Der falsche Fuffziger

Fassadensanierung Bürogebäude Gravelottestraße 6-8, München

Das Verwaltungsgebäude der AWO im Franzosenviertel, München bekommt neue Fenster und einen neuen Anstrich. Was zunächst

nach einem überschaubaren Auftrag klang, entpuppte sich im Zuge der Bearbeitung als komplexere Aufgabe. Die Bausubstanz aus

den 1950er Jahren entsprach nicht mehr den gegenwärtigen, bauphysikalischen Anforderungen. Die Deckenränder und die Fensterlaibungen

wiesen bauphysikalische Schwachstellen auf. Das Konzept setzte genau an diesen Schwachstellen an und sah eine lokale,

bauphysikalische Ertüchtigung dieser Bauteile vor.

Die Fenster wurden bei laufendem Betrieb von außen ausgewechselt, die Faschen und Bänder mit Dämmputz ausgeführt. Somit

wurden sowohl die Schäden aus den Montagevorgängen als auch ein Großteil der Wärmebrücken behoben. Eine weitere Ebene mit

einem um die Fenster umlaufenden WDVS-Rahmen, komplettierte die Sanierung der Fassade.

Gestalterisch schafft das Netz aus Putzfaschen und Bändern eine Binnengliederung der Fassade, die sich in ihrer Farbigkeit und

Struktur an die Formensprache der 1950er Jahre orientiert. Der „falsche Fuffziger“ fügt sich dabei selbstverständlich in das Strassenbild

und die Architektur des Franzosenviertels ein.

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