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Die Lego-Baustelle fand 1986 zum ersten Mal statt und zählt seither zu den beliebtesten Angeboten der Architekturvermittlung des Deutschen Architekturmuseums. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich jeweils zwischen 6.000 – 8.000 Besucher:innen mit den weit über hunderttausend Steinen. Das Format Lego-Baustelle fand bisher zweimal jährlich statt, in den Weihnachts- und Sommerferien, und sprach sowohl Familien, als auch Schulklassen an. Durch die Corona-Pandemie war eine Durchführung im Jahr 2021 nicht möglich.

Von dieser Situation ausgehend, hat das Team des DAM nach einer digitalen Alternative gesucht, die in dieser Zeit angeboten werden kann – und wurde fündig! Dots statt Klotz im Minecraft-Universum!
Das Computerspiel Minecraft ist – salopp gesagt – eine digitale Welt aus Klötzchen. Wie auch bei Lego können sie von den Spielenden abgebaut und beliebig neu angeordnet werden. Nicht zuletzt deshalb zählt Minecraft derzeit zu einem der erfolgreichsten Spielen weltweit.

Gemeinsam mit dem bekannten Minecraft-Spieler und Youtuber Josef Bogatzki (TheJoCraft) organisierte das DAM das Projekt „Frankfurt_2099“, welches vom 12. März bis zum 12. Oktober 2021 lief.
Auf einer digitalen Spielfläche, einer MAP, konnten sich die Spieler:innen ein Grundstück reservieren und darauf ihren Visionen Form verleihen. Ziel war es, die urbanistischen Visionen für Frankfurt im Jahr 2099 zu sammeln und zusammenzuführen.

Rund 11.000 Grundstücke wurden bebaut – manche schemenhaft, andere bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Es wurden Aspekte wie Mobilität, Arbeiten und Wohnen, Digitalisierung oder Stadtklima von den Spielenden aufgegriffen und umgesetzt. Im Rahmen des Projektes gab es einen Wettbewerb, in den 600 Gebäude eingereicht wurden. Der Altersdurchschnitt lag bei 14 Jahren. Die Ergebnisse wurden in zwei Kategorien eingeteilt: Kids und Main – die Trennlinie war das Alter von 12 Jahren.

Eine Jury, bestehend aus Architekt:innen und erfahrenen Minecraft-Spielern, tagte am 26. Oktober 2021 und hat sich nach stundenlanger Sichtung und Diskussion auf neun Projekte geeinigt, die durch verschiedene Charakteristika hervorstachen.
Die Preisträger:innen sind:

Kategorie Kids
1. Platz: David Kersten (und Unterstützer:innen)
2. Platz: Franziska Eberle (und Unterstützer:innen)
3. Platz: Timur Schuckmann (und Unterstützer:innen)

Kategorie Main
1. Platz: Lars Fröhlich
2. Platz: Henry Barth
2. Platz: Simon Bernhard (und Unterstützer:innen)
3. Platz: Alexander Bendak
3. Platz: Jan Bausch (und Unterstützer:innen)
3. Platz: David und Zoe Hamann

Die Unterstützer:innen der Gewinner:innen werden im Rahmen der Preisverleihung namentlich genannt.
Das Ziel des Projektes war es, die Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen der Architektur spielerisch in den Fokus zu rücken. In Anbetracht der hohen Beteiligung und der Vielzahl außergewöhnlichen Ergebnisse hat es die Erwartungen übertroffen. Jedem einzelnen vollendeten Gebäude gebührt unsere Hochachtung.

Jurymitglieder:
Josef H. Bogatzki aka. TheJoCraft
Andreas Beigel aka. Crocodileandy
Janus Vorrath aka. iOser100
Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM
Katleen Nagel, Volontärin des DAM

Am Samstag, den 4. Dezember 2021 um 18 Uhr wird die Preisverleihung dieses besonderen Wettbewerbs stattfinden. Das Event kann live auf YouTube und Facebook verfolgt werden:
facebook.com/architekturmuseum
youtube.com/c/DeutschesArchitekturmuseumDAM

Das Projekt „Frankfurt_2099“ wird im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes entwickelt und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR gefördert.
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des DAM e.V. und Nitrado.