den „Earth Overshoot Day“ bereits am 29. Juli erreicht. Zukunftsstrategien sind daher Wertstoffstrategien. Sie müssen vor allem den Schutz der Ressourcen und im gleichen Atemzug das qualitätsvolle Recycling bereits verbauter Rohstoffe berücksichtigen. Nur so können wir gewährleisten, dass auch in Zukunft die notwendigen Reserven für die weitere technologische Entwicklung der Menschheit verbleiben.

Krisenbedingte Herausforderungen für das Wohnen in der Zukunft

Hinzu kommen neue Phänomene, deren Auswirkungen bisher niemand absehen kann. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen der Corona Krise im Jahr 2020 zeigen eindrücklich, wie volatil unser Zusammenleben vor allem in den eng besiedelten Ballungsräumen in Deutschlands heute ist und in Zukunft bleiben wird. Für die Herausforderungen, die mit Gesundheits- oder Wirtschaftskrisen verbunden sind, sollten wir versuchen, uns zu wappnen. Solidarität und Empathie müssen befördert werden, Zusammenhalt und Achtsamkeit den Alltag stärker prägen. Das bedeutet einen Paradigmenwechsel, vom Ich zum Wir, der ebenso Einfluss auf das Wohnen nehmen sollte: Nicht die Anonymität der Individuen in ihren Mikro-Apartments wird gefördert, sondern Wohnkonzepte, die auf Werte wie Partizipation, Gemeinschaft und Relevanz für eine Gesellschaft einzahlen.

Das Wohnen und Leben und unser Miteinander in den kommenden Jahrzehnten erfordern weit mehr als pointierte Aktionen mit Vorbildcharakter aus Bauforschung, Politik oder Wirtschaft. Aktuell gehen wir wichtige Schritte inmitten eines digitalen Aufbruchs, der nach neuen Qualitäten verlangt: Stadt, Dorf, und Region werden enger verwoben sein, Individualverkehr und Massenmobilität neu gedacht und Arbeitsmodelle sind zu entwickeln, die dezentrale und ortsungebundene Tätigkeiten ermöglichen. Das Wohnen in der Zukunft gestalten wir somit schon jetzt und jeden Tag aufs Neue.

DETAIL Preis 2020: Das sind die Nominierten – Leser können ab 14. September 2020 ihre Stimme abgeben

DETAIL Leserpreis 2020:
Das sind die Nominierten

» 257 innovative Projekte aus 28 Ländern
» 13 Nominierungen
» Leser können vom 14. September bis 30. Oktober 2020 ihre Stimme abgeben

Die Einreichung zum internationalen DETAIL Preis 2020 ist abgeschlossen. Insgesamt 257 innovative Projekte aus 28 Ländern wurden zur Teilnahme eingereicht. Gesucht wurden zukunftsorientierte Projekte jeglichen Gebäudetyps, die maßgebende baukulturelle und technische Qualitäten aufweisen.

Jetzt haben die DETAIL Leser die Möglichkeit, online für ihren Favoriten des DETAIL Leserpreises 2020 zu stimmen. Vom 14. September bis einschließlich 30. Oktober 2020 können die DETAIL Leser auf detail.de per Mausklick ihre Stimme für den DETAIL Leserpreis 2020 abgeben. Der Gewinner wird im Rahmen der Messe BAU bei einer feierlichen Preisverleihung am 14. Januar 2021 bekannt gegeben.

Folgende herausragende Projekte aus der ganzen Welt wurden von der DETAIL Preis Jury für das Leservoting nominiert:

01|Wohnregal, Berlin
FAR frohn&rojas

02|The Twist, Jevnaker (Norwegen)
BIG-Bjarke Ingels Group

03|Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing bei München
meck architekten gmbh

04|Thapar University Learning Laboratory, Patiala (Indien)
McCullough Mulvin Architects

05|Hotel Bauhofstrasse, Ludwigsburg
VON M, Matthias Siegert, Prof. Dennis Mueller

06|Haus D // 6, Oberberg
Aretz Dürr Architektur

07|adidas World of Sports ARENA, Herzogenaurach
Behnisch Architekten

08|Alpin Sport Zentrum, Schruns (Österreich)
bernardo bader architekten

09|Tipperne Tower – Tipperne Bird Sanctuary, Ringkøbing Fjord (Dänemark)
Johansen Skovsted Arkitekter

10|Karen Blixens Plads, Kopenhagen (Dänemark)
Cobe

11|Wydzia_ Radia i Telewizji im. Krzysztofa Kie_lowskiego, Katowice (Polen)
MA_ECCY biuro projektowe

12| Helsinki Central Library Oodi (Finnland)
ALA Architekcts Ltd.

13| People’s Pavilion (Niederlande)
bureau SLA

Die Leitthemen der BAU 2021: Digitale Transformation

Die Leitthemen der BAU 2021:
Digitale Transformation
Sie geben den Takt vor und bringen Ordnung in die Produktvielfalt: die vier Leitthemen der BAU 2021. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen danach ausrichten und entsprechende Lösungen anbieten. In den Messeforen werden die Leitthemen unter verschiedenen Aspekten erörtert und diskutiert. Und in den Sonderschauen werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht. Hier stellen wir das dritte Leitthema vor: Digitale Transformation! 

„Wir sind dabei“ – Die BAU-IT bleibt der BAU auch 2021 treu

„Wir sind dabei“:
Die BAU-IT bleibt der BAU auch 2021 treu
Allen schlechten Nachrichten zum Trotz: Die Weltleitmesse BAU steht rund ein halbes Jahr vor Messebeginn gut da. Die 18 Messehallen sind zu Dreivierteln fest gebucht. Das entspricht dem Niveau von vor zwei Jahren. So ist die Nachfrage aus dem Ausland größer denn je. Fakt ist auch: Absagen – vorrangig deutscher Hersteller – stehen Ausstellungsbereiche gegenüber, die wie eine Wand hinter der BAU stehen und bei denen die Nachfrage teilweise größer ist als die zur Verfügung stehenden Flächen. Das gilt auch für den Bereich der BAU-IT, deren Unternehmen klar zugunsten der BAU Stellung beziehen. Die eindeutige Botschaft: Wir sind dabei! Wir brauchen die BAU!

780 Jahre Messe Frankfurt – und das Geschäft startet wieder

Am 11. Juli 1240 stellte Kaiser Friedrich II. das Messe-Privileg für Frankfurt am Main aus und markierte damit die Geburtsstunde der Messe Frankfurt. 780 Jahre später blickt das Unternehmen zurück auf eine bewegte Geschichte, in der sich die Messe in Frankfurt vom mittelalterlichen Marktplatz zum Global Player entwickelt hat – und dabei neben Erfolgen auch so manche Krise erlebte und bewältigte.

 

„Die Messe ist Impulsgeber für die Entwicklung unserer Stadt“, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Peter Feldmann zum Messejubiläum. „Nirgends sind Messe- und Stadtgeschichte so eng miteinander verbunden wie in Frankfurt. Das durch Kaiser Friedrich II. urkundliche Messeprivileg bildete den historischen Ursprung zu einer fortdauernden Erfolgsgeschichte, die ihren Anfang vor 780 Jahren rund um den Römer nahm. Aus den damaligen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die größte operierende Messegesellschaft weltweit.  Aber auch nach erfolgreichen 780 Jahren bleibt die Messe ihrer gewachsenen Tradition aus Handel und Internationalität in ihrer Heimatstadt Frankfurt treu.“

 

Unmittelbar nach dem 780-jährigen Jubiläum der Messe Frankfurt finden nach dem mehrmonatigen weltweiten Lockdown wieder die ersten Fachmessen statt. Den Auftakt bildet die Intertextile Shenzhen Apparel Fabrics, die am 15. Juli 2020 in China startet. Die Fachmesse gehört zum Netzwerk von rund 50 internationalen Textilveranstaltungen der Messe Frankfurt, zu dem seit Juni dieses Jahres auch die Frankfurt Fashion Week zählt. Auch in Deutschland fahren Messen wieder hoch – unter strenger Einhaltung von ausgefeilten Sicherheits- und Hygienevorkehrungen. Kleinere Events finden bereits wieder auf dem Gelände in Frankfurt statt, und auch Fachmessen sind in Kürze geplant: den Anfang macht die Nordstil im September in Hamburg, gefolgt von der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Für zahlreiche der weltweit verschobenen Eigenveranstaltungen der Messe Frankfurt sind Ersatztermine noch im Jahr 2020 geplant.

 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die persönliche Begegnung auf unseren Plattformen wieder Stück für Stück möglich sein wird. Die weltweite Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs zeigt, wie flexibel wir bei der Messe Frankfurt auf Herausforderungen reagieren können. Angepasst an die jeweiligen Vorschriften sind wir in der Lage – sowohl regional, national, europäisch, international – weltweit unseren Kunden die angemessene Bühne zu bieten“, sagt Wolfang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „In den letzten 780 Jahren hat sich immer wieder gezeigt, wie wichtig Messen gerade in Krisenzeiten sind, um eine wirtschaftliche Erholung zu fördern. Und von unseren Kunden erhalten wir deutliche Signale, dass Begegnungen und Dialoge im echten Leben unverzichtbar sind.“

 

Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass sich Messen als Spiegel der Wirtschaft immer wieder mit Krisensituationen konfrontiert sehen. So musste beispielsweise bereits im Jahr 1635 die damalige Frühjahrsmesse in Frankfurt ausfallen – Gründe hierfür waren die Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs in Verbindung mit dem Ausbruch der Pest in Frankfurt. Schon damals gehörten zu den Maßnahmen zur Eindämmung von Seuchen die Grenzschließung, Gesundheitszeugnisse, Passwesen, Ein- und Ausreisekontrollen und Quarantänemaßnahmen. Wie wichtig Messen jedoch als zentrales Element der Wirtschaftsentwicklung sind, war schon damals bekannt. So begannen beispielsweise auch unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs die Vorbereitungen für die Internationale Einfuhrmesse, die im Oktober 1919 stattfand, gefolgt von der Frühjahresmesse 1920. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Messegelände zu rund 95 Prozent zerstört. Der direkte Wiederaufbau galt als wichtiges Signal für den Messestandort Frankfurt. Mit der Frankfurter Messe im Oktober 1948 wurde der Messebetrieb fortgesetzt, zum Teil noch in provisorischen Leichtbauhallen, Zelten und unter freiem Himmel.

 

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Herbstmesse in Frankfurt im Jahr 1949. Copyright: Messe Frankfurt GmbH

 

72 Jahre später stellt die weltweite Verbreitung des Corona-Virus seit Beginn des Jahres die Veranstaltungsbranche erneut vor Herausforderungen. „Die Messelandschaft wird sich im Zuge der Corona-Krise verändern“, so Marzin. „Themen wie Digitalisierung und Sicherheit werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Der größte Erfolgsfaktor der Messebranche bleibt jedoch die persönliche Begegnung, für die wir seit 780 Jahren mit den Plattformen der Messe Frankfurt einen Rahmen schaffen. Denn das Bedürfnis nach persönlichen Kontakten ist in der aktuellen Zeit noch stärker vorhanden, als zuvor.“

 

Messe Frankfurt will bereits 2023 wieder Umsatzniveau von 2019 erreichen

 

Die Messe Frankfurt blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir wollen 2023 wieder das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2019 erreichen“, betonte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, heute auf der Unternehmenspressekonferenz.

 

„Die Stärke des Konzerns, sein solides und strategisch kluges Wirtschaften und Investieren, bewährt sich heute mehr denn je. Ausdrücklich begrüße ich die antizyklischen Investitionen, sei es in den Standort, aktuell mit der Halle 5, oder in die Stärkung des weltweiten Veranstaltungsportfolios“, hob der Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, Oberbürgermeister Peter Feldmann, hervor. In der zweiten Jahreshälfte will die Messe Frankfurt ihren Messebetrieb strukturiert geplant wieder hochfahren. Mit einem ausgefeilten Schutz- und Hygienekonzept setzt die Buchmesse im Oktober am Standort Frankfurt den Startschuss, gefolgt von Formnext und Hypermotion. Anfang September findet die Nordstil in Hamburg statt, die SPS im November in Nürnberg. Zuversichtlich ist die Messe Frankfurt auch hinsichtlich ihres Auslandsgeschäfts. In China gehen ab Mitte Juli Eigenveranstaltungen wieder an den Start. Für viele der verschobenen Veranstaltungen konnten noch in diesem Jahr Ersatztermine gefunden werden.

 

„Der temporäre Lockdown im Messegeschäft ist für die Messe Frankfurt kein unternehmerischer Stillstand“, so Marzin. Das Unternehmen arbeite weiter an seiner Zukunft, stelle sich auf Veränderungen ein und richte seine Produkte danach aus. Trotz massiver Mittelabflüsse im Ausnahmejahr 2020 verfügt die Messe Frankfurt über eine ausreichende Liquidität, um die aktuelle Situation zu meistern. „Wir sind in der Lage, durch Finanzierungsmaßnahmen unsere Liquiditätsreserven zu erhöhen“, so Marzin. Eine risikoreduzierte strategische Unternehmensführung in der vergangenen Dekade sowie nachhaltiges Wachstum sind wesentliche Stärken in der Krise.

 

„Im Geschäftsjahr 2019 konnten neue Bestmarken erreicht werden: So beträgt der Umsatz der Unternehmensgruppe nach finaler Vorlage der Unternehmenskennziffern 736 Millionen Euro. Im Jahr 2018 waren es 718 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss liegt bei rund 48 Millionen Euro, trotz zusätzlicher Drohverlustrückstellungen von 20 Millionen Euro“, freut sich Oberbürgermeister Feldmann über die positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Unter dem Dach der Messe Frankfurt fanden weltweit 423 Veranstaltungen mit 5,1 Millionen Besuchern statt. Das sind 300.000 Besucher mehr als im Vorjahr.

 

„Durch die Corona-Krise wird die Messelandschaft sich weiterentwickeln und die Messe Frankfurt wird daran partizipieren“, ist Marzin überzeugt. Dabei werde auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen, aber ebenso Weiterentwicklungen im Bereich Sicherheit.

 

„Für unsere Kunden sind Online-Plattformen wie das Order- und Datenmanagement-Portal Nextrade mit einer digitalen 24/7-Geschäftsbeziehung sowie Conzoom Solutions schon heute eine wichtige Ergänzung, um ihr stationäres Geschäft anzukurbeln“, betonte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Für die aufgrund der Corona-Krise verschobenen Veranstaltungen bietet die Messe Frankfurt ihren Kunden in diesem Jahr weltweit eine Reihe von digitalen Ergänzungsformaten an. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie relevant eine gute IT-Struktur ist. Das betrifft die Kommunikationskanäle des Unternehmens genauso wie zeitgemäße Angebote von digitalen Plattformen für unsere Kunden“, ergänzte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Die Messe Frankfurt wird ihr Geschäftsmodell rund um virtuelle beziehungsweise hybride Module forcieren und die Relevanz und Reichweite ihrer Veranstaltungen weiter erhöhen.

 

Ihre Kernkompetenzen baut die Messe Frankfurt an ihrem Heimatstandort und weltweit aus. Aktuell sind für dieses und das kommende Geschäftsjahr 18 neue Veranstaltungen geplant. Ab 2021 wird Frankfurt zum hochattraktiven und relevanten Standort für das internationale Modegeschäft: Die Fashion Week zieht von Berlin an den Main. „Mit den drei in ihrem Bereich jeweils größten Modemessen Europas Premium, Seek und Neonyt, den Konferenzen FashionSustain und FashionTech und über 2.000 Designern, Brands und Modeunternehmen werden wir ein komplett neues Ecosystem präsentieren“, freute sich Braun. „Die Frankfurt Fashion Week wird unser Texpertise-Portfolio mit rund 60 globalen Plattformen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette entscheidend bereichern“, so Braun.

 

Am Heimatstandort verlaufen die Arbeiten an der Halle 5 planmäßig. An der Schnittstelle zum Congress Center, das technisch und optisch modernisiert wurde, wird die neue Halle nach ihrer Fertigstellung 2023 attraktiv in das Kongressgeschäft auf dem Gelände eingebunden sein. „Wir investieren langfristig und nachhaltig große Summen in unseren Heimatstandort. Der Neubau spiegelt nicht zuletzt unsere Verantwortung auch für künftige Generationen wider“, betonte Behm. Der Vertrag mit dem Generalunternehmen Zech Bau wurde Anfang März unterschrieben. Die Messe Frankfurt ist damit die einzige Messegesellschaft, der es gelungen ist, ein Generalunternehmen zu verpflichten.

 

Messen und Kongresse werden wie bereits in der Vergangenheit nach schweren Finanz- und Weltwirtschaftskrisen einen wesentlichen Beitrag zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Erholung und Prosperität leisten. Davon ist die Messe Frankfurt überzeugt. „Mit unseren weltweiten Veranstaltungen wird die Unternehmensgruppe maßgeblich wirtschaftsfördernd tätig sein“, so Marzin.

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