Kategorie: News

Neuartiges Hybridbauteil – Holzständerbauweise Verbund – 100% RC-Material

Neuartiges Hybridbauteil – Holzständerbauweise im Verbund mit einer dünnen Betonwand aus 100% RC-Material

 

Schlagwörter:

Holz-Beton-Verbund, Hybridbauteil, tragende Fassade, Holzständerbauweise, Zellulosedämmung, Beton mit Zuschlag aus 100% RC-Material, thermische Masse, Selbstregeleffekt von Beton, InnoLiving® – das energieautarke Gebäude

 

Bernkastel-Kues, 02.09.2020 – Oftmals ist eine materialübergreifende Verwendung von Baustoffen nötig, um die gewünschten Eigenschaften in einem einzigen Produkt zu erhalten. Dann jedoch entstehen innovative Bauteile, die dank ihrer multifunktionalen Eigenschaften zu überzeugen wissen. Mit dem neuartigen Hybridbauteil ist es gelungen, die positiven Eigenschaften der einzelnen Werkstoffe gesamthaft in Gestalt eines neuen Produktes und somit zu einem funktionalen Optimum zu vereinen.

 

Dämmen und thermische Masse

Mit der Holzständerbauweise wird die ideale Dämmschicht geliefert. Jedoch fehlt dort die Masse, um Raumtemperaturen auszugleichen. Die Betonbauweise wiederum hat die benötigte Masse, kann aber nur bedingt die Dämmfunktion übernehmen. Es liegt somit nahe, die beiden Bauweisen mit ihren jeweiligen Materialeigenschaften in Kombination zu verwenden, um daraus ein neuartiges Hybridbauteil entstehen zu lassen. Während die Holzrahmenbauweise und die Zellulosedämmung bereits für nachhaltige Produkte stehen, lässt

sich diese Eigenschaft auch bei der Verwendung von Beton beibehalten, wenn die Zuschläge aus 100% RC-Material bestehen.

 

Beton mit Zuschlag aus 100% rezyklierter Gesteinskörnung

Hierbei bietet sich sogar die einmalige Chance an mit einem 100% RC-Zuschlag zu arbeiten. Während die DAfStb Richtlinie „Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung“ die Verwendung von max. 45% von RC-Material zulässt, ermöglicht die hier beschriebene Hybridbauweise aufgrund der statischen Beanspruchung die Verwendung von 100% an RC-Material. Die schlanke Betonwand dient als Platte in Verbindung mit der Holzständerbauweise. Neben den Eigenschaften als thermischer Speicher übernimmt die Betonplatte zugleich die Funktion als Dampfsperre für die neuartige Fassadenkonstruktion.

 

Nutzerkomfort dank Selbstregeleffekt des Betons

Der Raumkomfort wird durch die raumseitige Betonfläche auf natürliche Art und Weise erheblich gesteigert. Bei steigenden Raumtemperaturen nimmt das Betonvolumen die vorhandene Wärme auf und gibt diese bei Abkühlung des Raumes wieder ab. Dieser Vorgang ist durch den thermischen Selbstregeleffekt des Betons möglich. Die unterschiedlichen Temperaturen während eines Tages werden zum Wohle des Benutzers ausgeglichen. So können Spitzenlasten einfach vermieden werden. Dies ist bei dem heutigen Klima sehr willkommen. Die Verbindung mit der Holzständerbauweise erlaubt eine optimale Fassadendämmung, sowie die Option zur Gestaltung der äußeren Fassadenhülle.

 

Weitere Optionen bei der Herstellung der Hybridwand

Bedingt durch die Vorfertigung der Holzbauteile werden auch die einzelnen Betonplatten vorgefertigt und dem Holzbauer zur weiteren Montage beigestellt. Die Vorfertigung verlangt auch eine vorherige Festlegung aller Leitungen. Auch hier kann die neu entwickelte

Hybridwand überzeugen, denn die für den Raum erforderlichen Leitungen bzw. die Leerrohre sind bereits in dem Betonbauteil integriert. Die Holzständerbauweise wiederum ermöglicht den werkseitigen Einbau der Fensterleibungen.

 

Premiere beim Bau des Gebäudes InnoLiving®

Erstmalig wurde die neue Fassadenwand bei dem innovativen Gebäude InnoLiving® eingesetzt. Das Konzept von InnoLiving® steht für eine energieautarke Versorgung des Gebäudes. Die Herstellung erfolgte in Modulbauweise. Die neuartige Fassadenkonstruktion passt idealerweise zu der gewählten Bauweise. Die ersten Erfahrungen mit der Herstellung der Hybridwand unter Einbezug der verschiedenen Gewerke waren sehr erfolgsversprechend. Auch die Montage der komplett vorgefertigten Bauteile ist überzeugend.

 

Nachhaltigkeit

Die neuartige Hybridwand vereinigt die jeweils positiven Eigenschaften der beiden verwendeten Materialien zu einem herausragenden, konkurrenzlosen Produkt. Während der Baustoff Holz für seine Nachhaltigkeit bekannt ist, steht der mit 100% RC-Zuschlag hergestellte Beton dem nicht mehr nach. Die neuartige Hightech Wand aus Holz und RC-Beton zeichnet sich durch die außergewöhnlichen Eigenschaften hinsichtlich der Statik, der Bauphysik und der Energieeffizienz aus und erfüllt alle Kriterien an ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauteil.

 

Multifunktionale Bauteile – die Spezialität von Innogration GmbH

Die Entwicklung der neue Fassadenkonstruktion liegt in der langjährigen Tradition der Innogration GmbH multifunktionale Bauteile zu entwickeln, wie die Deckenkonstruktion CEILTEC®, und diese auch erfolgreich einzusetzen. Mit dem neuen Wandkonzept

stehen wir am Anfang einer Entwicklung, die viele Optionen zur Integration von weiteren Elementen in der Wand zukünftig ermöglichen wird.

 

Zusammenarbeit der beteiligten Fachgebiete

Die Konzeption des Gebäudes und die Planung der einzelnen Bestandteile wurde von der Innogration GmbH mit seinen hauseigenen Fachplanern umgesetzt. Die Betonwand mit Zuschlag aus 100% RC-Material wurde vom Spezialisten für diese Bauweise, dem Betonwerk Büscher GmbH &Co. KG in 48619 Heek, hergestellt. Der Zusammenbau und die Verbindung mit der Holzständerbauweise inklusive der Dämmung und der Fassadenverkleidung in Holz erfolgte beim Spezialisten für den Holzbau, der Firma Oster Dach + Holzbau GmbH in 54470 Bernkastel-Kues.

RAL wird Fördermitglied im Verband Deutscher Industrie Designer

Mit Wirkung vom 12. August 2020 ist die RAL gGmbH in Bonn als Fördermitglied dem VDID e.V. Verband Deutscher Industrie Designer beigetreten. Vor allem mit dem Geschäftsbereich RAL FARBEN, dessen Ursprünge auf das Jahr 1927 zurückgehen, rückt RAL mit diesem Schritt näher an eine Zielgruppe heran, die seit vielen Jahren die RAL Farbpaletten und Gestaltungstools umfassend nutzt.

 

Durch die Mitgliedschaft im VDID e.V. baut RAL seine Präsenz im Heimatmarkt Deutschland weiter aus und schließt eine Lücke in der konsequenten Ausrichtung auf eine zentrale Kundengruppe, sagt Markus Frentrop, Leiter RAL FARBEN. „Die Mitarbeit im VDID e.V. bedeutet für uns die Spiegelung einer zunehmenden Bedeutung von RAL FARBEN in der Gestaltung. Gleichzeitig möchten wir die Aufmerksamkeit für gute Farbgestaltung weiter fördern sowie die integrierte Betrachtung von Form, Materialität und Oberflächen im Design unterstützen.“

„Farben und Farbstoffe gibt es schon immer. Jede Kultur hat ihren eigenen Blick auf Farben. Dieser prägt unsere individuelle Wahrnehmung und unterliegt einem Wandel. Aus Farbe wurde das Farbliche, aus Anstreichen und Färben wurde Beschichten und letztlich wurde Farbe zu Identität und Corporate Design eines Unternehmens. Farbe entwickelte sich eigenständig weiter und wurde im Industriedesign zu einer essenziellen Gestaltungsmethodik, so Stefan Eckstein, VDID Präsident.

Der VDID freut sich über die Fördermitgliedschaft der RAL gGmbH, dem professionellen und wichtigen Partner für den Gestaltungsfaktor Farben.

Über RAL FARBEN
RAL ist die angewendete Sprache der Farben. Mit den Farbsammlungen RAL CLASSIC und RAL EFFECT sowie dem RAL DESIGN SYSTEM plus bietet RAL professionellen Farbanwendern eine vielfältige Auswahl präziser Farbvorlagen. Die Palette der RAL Farben umfasst insgesamt 2.528 Farbtöne. Mit Farbfächern, Kunststoffstandards und Softwareprodukten sowie Farbgestaltungs- und Trendbüchern bieten die RAL Produkte für jeden Gestaltungszweck das ideale Produkt. www.ral-farben.de

Über den VDID e.V.
Der VDID e. V. ist der größte deutsche Berufsverband der Industriedesigner*innen und legt großen Wert auf die Professionalität seiner Mitglieder und dessen Netzwerk.
Im Jahre 1959 gegründet, ist die Mitgliedschaft im VDID auch heute Ausdruck von Professionalität und Qualität – das VDID Netzwerk fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern ebenso wie zwischen professionellen Gestalter*innen und Partnern in Fortbildung, Dienstleistung und Support im designorientierten Berufsumfeld. www.vdid.de

VELUX Gruppe will lebenslang klimaneutral werden und bindet rückwirkend ihre historischen CO2-Emissionen

Die VELUX Gruppe verpflichtet sich, zukünftige CO2-Emissionen zu reduzieren und zugleich den historischen CO2-Fußabdruck des Unternehmens seit seiner Gründung im Jahr 1941 zu binden

– insgesamt 5,6 Millionen Tonnen CO2. Dies soll gemeinsam mit dem WWF durch Waldprojekte erreicht werden, die dabei helfen, die Klimakrise zu bekämpfen, den Verlust von Lebensräumen zu stoppen, die Artenvielfalt zu erhalten und die Lebensgrundlage für lokale Gemeinschaften zu verbessern.

 

Kopenhagen, 1. September 2020 – Die VELUX Gruppe stellte heute ihre neue Strategie „Lebenslang Klimaneutral“ vor, mit der das Unternehmen bis zum 100. Firmenjubiläum im Jahr 2041 Verantwortung für seine gegenwärtigen und historischen CO2-Emissionen übernimmt. Ein Teil dieser Strategie wird durch eine Partnerschaft mit dem WWF (The World Wide Fund for Nature) verwirklicht.

 

Mit Blick auf die Zukunft verpflichtet sich die VELUX Gruppe als Teil dieser Strategie, die CO2-Emissionen des Unternehmens und seiner Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3iii) im Einklang mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Klimaschutz-Abkommens drastisch zu reduzieren. Die Partnerschaft mit dem WWF ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 der VELUX Gruppe, in der sich diese zu einem wissenschaftlich fundierten Emissionsreduktionsziel im Rahmen der Science Based Targets Initiative bekennt. Um ihr Geschäftsmodell nachhaltiger zu gestalten, wird die VELUX Gruppe an ihren Produktionsstandorten verstärkt in Energieeffizienz investieren, wo immer das möglich ist, auf erneuerbare Energien umstellen und zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Zudem sollen die Spezifizierung und der Einkauf von Materialien grundlegend geändert werden.

 

Darüber hinaus sollen rückwirkend auch die gesamten historischen CO2-Emissionen des weltweit führenden Dachfensterherstellersi – 5,6 Mio. Tonnen CO2 (Scope 1 und 2ii) seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1941 – durch Waldschutzprojekte des WWF gebunden werden. Die Bindung historischer Emissionen ist Teil der neuen Velux Strategie „Lebenslang Klimaneutral“, sowohl für zukünftige als auch für vergangene CO2-Emissionen Verantwortung zu übernehmen. Ein integraler Bestandteil dieses Engagements ist der weltweite Erhalt unschätzbar wertvoller Naturwälder und der Tierwelt für heutige und künftige Generationen.

 

Dazu David Briggs, der CEO der VELUX Gruppe: „Unser Planet befindet sich in einer ernsten Klima- und Naturkrise, und dies erfordert außerordentliche Maßnahmen. Im Einklang mit den Werten unseres Unternehmens sind wir bestrebt, mehr zu tun als die meisten anderen, deshalb haben wir diese neue Strategie „Lebenslang Klimaneutral“ entwickelt. Wir werden unseren künftigen CO2-Ausstoß drastisch reduzieren und unsere Lieferanten auffordern, das Gleiche zu tun. Ein Teil dieser neuen Strategie besteht in einer 20-jährigen Partnerschaft mit dem WWF, in deren Rahmen wir das Äquivalent unserer historischen CO2-Emissionen binden wollen. Wir hoffen, dass das auch andere Unternehmen motiviert, Klimaverantwortung zu übernehmen und auf eine nachhaltige Zukunft für uns alle hinzuarbeiten.“

 

 

 

Die VELUX Gruppe will das Ziel, Verantwortung auch für alle historischen Emissionen zu übernehmen, dadurch erreichen, dass sie als Partner des WWF in Wald- und Biodiversitätsprojekte investiert, die in den nächsten 21 Jahren speziell für VELUX entwickelt werden. Dies wird dazu beitragen, den Lebensraumverlust, die Entwaldung und die Bodendegradation, die die biologische Vielfalt der Waldökosysteme auf der ganzen Welt bedrohen, zu stoppen, während wir gleichzeitig mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten und sie unterstützen. Die ersten beiden dieser Waldprojekte werden in Uganda und Myanmar durchgeführt.

 

In Uganda liegt der Schwerpunkt auf der Wiederherstellung geschädigter Wälder, der Aufforstung neuer Wälder und dem Schutz der verbliebenen Naturwälder. Dabei wird eine breite Palette von Maßnahmen zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Projekts werden auch Bäume in Nutzholzparzellen (sogenannten Woodlots), anderen Agroforstsystemen und Plantagen außerhalb von Schutzgebieten gepflanzt, um die Nachfrage nach verschiedenen Waldprodukten zu decken und den Druck auf die Naturwälder zu verringern. Das Projekt in Myanmar wird in enger Zusammenarbeit mit und zum Nutzen der lokalen Gemeinschaften darauf hinarbeiten, die vielen wichtigen Wildtierkorridore entlang des Singkhon-Passes zu sichern und die einzigartige biologische Vielfalt dieses Gebietes zu schützen.

 

„Da die Auswirkungen der Klima- und Naturkrise immer deutlicher werden, ist jetzt aktives Engagement gefordert, um eine widerstandsfähigere und nachhaltigere Zukunft für uns alle zu schaffen. Die neue Strategie und das Engagement der VELUX Gruppe sind wichtige Schritte, denen andere folgen sollten,“ so Marco Lambertini, Generaldirektor des WWF International. „Sich das mit 1,5° C ambitionierteste Klimaziel der Welt auf die Fahne zu schreiben und gleichzeitig wichtige Waldlandschaften und die Biodiversität zu schützen – ganz zu schweigen von dem Nutzen, den dieser für unsere Gesellschaft und Wirtschaft bietet – ist zweifellos der richtige Weg, um genau die klima- und naturgerechte Zukunft zu schaffen, die wir als Grundlage für einen nachhaltigen Planeten benötigen. Zudem hoffen wir, mit diesem Beispiel auch andere Organisationen zu motivieren, Verantwortung für das Klima zu übernehmen, rückblickend und zukunftsorientiert zugleich. Und natürlich wollen wir damit auch die Messlatte für die ökologische Verantwortung von Unternehmen ein ganzes Stück höher legen.“

 

Weitere Informationen zur Strategie der VELUX Gruppe und den gemeinsamen Waldschutzprojekten des WWF und der VELUX Gruppe finden Sie auf www.velux.com/itsournature.

 

ANMERKUNGEN

i – Es existiert keine Standardmethode zur Berechnung eines historischen CO2-Fußabdrucks. So sind valide Emissionsfaktoren und Energieverbrauchsdaten für vergangene Zeiträume oft nicht verfügbar. Daher hat die VELUX Gruppe eine Methode zur Berechnung der gesamten Kohlendioxidemissionen seit Gründung des Unternehmens entwickelt. Die auf dem anerkannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard basierende Methode wird dabei auf historische Daten angewendet. Diese einzigartige Methode, einschließlich der zugrunde liegenden Annahmen, wird von Carbon Trust unabhängig verifiziert und durch den WWF überprüft.

ii – Definition von Scope 1 und 2. Scope 1 (direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, z.B. Firmeneinrichtungen und Firmenfahrzeuge). Scope 2 (indirekte Emissionen, erzeugt durch zugekauften Strom, Dampf, Heizung und Kühlung, die vom meldenden Unternehmen verbraucht werden).

iii – Die Definition von Scope 3 umfasst alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens auftreten (z. B. zugekaufte Waren und Dienstleistungen, Abfallerzeugung und Transportwesen).

iv – Die „Science Based Targets Initiative“ motiviert Unternehmen dazu, sich wissenschaftsbasierte Ziele zu setzen und ihren Wettbewerbsvorteil beim Übergang zu einer kohlendioxidarmen Wirtschaft zu stärken. Sie ist ein gemeinsames Projekt von CDP, dem Global Compact der Vereinten Nationen, dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF) und eine der Verpflichtungen der We Mean Business Coalition. Die Initiative definiert und fördert Best Practices bei der Festlegung wissenschaftsbasierter Ziele, hilft mit Ressourcen und Beratung beim Abbau von Implementierungshürden und bewertet und genehmigt unabhängig die Ziele der Unternehmen.

Die Leitthemen der BAU 2021: Wohnen in der Zukunft

Sie geben den Takt vor und bringen Ordnung in die Produktvielfalt: die vier Leitthemen der BAU 2021. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen danach ausrichten und entsprechende Lösungen anbieten. In den Messeforen werden die Leitthemen unter verschiedenen Aspekten erörtert und diskutiert. Und in den Sonderschauen werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht. Hier stellen wir das vierte Leitthema vor: Wohnen in der Zukunft.

 

Die Corona-Pandemie wirft neue Fragen für das Wohnen in der Zukunft auf. Diese Tendenz zeichnet sich ab und ergänzt die ohnehin umfassenden Anforderungen an das Wohnen um eine weitere Unbekannte: die Distanz im öffentlichen Raum. Mit ihr geraten zwei Pfeiler der Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte ins Wanken. Nachverdichtung und weitere Verstädterung von Ballungsräumen sind nicht alleinige Lösung für die aktuelle Wohnraumproblematik. Denn Gesundheit, und das zeigt nicht erst Corona, erfordert räumlichen Abstand, vor allem in gesundheitsgefährenden Situationen. Diesen Raum bieten die Metropolen auf dem Globus schon heute nicht mehr. Parallel erkennen wir in Corona elementare Auswirkungen auf das private Wohnen, für Hotels und Pensionen: Home-Office in den eigenen vier Wänden, Hygienekonzepte für Beherbergungsbetriebe und die Datenspeicherung für eine gezielte Nachverfolgung beim Verdacht einer Viruserkrankung bedeuten eine neue Selbstverständlichkeit für das Wohnen und Leben – die jeder für sich adaptieren lernen muss.

Qualitätsvoller und dennoch kostengünstiger Wohnraum ist längst eine Utopie in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München. Gleichzeitig sehen viele deutsche Städte mit gewachsener Infrastruktur und robustem Gebäudebestand einer ungewissen Zukunft entgegen: hohe Leerstandsquoten in Halle, Frankfurt (Oder), Salzgitter, massive Abwanderungstendenzen aus Regionen wie dem Saarland, der Uckermark und dem Ruhrgebiet. Wie sollen wir also reagieren, wenn einerseits in vielen Orten Wohnraum fehlt und andererseits wertvoller Gebäudebestand auf lange Sicht ungenutzt bleibt oder sogar verfällt?

Hinzu kommen der demographische Wandel und eine stetig steigende Lebenserwartung: Die Menschen bleiben länger fit. Sie sind gesund, agil und vital. Ihre Lebensgewohnheiten nehmen damit direkten Einfluss auf die Gestaltung unserer Städte und Gemeinden und erfordern neue Serviceangebote für die „Generation Silver“ sowie Universal-Design-Konzepte im öffentlichen wie privaten Raum, die allen zugutekommen. Wohnen und Arbeiten, Familie und Freizeit sind eng miteinander verwoben. Und in einer noch weitaus stärker digitalisierten Zukunft, werden die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben weiter verschwimmen. Das wird direkten Einfluss auf das Lebens- und Arbeitsumfeld jedes Einzelnen haben.

Neue Konzepte und Modelle gegen Wohnungsmangel

Die Bundesregierung hat sich mit ihrer Wohnraumoffensive das Ziel gesteckt, bis Ende 2021 1,5 Mio. neue Wohnungen und 100.000 Sozialwohnungen zu schaffen. Staatlich geförderte Wohnungsbaumaßnahmen sind ohne Frage wichtige Impulse in einem aktuell überhitzten, indifferenten Wohnungsmarkt. Doch dürfen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass gesellschaftliche oder globale Entwicklungen wie Digitalisierung und Energiewende unsere Lebens- und Arbeitswelt schon heute nachhaltig verändern. Neue Konzepte sind daher dringend nötig, die Verstädterung und Landflucht, Wohnraummangel und Wohnungsleerstand reflektieren und darauf zukunftstauglich reagieren: Flexible Clusterwohnungen, die den unterschiedlichen Lebensentwürfen der Menschen und ihren verschiedenen Lebensphasen Rechnung trägen, entstehen bereits. Wohnmodelle, die Gemeinschaft ermöglichen sowie Partizipation und Privatheit zulassen, sind längst etabliert. Und die ressourcenschonende Nachverdichtung mit Wohnraum auf Parkdecks, Dächern von Einkaufsmärkten oder in umgenutzten Bürogebäuden wird bereits realisiert.

Wievel Raum braucht man zum Leben?

Im Durchschnitt standen jedem Deutschen im Jahr 2018 fast 47 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Das ist ein Plus von fast 13 Quadratmetern im Vergleich zu 1990, stellt das Statistische Bundesamt heraus. Diese massive Steigerung von mehr als 25 Prozent in den vergangenen drei Jahrzehnten impliziert neue Fragen: Wieviel Raum braucht man zum Leben? Bedeutet der Verzicht auf Wohnraum automatisch den Verlust von Wohnkomfort und gewachsener Lebensqualität? Und wie gehen wir mit der explodierenden Zahl von Singlehaushalten um? Denn 2018 waren es gut 46 Prozent mehr als noch 1991. Der persönliche Verzicht und die Reduktion auf das erforderliche Maß an persönlichem Raum, wird in der Zukunft wohl wichtiger als je zuvor. Denn unsere Städte können nicht unendlich ausufern, bestehende Bausubstanz nicht ohne Einschränkung nachverdichtet werden.

Wohnen in der Zukunft soll Ressourcen schonen

Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind jedoch weitaus größer. Denn parallel zu den gesellschaftlichen Veränderungen, die das Wohnen in der Zukunft erfordert, gewinnt der Ressourcenschutz stetig an Bedeutung. Ein Großteil unseres jährlichen Rohstoffverbrauchs geht weltweit zu Lasten des Bauwesens. Veränderte Rohstoff-Flüsse in der Baustoffproduktion, die stärker auf recycelte Wertstoffe setzen, werden damit immer wichtiger. Das zeigt auch die Entwicklung im „Welterschöpfungstag“, jenem rechnerischen Datum, ab dem wir mehr Ressourcen angreifen, als die Erde bieten kann. Im Jahr 2019 hatte die Menschheit den „Earth Overshoot Day“ bereits am 29. Juli erreicht. Zukunftsstrategien sind daher Wertstoffstrategien. Sie müssen vor allem den Schutz der Ressourcen und im gleichen Atemzug das qualitätsvolle Recycling bereits verbauter Rohstoffe berücksichtigen. Nur so können wir gewährleisten, dass auch in Zukunft die notwendigen Reserven für die weitere technologische Entwicklung der Menschheit verbleiben.

Krisenbedingte Herausforderungen für das Wohnen in der Zukunft

Hinzu kommen neue Phänomene, deren Auswirkungen bisher niemand absehen kann. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen der Corona Krise im Jahr 2020 zeigen eindrücklich, wie volatil unser Zusammenleben vor allem in den eng besiedelten Ballungsräumen in Deutschlands heute ist und in Zukunft bleiben wird. Für die Herausforderungen, die mit Gesundheits- oder Wirtschaftskrisen verbunden sind, sollten wir versuchen, uns zu wappnen. Solidarität und Empathie müssen befördert werden, Zusammenhalt und Achtsamkeit den Alltag stärker prägen. Das bedeutet einen Paradigmenwechsel, vom Ich zum Wir, der ebenso Einfluss auf das Wohnen nehmen sollte: Nicht die Anonymität der Individuen in ihren Mikro-Apartments wird gefördert, sondern Wohnkonzepte, die auf Werte wie Partizipation, Gemeinschaft und Relevanz für eine Gesellschaft einzahlen.

Das Wohnen und Leben und unser Miteinander in den kommenden Jahrzehnten erfordern weit mehr als pointierte Aktionen mit Vorbildcharakter aus Bauforschung, Politik oder Wirtschaft. Aktuell gehen wir wichtige Schritte inmitten eines digitalen Aufbruchs, der nach neuen Qualitäten verlangt: Stadt, Dorf, und Region werden enger verwoben sein, Individualverkehr und Massenmobilität neu gedacht und Arbeitsmodelle sind zu entwickeln, die dezentrale und ortsungebundene Tätigkeiten ermöglichen. Das Wohnen in der Zukunft gestalten wir somit schon jetzt und jeden Tag aufs Neue.

Corona-Hilfen: Mit Staats-Hilfe in Insolvenz und Altersarmut

PM Dr. Johanness Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm
München im September 2020
Corona-Hilfen: Mit Staats-Hilfe in Insolvenz und Altersarmut *
– Wie Selbständige und GmbH-Geschäftsführer auch die Altersversorgung verlieren ? –
In der sogenannten Corona-Krise hilft der Staat, etwa durch Steuererleichterungen – wie
beispielsweise auf Antrag die Herabsetzung von Vorauszahlungen und Stundung. Dies betrifft
Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer; nicht jedoch Lohnsteuer und Kapitalertragssteuer.
Sozialversicherung konnte ebenfalls gestundet werden. Zahlungen für Mieten, Strom, Gas, Wasser,
Telefon und Internet konnten unter Bedingungen, die zumindest später auch beweisbar sein müssen,
vorübergehend ausgesetzt werden. Dies bedeutet eine Zunahme der Schulden, ab jetzt und für die
Zukunft.
Banken reagieren zurückhaltend bei Hilfskrediten
Am wirksamsten waren staatliche Zuschüsse, ohne Rückzahlungspflicht. Sowie bei liquiden
Arbeitgebern die Option steuer- und sozialversicherungsfrei einen Bonus von bis zu 1.500 € den
Arbeitnehmern zusätzlich zu gewähren (BMF v. 09.04.2020 – IV C 5 – S 2342 20 10009 001). Gerichte
urteilten, daß Coronahilfen pfändungsfrei sind (LG Köln, Urteil vom 23.05.2020, Az. 39 T 57/20; FG
Münster, Beschluß vom 13.05.2020, Az. 1 V 1286 AO) – Altschulden bleiben damit also auch
ungetilgt.
Die Insolvenzwelle kommt nach dem 30.09.2020
Vom 01.03.-30.09.2020 wurde die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt; mit Verlängerungsoption für
den Minister bis 31.03.2021. Ein Turboeffekt dürften die gestundeten und dann fällig werdenden
angewachsenen Schulden besitzen; einschließlich Kreditrückzahlungspflichten auch ggü. dem Staat.
Hinzu kommt als Hürde, dass das einschlägige Strafrecht nicht suspendiert wurde.
Bei Gastwirten schätzen Insider gegenwärtig, dass bis zu mehr als 60% sowieso aufgeben werden –
Liquidation oder Insolvenz. Das UN World Food Programme (WFP) rechnet mit einer
Hungerpandemie, welche im April bereits 265 Mio. Menschen lebensbedrohlich gefährdete. Die
International Labour Organisation (ILO) schätzte zu dieser Zeit, dass weltweit nahezu jeder zweite
Arbeitsplatz wegfällt und die Existenzgrundlage dann fehle.
Bis zum Totalverlust reichen die Risiken bei privater und betrieblicher Altersvorsorge
Dass beim Steuerverlagerungsmodell Riestersparen und Basisrente, zwar die private Verpfändung
durch den Versicherungsnehmer unterbunden ist, bedeutet keinesfalls einen kompletten Schutz vor
hoheitlicher Pfändung und/oder Verwertung mittels Einziehung durch den Insolvenzverwalter. Jedoch
läßt sich dies prüfen und häufig legal gestalten – selbst bei normalen Lebensversicherungen.
Besonders bitter ist es für Arbeitnehmer, wenn sie es versäumten den Insolvenzschutz der eigenen
betrieblichen Altersversorgung zu prüfen und sicher zu stellen, um sich später vom
Insolvenzverwalter an den Pensionssicherungsverein verweisen zu lassen – mit guter Aussicht auf
eine faktische Minderung der eigenen Ansprüche.
Der Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 18.07.2013, Az. IX ZR 219/11) eröffnete dem
Insolvenzverwalter weitergehende Möglichkeiten, auf das Vermögen der
Mittelstandskapitalgesellschaft zur Rückdeckung der betrieblichen Altersversorgung (bAV)
zuzugreifen; insbesondere bei Pensionszusagen an geschäftsführende Gesellschafter.
Anfechtbarkeit der Verpfändung einer Rückdeckung an den Geschäftsführer
Der BGH hat entschieden, daß für eine Anfechtung der Bestellung von Sicherheiten für den
Geschäftsführer (z.B. Verpfändung oder Abtretung) durch Insolvenzverwalter bzw. Gläubiger nach §
135 Insolvenzordnung (InsO) es ausreichend ist, wenn der Geschäftsführer mit 50% am
Gesellschaftskapital beteiligt ist und zugleich deren alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer.
Nach der seit 01.11.2008 gültigen gesetzlichen Regelung sind nämlich solche Sicherheiten (z.B.
Verpfändung einer Lebensversicherung), die die Gesellschaft in den letzten 10 Jahren gewährt hat,
anfechtbar – auch wenn seinerzeit damit nicht die Absicht einer Gläubigerbenachteiligung verbunden
war. Dies gilt nicht nur für Sicherheiten zur Absicherung von Darlehen des Gesellschafters, sondern
auch für Rechtsverhältnisse, die einem Darlehen an die Gesellschaft wirtschaftlich entsprechen. Für
die spätere Pension hat der Geschäftsführer eine Arbeitsleitung erbracht, sich den Lohn jedoch
teilweise nicht ausbezahlen lassen, sondern wirtschaftlich bei seiner Gesellschaft dieses Geld
darlehensähnlich bis zum Erreichen des Rentenalters stehen lassen: Dies spricht stark für die
Annahme eines darlehensähnlichen Geschäfts. Würde es keine Sicherheit geben, also z.B. keine
Verpfändung, dann wären allenfalls Rechtshandlungen aus dem letzten Jahr vor Insolvenzeröffnung
anfechtbar – also etwa die Tilgung von Gesellschafterdarlehen ohne Kreditsicherheit.
Auch unangemessen hohe Pensionszusage anfechtbar
Handelt es sich um eine unangemessen hohe Pensionszusage, wird der Insolvenzverwalter nach §
134 InsO von einer (gemischten bzw. teilweisen) Schenkung ausgehen, und anfechten (LG Bochum,
Urteil vom 10. Mai 2011, Az. 9 S 251/10). Diese Möglichkeit besitzt auch jeder normale Gläubiger, der
ansonsten keine Vollstreckung mehr mit Erfolg hat durchführen können.
Selten wirksamer Schutz durch Treuhandmodelle
Eine die Gläubiger der Mittelstands-GmbH stets benachteiligende Treuhandvereinbarung gilt als in
dem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Treugut entsteht (BGH, Urteil vom 24.05.2007, Az. IX ZR
105/05). Erfolgt der Aufbau einer Rückdeckung (z.B. in einer Lebensversicherung oder über ein
Wertpapierdepot) durch laufende Einzahlungen, oder erfolgt die dingliche Übertragung von
Vermögen auf einen Treuhänder, so ist im Zweifel erst der zeitlich letzte Teilakt bei mehraktigen
Rechtsgeschäften maßgeblich.
Würden dem Treuhänder gegen den Auszahlungsanspruch des Insolvenzverwalters wirksame
Einreden zustehen, welche die Mittelstands-GmbH nicht erheben konnte, so ist bereits die Zahlung
an den Treuhänder gläubigerbenachteiligend, und damit anfechtbar.
Anfechtung nach Werbung mit Insolvenzschutz durch Produktgeber
Bereits das Ziel, auch einen Vermögensschutz (Asset-Protection) durch Verpfändung der Rückdeckung
einer Pensionszusage zu verfolgen, selbst in wirtschaftlich guten Zeiten der Mittelstands-GmbH,
eröffnete dem Insolvenzverwalter bisher schon wegen bedingt vorsätzlicher
Gläubigerbenachteiligung die Anfechtung nach § 133 InsO (OLG Brandenburg, Urteil vom 13.02.2002,
Az. 7 U 152/01). Neu ist nun, dass es auf das Ziel der Gläubigerbenachteiligung gar nicht mehr
ankommt, soweit ein als darlehensähnlich zu beurteilendes Geschäft zugrunde liegt.
Vertriebsmärchen der Insolvenzsicherheit bei verpfändeten Rückdeckungsversicherungen
Je nach Ausgestaltung der Pensionszusage mit Rückdeckung, einschließlich Treuhandmodell, kann der
Insolvenzverwalter wie auch jeder normale Gläubiger bis zu mehr als 10 Jahre rückwirkend auf die
seitdem entstandenen Rückdeckungsmittel des geschäftsführenden Gesellschafters ohne weiteres
zugreifen, sofern dieser mindestens zu 50% an der Gesellschaft beteiligt und zur
Alleingeschäftsführung berechtigt ist.
Problemlösung häufig nicht im inländischen Rechtsraum
Zunächst einmal gilt Insolvenzrecht und Zivilprozeßrecht einschließlich Vollstreckungsrecht nur im
Inland. Nur durch wirksame Rechtswahl kann ein Vermögensschutz im Einzelfall im Ausland erreicht
werden. Hintergrund ist die rechtspolitische Entscheidung zwischen dem Interesse der Gläubiger
einerseits und dem Interesse des Staates sowie der Mitarbeiter und Geschäftsführer an einer
Sicherstellung der Altersversorgung andererseits. Dies zu gestalten ist Versicherungsmaklern jedoch
nicht möglich, denn in aller Regel wird durch die Einschaltung irgendeiner Mittelsperson aus dem Inoder Ausland die Wahl ausländischen Rechts nichtig sein.
*von Dr. Johannes Fiala, PhD, RA, RB, MBA Finanzdienstleistungen (Univ.), MM (Univ.), Geprüfter
Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), Bankkaufmann (www.fiala.de)
und
Dipl.-Math. Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik, Aktuar DAV, öffentlich
bestellt und vereidigt von der IHK Frankfurt am Main für Versicherungsmathematik in der privaten
Krankenversicherung (www.pkv-gutachter.de).

DETAIL Preis 2020: Das sind die Nominierten – Leser können ab 14. September 2020 ihre Stimme abgeben

DETAIL Leserpreis 2020:
Das sind die Nominierten

» 257 innovative Projekte aus 28 Ländern
» 13 Nominierungen
» Leser können vom 14. September bis 30. Oktober 2020 ihre Stimme abgeben

Die Einreichung zum internationalen DETAIL Preis 2020 ist abgeschlossen. Insgesamt 257 innovative Projekte aus 28 Ländern wurden zur Teilnahme eingereicht. Gesucht wurden zukunftsorientierte Projekte jeglichen Gebäudetyps, die maßgebende baukulturelle und technische Qualitäten aufweisen.

Jetzt haben die DETAIL Leser die Möglichkeit, online für ihren Favoriten des DETAIL Leserpreises 2020 zu stimmen. Vom 14. September bis einschließlich 30. Oktober 2020 können die DETAIL Leser auf detail.de per Mausklick ihre Stimme für den DETAIL Leserpreis 2020 abgeben. Der Gewinner wird im Rahmen der Messe BAU bei einer feierlichen Preisverleihung am 14. Januar 2021 bekannt gegeben.

Folgende herausragende Projekte aus der ganzen Welt wurden von der DETAIL Preis Jury für das Leservoting nominiert:

01|Wohnregal, Berlin
FAR frohn&rojas

02|The Twist, Jevnaker (Norwegen)
BIG-Bjarke Ingels Group

03|Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing bei München
meck architekten gmbh

04|Thapar University Learning Laboratory, Patiala (Indien)
McCullough Mulvin Architects

05|Hotel Bauhofstrasse, Ludwigsburg
VON M, Matthias Siegert, Prof. Dennis Mueller

06|Haus D // 6, Oberberg
Aretz Dürr Architektur

07|adidas World of Sports ARENA, Herzogenaurach
Behnisch Architekten

08|Alpin Sport Zentrum, Schruns (Österreich)
bernardo bader architekten

09|Tipperne Tower – Tipperne Bird Sanctuary, Ringkøbing Fjord (Dänemark)
Johansen Skovsted Arkitekter

10|Karen Blixens Plads, Kopenhagen (Dänemark)
Cobe

11|Wydzia_ Radia i Telewizji im. Krzysztofa Kie_lowskiego, Katowice (Polen)
MA_ECCY biuro projektowe

12| Helsinki Central Library Oodi (Finnland)
ALA Architekcts Ltd.

13| People’s Pavilion (Niederlande)
bureau SLA

Nachhaltiges Bauen mit Kaldewei Badlösungen aus Stahl-Emaille

Architekturbüro in Österreich setzt bei Familienhaus inmitten der Weinberge auf natürliche Materialien und ein Badeerlebnis mit tollem Panoramablick

KALDEWEI, Ahlen, im August 2020 – Im österreichischen WinzendorfMuthmannsdorf trifft Nachhaltigkeit auf Design: Auf einer Fläche von rund 1.600 Quadratmetern steht ein Einfamilienhaus inmitten von Weinreben an einem Hang im Einklang mit der Natur. Bereits von außen wird die besondere und naturverbundene Architektur durch einen Schleier aus verkohlter Lärche entlang der Fassade deutlich. Die nachhaltige Bauweise zieht sich weiter durch das lichtdurchflutete Haus mit einem offenen Raumgefüge bis ins Badezimmer: Dort setzte der Architekt Oliver Steinbauer, Inhaber des Büros STEINBAUER architektur+design, Wiener Neustadt, passend zum umweltfreundlichen Gesamtkonzept auf die Badewanne Conoduo von Kaldewei aus nachhaltigem Stahl-Emaille. Dieses Material ist dank seiner natürlichen Rohstoffe zu 100 Prozent kreislauffähig und besonders langlebig.

Domizil als Beispiel für nachhaltiges Bauen mit stilvollem Design

Im Innenraum des neu entstandenen Familienhauses dominieren in den unteren Ebenen sandgestrahlte Betondecken, Stahl, Sichtestrich und großzügige Glasflächen. In den privaten Räumen finden sich weißes Corian, naturgeölte Eiche und dezente Lichtschlitze in Richtung Osten. Sämtliche Einbaumöbel entstanden in gebürsteter Wildeiche – kombiniert mit Einzelstücken aus Engelsberger Marmor vom nahe gelegenen Steinbruch. Ein weiteres Highlight ist ein tief in das Erdreich eingelassener Weinkeller für eine optimale Temperierung. „Wenn das Grundstück ein seit Generationen in Familienbesitz befindlicher Weingarten ist, war die Anforderung an einen zeitlosen und im Einklang mit der Natur stehenden Baukörper von Beginn an erstrangig“, sagt Architekt Oliver Steinbauer. Bauherr setzt auf Eleganz und Umweltfreundlichkeit bis ins Badezimmer. In einem Zwischengeschoss befindet sich das Badezimmer. Das Herzstück ist die in den Boden versenkte Badewanne Conoduo von Kaldewei mit gerahmtem Blick in Richtung des Engelsbergs im Nordwesten. Auch hier zeigt sich der Fokus auf die umweltfreundliche Bauweise anhand des Materials der Wanne. Conoduo ist aus Kaldewei Stahl-Emaille gefertigt, einer edlen Symbiose aus Stahl und Glas. StahlEmaille wird bei Kaldewei aus natürlichen Rohstoffen produziert und kann am Ende der Gebrauchszeit komplett in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Die glasierte Oberfläche der Badewanne ist sehr robust, hygienisch und pflegeleicht. Die außergewöhnlich lange Lebensdauer belegt Kaldewei durch eine Garantiezeit von 30 Jahren. „Die Badewanne aus Stahl-Emaille passt perfekt zu den offenen, aber mannigfaltigen Raumsituationen sowie zu der reduziert natürlichen Materialität des Objekts“, so Oliver Steinbauer.

Auch das Design der Badewanne fügt sich nahtlos in das Domizil ein. Conoduo zeichnet sich durch eine puristische Formensprache und zeitlose Eleganz aus – abgerundet von einem bündigen Wannenablauf sowie einem dezenten Überlauf, beides in Wannenfarbe emailliert. Dadurch wird die Badewanne passend zum Objekt höchsten Ansprüchen an Design und Ästhetik gerecht. So steht dem Genuss eines entspannenden Bades, bei dem man sich wie inmitten des Weinberges fühlt, nichts mehr im Wege. Und in diesem Wohlfühl-Ambiente lässt sich ein edler Wein aus den eigenen Reben sicherlich perfekt genießen.

Quelle: Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

Firmengruppe Max Bögl begrüßt 130 neue Auszubildende

(Sengenthal)

Trotz Corona startet bei der Firmengruppe Max Bögl das Ausbildungsjahr 2020 wie geplant. Die Firmengruppe bildet zum diesjährigen Ausbildungsstart 130 junge Menschen in 32 Berufen (gewerblich, technisch und kaufmännisch) und sechs dualen Studiengängen aus.

130 zukünftige Nachwuchskräfte haben zum 1. August (Standorte Gera, Hamminkeln, Liebenau und Köln) beziehungsweise zum 01. September (Hauptsitz Sengenthal und andere) ihre Ausbildung bei der Firmengruppe Max Bögl aufgenommen. Das Familienunternehmen investiert damit weiter in zukünftige Fachkräfte.

Der Hauptsitz in Sengenthal ist der größte Ausbildungsbetrieb, hier starten ca. 100 Auszubildende ihre Karriere. Zweitgrößter Ausbildungsstandort ist Gera mit 12 Auszubildenden, gefolgt von Berlin mit 7 Auszubildenden. Die 9 weiteren Auszubildenden verteilen sich auf die Standorte Bachhausen, Elterlein, Hamburg, Hamminkeln, Köln, Liebenau, München, Nürnberg, Schwabach, Stuttgart und Ulm.

Ausbildungszentrum stärkt die Qualität der Ausbildung

Geschäfts- und Ausbildungsleitung sind sich einig, dass die Investition in die berufliche Bildung langfristig den Erfolg der Firmengruppe sichern wird. „Durch unser neues Ausbildungszentrum stärken wir die Qualität der Ausbildung. In angenehmer Umgebung können die Auszubildenden nahezu die komplette Baubranche auf kurzem Wege kennenlernen und werden dabei noch intensiv von unseren Ausbildern betreut“, erklärt Christian Lang, Leiter des Ausbildungszentrums.

Einführungsveranstaltung mal anders

Anders als in den letzten Jahren, kann aufgrund der Auflagen und Hygienevorschriften durch Covid-19 die mehrtägige Einführungsveranstaltung nicht wie gewohnt stattfinden. Die Firmengruppe Max Bögl hat deshalb die Themen der Einführungsveranstaltung auf einer Webseite aufbereitet. Die jungen Nachwuchskräfte können so auf Smartphone, Tablet, Laptop oder PC die wichtigen Themenblöcke bequem und in Ruhe von zuhause oder unterwegs studieren.

Messewirtschaft nicht von der Verlängerung des Großveranstaltungsverbots betroffen

AUMA: Messen werden ab September stattfinden

 

Bund und Länder haben am 17. Juni 2020 vereinbart, dass Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober 2020 grundsätzlich untersagt bleiben. Gemeint sind damit z. B. Volks-, Straßen- und Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen.

Für Messen gilt diese Vereinbarung nicht, wie der AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft betont. Das haben Bund und Länder in ihrer Vereinbarung vom 6. Mai 2020 festgelegt. Außerdem wurde darin geregelt, dass ab sofort die Bundesländer in eigener Verantwortung über die Zulassung von Messen entscheiden und entsprechende Durchführungsbestimmungen zu den Abstands- und Hygieneregeln erlassen können. In vielen Fällen ist das bereits geschehen.

Messen werden in Deutschland nach bisherigen Planungen der Veranstalter ab September wieder stattfinden.

Wonach suchen Sie?