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Gewonnen! 1. Preis im nichtoffenen Wettbewerb für ein nachhaltiges, lebendiges Stadtquartier. Auslobung der Stadt Kreuztal im Wettbewerb „holz.stahl.digital“.

In etablierter Zusammenarbeit mit unseren Partnern Schellenberg + Bäumler Architekten
und Studio grüngrau.

Im nichtoffenen Wettbewerb für ein nachhaltiges, lebendiges Stadtquartier in Kreuztal hat sich unser gemeinsamer Entwurf mit Schellenberg + Bäumler Architekten (Dresden) und Studio grüngrau Landschaftsarchitektur (Düsseldorf) unter zehn eingereichten Beiträgen erfolgreich durchsetzen können. Wir freuen uns über eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Bereits im Sommer erhielt unser gemeinsamer Entwurf zum METRO-Campus in Düsseldorf eine Anerkennung.

Im Rahmen der Südwestfalen-REGIONALE 2025 wird auf dem ehemaligen Areal der Bender-Ferndorf Rohr GmbH eine attraktive Stadterweiterung mit Modellcharakter entstehen, die modernes Wohnen, Arbeiten und Kultur inmitten hochwertiger Freiräume vereint. Sie versteht sich als Beitrag zum „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Kreuztal-Mitte“, das die Innenstadt Kreuztals in die Zukunft führen
soll. Ausschlaggebend ist dabei der Projekttitel „holz.stahl.digital“ mit dem gleichzeitig die Fokussierung des zukünftigen Quartiers einhergeht: ‚Holz‘ – der zentrale nachhaltige Werkstoff; ‚Stahl‘ – das identitätsprägende Material und ‚digital‘ – die konzeptuelle Perspektive eines modernen Quartiers.

Bei der Neugestaltung des Quartiers stehen die vielseitigen Bedürfnisse unterschiedlicher sozialer Schichten und deren Anforderungen an Wohnformen im Fokus. Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern entstehen hier auch moderne Typen wie Tiny Houses oder gemeinschaftliches Wohnen. Daher war im Wettbewerbsprozess die Bürgerbeteiligung maßgeblich. Anlässlich eines Tages der Offenen Tür auf dem Gelände hatten im August 2020 etwa 300 Bürgerinnen und Bürger Ideen eingereicht, die von uns bei der Planung berücksichtigt wurden.

Das städtebauliche Konzept folgt drei lokalen Charakteristiken:
die Nähe zu den Naherholungsräumen sowie zum Stadtzentrum, die unmittelbare Lage am Ferndorfbach als quartiersprägenden Bezugsraum und die Historie des beeindruckenden ehemaligen Industriestandortes mit seinen identitätsstiftenden Altbauten als Ressource. Diese werden wir nicht nur umbauen sondern auch umnutzen.

So wird etwa die Tonnendachhalle erhalten und zu einem multifunktionalen Ort für Kultur, Freizeit und Events neu gestaltet. Der eindrucksvolle Innenraum bleibt somit erlebbar. Die Fassade öffnet sich großzügig zum Quartiersplatz, der Innenraum weitet sich zum Außenraum und bespielt diesen. Nebenräume wie Sanitär-, Lager- und Küchenbereiche werden im ehemaligen Verwaltungsgebäude untergebracht. Dieses wird zum Co-Working mit Makerspace, Konferenz- und Besprechungsraum mit anmietbaren Gäste-Appartements umgebaut. Auch die Hallen westlich der Tonnendachhalle werden
teilweise erhalten. Als geschichtliche Spuren bilden sie flexibel nutzbare Raumressourcen: zum Beispiel
als Quartiersgarage mit Mobilitätsstation oder Blockheizkraftwerk mit Lagerflächen.

Die Neubauten, Reihen- und Doppelhäuser in geschlossener Randbebauung, werden in Holzbzw. Holzhybridbauweise realisiert. Elemente aus Cortenstahlblech gliedern die Fassaden und setzen den vormaligen Bender Ferndorf Werken eine Reminiszenz. Intelligente, vielfältige und robuste Grundrisse sorgen für ein hohes Maß an Flexibilität.

Übrigens lobte auch der Bürgermeister von Kreuztal, Walter Kiß unseren Entwurf: „Die Vorgaben aus der Wettbewerbsbeschreibung wurden in vorbildlicher Weise erfüllt“, teilte Walter Kiß erfreut mit. Die Jury würdigte den Entwurf ebenfalls: „Mit einem sensiblen Blick auf die Eigenarten und Qualitäten des Ortes und seinen prägenden Elementen zeichnet der Entwurf ein beeindruckendes Zukunftsbild für den ehemaligen geschichtsträchtigen Industriestandort am Ferndorfbach.“

Wir freuen uns mit unseren Partnern Schellenberg + Bäumler Architekten (Dresden) und Studio grüngrau Landschaftsarchitektur (Düsseldorf) auch in Zukunft weitere Projekte in dieser erfolgreichen Zusammenarbeit realisieren zu können.