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Rechtssicherheit für Planer und Architekten wiederhergestellt
DIN 4108-4:2020-11 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in
Gebäuden“ stellt Bemessungsgrundlagen für Kork richtig
Mit Unterstützung der Experten aus dem Fachausschuss „Technischer Kork“ im
Deutschen Kork-Verband e.V. (DKV), Herford, hat der im DIN-Normenausschuss
Bauwesen (NABau) angesiedelte Arbeitsausschuss NA 005-56-92 AA
„Kennwerte und Anforderungsbedingungen“ die Norm DIN 4108-4
„Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärme- und
feuchteschutztechnische Bemessungswerte“ überarbeitet und bezüglich Kork
bzw. expandiertem Kork (ICB) sachlich richtiggestellt. Architekten und Planer
erhalten mit der im November 2020 veröffentlichten Neu-Fassung für die
Verwendung von Kork als Dämmstoff wieder Rechtssicherheit.
In der letzten Fassung von März 2017 war Kork ohne Nachweis und Rücksprache
mit den Unternehmen der Korkindustrie mit einem maximalen Zuschlagswert von
23 % für den maßgeblichen Bemessungswert bei der Berechnung des
Primärenergiebedarfs von Gebäuden beaufschlagt worden. Damit war ICB als
Dämmstoff ab Normenveröffentlichung für Architekten und Planer im Hochbau
praktisch nicht mehr einsetzbar.
Dieser extrem hohe Zuschlagswert widersprach sowohl wissenschaftlichen Tests
bzw. Untersuchungen, langjährigen Erfahrungen und bisher ausgegebenen
Prüfzeugnissen sowie den Bauvorschriften anderer EU-Staaten. Begleitet von
Amorim Isolamentos und dem zuständigen CEN-TC 88 intervenierte der DKV
daher beim zuständigen DIN-Ausschuss, der eine zeitnahe Neufassung von
Teil 4 „Bemessungswerte“ zusicherte.
Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen, die im Kontext zu DIN EN 13170
(Wärmeleitfähigkeit) richtig gestellte Fassung wurde am 1. November
veröffentlicht und ist damit verbindlich. Die ohnehin relativ günstigen Nennwerte
von ICB werden jetzt mit dem korrekten Zuschlag in Höhe von 5 Prozent belegt,
was der Verwendung von Kork zur Gebäudedämmung mit Blick auf den Einsatz
nachwachsender Rohstoffe und auf Klimaneutralität sehr förderlich ist.