Nachhaltiges Labor in Berlin eröffnet

Akustiklösungen von Troldtekt sind Bestandteil des weltweit ersten C2C LAB, das gerade in Berlin eröffnet wurde. Das sanierte Gebäude dient als Bildungszentrum, NGO-Office und „Reallabor“ für Cradle to Cradle-zertifizierte Baumaterialien.

In einem neuen Wissenszentrum im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg können Architekten mehr über Cradle to Cradle-zertifizierte Baustoffe und Materialkreisläufe erfahren und damit experimentieren. Das C2C LAB beherbergt ein Bildungszentrum, die Bundesgeschäftsstelle des Cradle to Cradle e.V. und ein „Reallabor“.

Hier gibt es grüne Wände, die die Luft reinigen. Teppiche, die Schwebstoffe binden. Und Büromöbel, die nicht nur für Menschen, sondern auch für die Umwelt gesund sind. Alle im 400 Quadratmeter großen C2C LAB verbauten Materialien erfüllen nämlich die strengen Cradle to Cradle-Kriterien an gesunde Produkte, die in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt oder zu neuen Produkten verarbeitet werden können.

Nachhaltiges Labor mit Akustikplatten von Troldtekt ist in Berlin eröffnet

„Wir sind stolz darauf, mit dem C2C LAB die weltweit erste Bestandssanierung nach Cradle to Cradle-Kriterien umzusetzen und damit zu zeigen, wie Cradle to Cradle in der Praxis funktioniert. Damit erschaffen wir ein einzigartiges Leuchtturmprojekt, das hoffentlich viele Nachahmer findet“, berichtet Tim Janßen, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Cradle to Cradle e.V., der hinter dem Projekt steht.

Das neu sanierte Gebäude stammt aus dem Jahr 1986 und wurde ursprünglich als Plattenbau aus vorgefertigten Stahlbetonelementen errichtet. Diese Art mehrgeschossiger Wohn- und Gewerbebauten war charakteristisch für die DDR-Zeit.

Gründliche grüne Sanierung
Bei der Sanierung wurde das Erdgeschoss des Gebäudes völlig neu gestaltet. Die alten Zwischenwände wurden abgerissen, und mit C2C-Glaswänden wurden acht Räume geschaffen, die leichter und offener wirken. Alte, beschädigte Fußböden wurden entfernt und durch C2C-Teppiche und harte Bodenbeläge ersetzt. Langlebigere Fußbodenbereiche, wie z. B. ein Terrazzoboden, blieben dagegen erhalten. Um viel Tageslicht in das Gebäude zu bringen, wurden die Fensteröffnungen vergrößert und durch C2C-Fenstersysteme ersetzt.

„Aktuell spielt sogenanntes nachhaltiges Bauen bei Neubauprojekten eine immer größer werdende Rolle. Bei der Sanierung von Bestandsobjekten hingegen handelt es sich um eine Nische, die wir mit der Sanierung des C2C LABs in die Breite bringen“, erklärt Tim Janßen.

„Mit dem C2C LAB entsteht ein Reallabor für Cradle to Cradle, in dem Materialien in der Sanierung und Nutzung vorbildlich sind und Innovationen zeigen. Die Sanierung zeigt, wie Bauen im Bestand nach C2C aussieht, wie kreislauffähige Produkte entsprechend ihres Nutzungsszenarios sinnvoll eingesetzt werden und wo noch Herausforderungen bestehen“, sagt Janßen.

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