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HWKN Architecture, New York Shape Tomorrow – Towards a Future-Oriented Built Environment

Eröffnung: 19. November 2021, 18.30 Uhr, Information erfolgt über den Newsletter
Ort: Aedes Architekturforum, Christinenstr. 18–19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–18.30 Uhr, So–Mo 13–17 Uhr und Sa, 20. Nov 2021, 13–17 Uhr


Presslunch: Freitag, 19. November 2021, 12 Uhr
Mit Matthias Hollwich, HWKN Architecture und Mark Davy, Futurecity
Die Teilnahme ist möglich mit Impf- oder Genesenennachweis (2G). Bitte melden Sie sich bis 12. November 2021 bei ms@aedes-arc.de an.

Bereits seit mehr als zehn Jahren entwirft der deutsche Architekt Matthias Hollwich mit seinem New Yorker Büro HWKN Bauten, die für die Anforderungen der Zukunft ausgelegt und somit wegweisend sind. Vom Magazin Fast Company wird HWKN unter den Top 10 Most Innovative Architects der Welt geführt. Hollwich ist Mitgründer der Onlineplattform Architizer und entwickelte 2012 die erfolgreiche Installation Wendy für das MoMA PS1 in New York. Zuletzt provozierte er mit seinem Buch New Aging: Live Smarter Now to Live Better Forever, in dem er verstaubte Funktionskonzepte, stereotype und veraltete Bautypologien „auf den Kopf stellt“, um das Älterwerden z. B. mittels modularer Architektur und flexibler Wohnkonzepte zu einem würdevollen, erfüllenden Teil unseres Lebens zu machen. HWKN verbindet amerikanische Ambition mit deutscher Präzision und zeigt in Kooperation mit einer neuen Generation von Bauherr:innen Möglichkeiten des zukunftsweisenden Bauens auf – wobei es immer darum geht, die architektonische Form zu nutzen, um den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und soziale Interaktion zu fördern. Das umfangreiche, vielfältige Portfolio umfasst diverse neue Quartiere und Gebäude – von Einzelhandelsflächen über Pop-up-Installationen bis hin zu Wohn- und Gewerbebauten in den USA, im Nahen Osten sowie in Deutschland, wo derzeit Bürobauten in München, Bochum und Aachen sowie Mikrowohnungen in Frankfurt realisiert werden. Die Ausstellung bei Aedes präsentiert die innovativen Entwurfsstrategien anhand ausgewählter Projekte und erzählt in einer spielerischen, interaktiven Installation, wie HWKN mit Architektur eine bessere Zukunft gestalten will.

Mit Shape Tomorrow knüpft HWKN an seine frühere Beschäftigung mit dem Thema an und reagiert zudem auf die Corona-Pandemie. „Uns war klar, dass wir diese Krise als eine Chance begreifen müssen“, so Hollwich. „Als wir sahen, wie wandelbar die Gesellschaft ist, wurde uns klar, dass dies ein ganz besonderer Moment für die Architektur ist, dass wir jetzt Gebäude entwickeln können, die an die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, an die gesellschaftlichen Anforderungen und die technischen Funktionen angepasst sind.“ Durch eine Gestaltung, die Emotionen hervorruft und den öffentlichen Raum stärkt, will HWKN in seinen zahlreichen internationalen Projekten – neben den traditionellen Zielstellungen wie rationale Organisation und Effizienz – Veränderungen anstoßen.

Matthias Hollwich und sein Team beschäftigen sich nicht nur mit den architektonischen Potenzialen an der Schnittstelle zwischen Drinnen und Draußen, sondern auch mit der Veränderung der vertikalen Orientierung in der Architektur. „Normalerweise konzentriert man sich auf den oberen Bereich eines Gebäudes, die Krone und seine Fassade, die von weitem zu sehen sind. Im Sockelgeschoss sind bei diesem Konzept in der Regel nur der Eingang, Geschäfte und Parkplätze untergebracht“, erklärt Hollwich. Gemeinsam mit Bauträger:innen, die offen für Neues sind, stellt HWKN diese Entwurfsprinzipien auf den Kopf und verleiht jedem Bauwerk eine Identität und einen einzigartigen Charakter.„Wir beschäftigen uns mit dem Sockel des Gebäudes“, so fasst Hollwich zusammen, „konzentrieren uns dabei auf die Tätigkeiten, Emotionen und Erinnerungen der Menschen und gestalten Innenräume mit Persönlichkeit. Der Schwerpunkt liegt für uns auf der Schnittstelle zu den Menschen: auf dem Erschaffen von Orten, die für jeden inspirierend sind. Die Identität des neuen Gebäudes steht unmittelbar in Einklang mit der Erfahrung auf der Straße.“

Ausstellung
Die Ausstellung bei Aedes stellt den Entwurfsansatz von HWKN in den Mittelpunkt und spürt der Interaktion zwischen Menschen und Gebäuden nach. Neun fünf Meter hohe Türme im Ausstellungsraum symbolisieren die unterschiedlichen formalen und programmatischen Ansätze der Projekte, darunter das bereits realisierte und sehr erfolgreiche, d.h. bei den Nutzer:innen sehr beliebte Bürogebäude 25 Kent in Brooklyn, NY und die derzeit im Bau befindlichen Gewerbeareale Die Macherei in München und Spirit Bochum. Durch die Türme sollen die Besucher:innen dazu angeregt werden, nicht nur zu schauen, sondern auch spielerisch die Projekte zu erkunden und auf das Gesehene zu reagieren. Jedes Gebäude trägt einen Namen, der ihm eine Identität verleiht und es zu einem „Charakter“ macht, den man kennenlernen möchte: beispielsweise Blake, das extrovertierte Gebäude, dessen Sockel von einem offenen Markt umgeben ist, oder das Skyler-Hochhaus, das mehrere Generationen an einem Ort zusammenbringt. Die Besucher:innen der Ausstellung sind eingeladen, sich aus einer Auswahl an Spielzeugfiguren eine auszusuchen und sich vorzustellen, dass diese Figur in dem von ihnen gewählten Gebäude wohnt, arbeitet oder seine Freizeit verbringt. Sie können dann mit ihren Smartphones Fotos davon machen und ihre Gedanken dokumentieren. Diese individuellen Ideen und Anregungen der Besucher:innen zu besserem Wohnen, Arbeiten, Spielen und Bauen werden gesammelt und am Ende der Ausstellung ausgewertet und ggf. veröffentlicht. Ihre Analyse wird in die Forschung und Entwicklung weiter reichender Konzepte bei HWKN einfließen. Die Idee verfolgt den Gedanken, eine Ausstellung als Mittel zur Forschung zu nutzen, spiegelt aber auch einen ungewöhnlich engagierten und kulturell vielfältigen Ansatz für die Umsetzung wider.