BMU und UBA loben den ersten „Bundespreis Umwelt & Bauen“ aus

Hamburg, 23.1.2020 – Alle reden über Nachhaltigkeit – auch die Baubranche. Den
passenden Gesprächsstoff liefert ein Preis, den das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA)
ausschreiben: Mit dem neuen „Bundespreis Umwelt und Bauen“, der 2020 erstmals
vergeben werden wird, wollen die Initiatoren Projekte mit Vorbildcharakter in
puncto Nachhaltigkeit auszeichnen – nicht nur in den klassischen Bereichen
Bestand und Neubau, sondern zudem in fünf weiteren Kategorien. Bewerben können
sich alle Akteure des Baubereichs. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020.
Schirmherrin des Wettbewerbs ist die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze. Unterstützt wird der Wettbewerb von
B.A.U.M. e.V. und dem Öko-Zentrum NRW als Fachpartner.

Der Wunsch von immer mehr Bauherren und Planern, hohen Gebrauchsnutzen und architektonische Qualität mit
Klima- und Umweltschutz zu verbinden, bringt viele spannende Projekte hervor.
Sie belegen am praktischen Beispiel, dass nachhaltiges Bauen über den
Lebenszyklus hinweg betrachtet viele Vorteile bietet – auch im Hinblick auf die
Kosten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Genau da setzt der Bundespreis Umwelt
und Bauen an. Der Preis soll zum einen das Spektrum dessen veranschaulichen, was
heute schon baulich und technisch möglich ist. Zum anderen soll er den
herausragenden Beispielen durch die Prämierung größere Bekanntheit verschaffen
und so zur Nachahmung einladen.“

Professor Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts: „Es geht um
ganzheitliche Lösungen, die die Technik, die Gestaltung des Gebäudes und sein
Umfeld einbeziehen. Einzelvorhaben auf der ‚grünen Wiese‘ werden ausdrücklich
nicht unterstützt. Bei keinem anderen Wettbewerb wird das Zusammenspiel von
Umwelt und Bauen so bewertet, wie im Bundespreis Umwelt & Bauen.“

Über den Bundespreis: Um die Breite des nachhaltigen Bauens zu zeigen, umfasst
der Bundespreis die Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartiere“
und „Nachhaltigkeit und Innovationen“. Besonders im Fokus der ersten beiden
steht die energetische Sanierung von Bestandsbauten, weil hier aus Sicht des
Klimaschutzes der größte Handlungsbedarf besteht.

Neben diesen Wettbewerbskategorien vergeben BMU und UBA noch drei Sonderpreise
für besonders innovative Ansätze. Unter den Stichworten „Resilienz“ und
„Suffizienz“ geht es um die Anpassung an den Klimawandel und um Strategien zur
Verringerung des Ressourceneinsatzes. Auch sollen Bauvorhaben honoriert werden,
die Aspekte der Biologischen Vielfalt in besonderer Weise berücksichtigen und
damit einen substanziellen Beitrag zum Schutz und zur Umsetzung von „Stadtnatur“
leisten. Das dritte Feld „Gebäudehülle & Bauprodukt“ ist für neuartige Lösungen
mit innovativen Materialien und Baukonstruktionen gedacht.

Teilnahmebedingungen: Aufgrund der thematischen Breite sind alle Akteure des
Baubereichs eingeladen, sich zu bewerben: von Bauherren und Bauträgern über
Büros für Architektur, Gebäudetechnik-, Stadt- oder Landschaftsplanung bis hin
zu Herstellern oder Forschungseinrichtungen. Die Ausschreibung richtet sich an
in Deutschland realisierte Bauwerke oder Quartiere in fortgeschrittener Planung;
Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Kategorien sind möglich.

Was die Gewinner erwartet: Den Preisträgern winkt öffentliche Wahrnehmung auf
mehreren Ebenen. Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 29. September auf
einem von B.A.U.M. e.V. organisiertem Kongress zum nachhaltigen Bauen im
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin, wo
die prämierten Projekte der Fachwelt und den Medien vorgestellt werden. Auch auf
den Websites des UBA und des Bundesumweltministeriums werden die ausgezeichneten
Projekte und ihre Pluspunkte dargestellt – unter anderem in Form von Videos:
Denn zu den preisgekrönten Nachhaltigkeits¬beispielen lässt das UBA Filme
erstellen, die die Gewinner anschließend für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit
nutzen können. Des Weiteren werden alle prämierten Projekte in einem Buch
dokumentiert.

Näheres zu den Teilnahmebedingungen des Bundespreises Umwelt & Bauen und dem
Auswahlverfahren finden Interessenten auf der Website des UBA:
https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-umwelt-bauen-start
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. April 2020.