Rufen Sie uns an! 069 50 92 999 22 verlag@premium-architektur.de

Altern leichter gemacht

Neubau der Seniorenresidenz Karl-Heller-Stift in Röthenbach

Die Menschen in Deutschland werden nachweislich älter, im Vergleich zur Lebenserwartung von 1950 im Schnitt um über 14 Jahre. Diese Entwicklung resultiert u. a. in einem erhöhten Bedarf an Pflegeplätzen und seniorengerechten Wohnungen. Die MBN Bau AG hat in Röthenbach bei Nürnberg als Generalunternehmer eine Seniorenresidenz für die Breitner & Lotz Projektgesellschaft GbR schlüsselfertig errichtet. Diese Wohnform bietet Senioren und chronisch erkrankten Menschen in Röthenbach mit einem vielfältigen Angebot die Möglichkeit, bis ins hohe Alter eigenständig zu leben. Bei der Baumaßnahme handelt es sich um das bisher größte Pflegeheim der Breitner & Lotz Projektgesellschaft. Nutzer der Einrichtung ist die Stadtmission Nürnberg.

Das Gebäude besteht aus einem Pflegeheim als zentraler Einheit sowie einem integrierten Gebäude für betreutes Wohnen. Das stationäre Pflegeheim verfügt auf vier Geschossen über 135 Pflegebetten, davon 127 in Einzelzimmern, die medizinischen und therapeutischen Einrichtungen, Zusatz- und Serviceeinrichtungen sowie ein Restaurant mit Küche zur Speiseversorgung der Bewohner. Das Pflegeheim ist in Wohngruppen organisiert, in denen die Bewohner betreut werden. Jeweils 11 bis 13 Pflegezimmer bilden eine Wohngruppe, der ein großer Wohnraum und eine Teeküche zugeordnet sind. Auf jeder Etage sind zwei Schwestern- und Pflegestützpunkte jeweils für drei Wohngruppen sowie Pflegebäder und Nebenräume integriert. Für Menschen mit einer Demenz befindet sich im Erdgeschoss zusätzlich ein geschützter Bereich mit 22 Einzelzimmern, zwei Gemeinschaftsräumen, einem Schwesternstützpunkt und Pflegebad sowie einem abgetrennten, begrünten Außenbereich mit Garten und Terrassen.

Im Gebäude für betreutes Wohnen gibt es 32 Zwei-Zimmer-Appartements, in denen Senioren ihren Haushalt selbständig führen können und dabei die benötigte Unterstützung erhalten. Sie enthalten alle ein barrierefreies Bad, ein Schlafzimmer, einen Abstellraum, einen Wohnraum mit einer Einbauküchenzeile sowie eine Terrasse bzw. einen Balkon.

Die größte Herausforderung während der Baurealisierung war das anstehende Grundwasser, welches mittels offener Wasserhaltung von November 2016 bis Mai 2017 für die Rohbauarbeiten und die äußeren Entwässerungskanalarbeiten abgepumpt wurde. Termingerecht konnte die Einrichtung im August 2018 eröffnen.