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Führungswechsel bei der ROSSKOPF + PARTNER AG

Firmengründer Helmut Roßkopf übergibt an die nächste Generation

Seit Ende Februar 2021 ist bekannt, dass Unternehmensgründer Helmut Roßkopf in den Aufsichtsrat der Firma wechselt. Den Vorstand begleiten ab März weiterhin Christin Bergmann und der bisherige Vertriebsleiter Oliver Schleich. Die Eigentümerschaft erwirbt durch einen Aktienverkauf des Inhabers die Hoffnungsträger Stiftung. Damit wird das mittelständische Unternehmen an die nächste Generation übergeben.

Weihnachten 2017 beschließt Helmut Roßkopf, dass es an der Zeit ist, die Nachfolge für sein Unternehmen zu regeln. Nicht, weil er sich unwohl fühlt. Stattdessen geht es ihm um die Sicherheit der Arbeitsplätze seiner Kollegen und Mitarbeiter sowie um den Erhalt des Unternehmens selbst. Die Neuausrichtung der Organisationsstruktur begann 2018 mit der Suche nach einem weiteren Vorstandsmitglied, das neben Christin Bergmann die Geschäfte der Rosskopf + Partner AG weiterführt. Die Wahl fiel auf Oliver Schleich, der zunächst die Rolle des Vertriebsleiters übernahm.

„Für die kommenden Jahre sehe ich Rosskopf + Partner in einem stabilen Prozess. Wir gehen mehr und mehr darauf zu, uns vom klassisch geprägten Handwerksbetrieb zu einem zeitgeistorientierten, Architektur geprägten Industrieunternehmen zu entwickeln. Das bedeutet, wir können Partnern und Kunden weiterhin individuelle Lösungen anbieten und diese zugleich weiterentwickeln. Das dafür notwendige Mitarbeiter-Knowhow haben wir bereits im Haus“, formuliert Schleich optimistisch.

Darüber hinaus stellte sich die Frage nach einem zukunftsorientierten Eigentümerwechsel. Infolge eines intensiven Austauschs mit Marcus Witzke, Vorstand der Hoffnungsträger Stiftung, einigten sich die Parteien auf die Übergabe der Eigentümerschaft durch den Verkauf der Aktienanteile von Helmut Roßkopf. Dieser Schritt ermöglicht es dem Unternehmen, die Bedürfnisse seiner Kunden nachhaltig zu erfüllen, Arbeitsplätze zu sichern und weiterhin eine hohe Wertschöpfung zu erreichen.

Wechsel in den Aufsichtsrat

Der scheidende Vorstand, Helmut Roßkopf, wird in den Aufsichtsrat wechseln und dort in beratender Instanz tätig sein. „Es muss sichergestellt sein, dass der Vorstand seiner Arbeit nachgehen kann. Zugleich möchte ich dem Unternehmen zur Seite stehen.“, sagt Helmut Roßkopf. „Außerdem ist die neu entstandene Kooperation mit der Hoffnungsträger Stiftung ein wichtiger Schritt in eine aussichtsreiche Zukunft. Die Stiftung ist nicht nur ein wirtschaftlich starker Partner, sondern engagiert sich intensiv für humanitäre Zwecke. Das christliche Werteverständnis ist mir sehr wichtig.“

Mit Christin Bergmann und Oliver Schleich wird der Vorstand durch zwei erfahrene Mitarbeiter des Unternehmens besetzt. Somit können aktuelle sowie geplante Projekte angegangen bzw. fortgeführt werden. „Der Wechsel innerhalb des Vorstands und auch die Unternehmensnachfolge verlaufen entsprechend des vorab definierten Planes. Wir hatten uns bereits 2018 auf dieses Zeitfenster geeinigt und entscheiden etwas derart Wichtiges nicht ad hoc aufgrund der Corona-Krise oder eines anderen Umstandes.“, erklärt Christin Bergmann.

Neue Wege im Blick und den Mut, sie zu gehen

Als Schreinermeister Helmut Roßkopf 1984 im Großraum Frankfurt am Main die „Bau- und Möbelschreinerei Helmut Roßkopf“ gründete, arbeitete er mit geliehenen Maschinen in einer alten Scheune. Heute beschäftigt das Unternehmen 200 Mitarbeiter an Standorten in Obermehler (Unstrut-Hainich-Kreis/Thüringen) und Augustusburg-Hennersdorf (Mittelsachsen/Sachsen). Die Schreinerei hat sich seit der Expansion nach Thüringen und Sachsen nicht nur lokal, sondern auch im Sinne der Projekte stark verändert. Neben Hölzern verarbeiten die Fachleute heute ebenfalls Mineralwerkstoffe, Stein und Keramik u.a. zu hochwertigen Küchenarbeitsplatten und Sonderanfertigungen für Architektur und Handwerk. Die Kundenkreise erstrecken sich von Deutschland und Europa bis nach Jordanien oder in die USA.

Dem Handwerk bleibt Roßkopf auf der einen Seite treu. Auf der anderen Seite wird er sich verstärkt dem Leben im Kloster Volkenroda widmen. „Ich lebe nun seit vielen Jahren in der Klostergemeinschaft und entwickle mit allen Mitgliedern das Kloster weiter. Ab und an fühle ich mich wie ein Wandler zwischen den Welten“, meint Bruder Helmut schmunzelnd. „Doch gerade die Kombination aus beiden Welten ist mir wichtig. So gehen Unternehmertum und christliche Wertegemeinschaft Hand in Hand. Das ist es, was mich immer motiviert hat – und durch die neuen Kooperationen bleibt genau das auch erhalten.“

 

 

Alle Fotos: Marlen Mieth / ROSSKOPF + PARTNER AG