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Intelligente und nachhaltige Produkte für die Polyurethanindustrie

• LANXESS auf der UTECH 2021 in Maastricht
• Bisher umfangreichste Portfolio für PUR-Herstellung
• CO2-Fußabdruck schon bei Verarbeitung reduzieren
• Modifikatoren-Einsatz als Antwort auf Lieferengpässe

Köln, 10. November 2021 – LANXESS präsentiert auf der UTECH 2021 sein bisher umfangreichstes Produktportfolio für die Polyurethanindustrie. Die Messe findet vom 16. bis 18. November im niederländischen Maastricht statt. Erstmals stellt das Unternehmen auf seinem Stand auch die Polymeradditive vor, die mit der Akquisition von Emerald Kalama Chemical hinzugekommen sind.

Das breite Sortiment des Spezialchemie-Konzerns umfasst sowohl Additive wie Flammschutzmittel, Weichmacher, Vernetzer, Katalysatoren und Hydrolysestabilisatoren als auch PU-Präpolymere für Hart- und Weichschäume, Beschichtungen, Elastomere, Dichtstoffe und Klebstoffe. Neu unter dem Dach von LANXESS sind Modifikatoren der Marke Modulast, die für den Einsatz in reaktiven Polyurethansystemen entwickelt wurden.

Nachhaltigkeit PUR

Mitarbeitende des Geschäftsbereichs Urethane Systems (URE) halten auf der parallel zur Messe stattfindenden Konferenz am 16. November vier Präsentationen. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf nachhaltigen und umweltgerechten Lösungen. Die Titel der Vorträge lauten:
• Ein neuartiges Heißgieß-/Kalthärtungssystem für PU, das Energie spart und CO2-Emissionen reduziert
• Adiprene Green – Eine neue biobasierte Lösung für PU-Elastomere
• Pellart – Wasserbasierte Haftvermittlersysteme für oberflächenbehandelte Polyolefine
• Low-Free Urethan-Präpolymere als Bausteine für Hochleistungs-Schutzbeschichtungen

Diese Beiträge spiegeln das Verständnis von LANXESS für die Nachhaltigkeitsanforderungen in der PU-Industrie wider. Sie konzentrieren sich auf den Einsatz der Low-Free-Technologie, den Wechsel von lösemittel- hin zu wasserbasierten Systemen, die steigende Nachfrage nach erneuerbaren bio-basierten Rohstoffen und die Möglichkeit für Kunden, den CO2-Fußabdruck bei der Verarbeitung zu reduzieren.

„Die Adiprene Low Free-Technologie ermöglicht die Reduzierung von VOC-Komponenten in den resultierenden Präpolymerprodukten. Insbesondere wird der Gehalt an freien Diisocyanaten reduziert“, unterstreicht Michael Timm, Leiter Marketing & Development bei Urethane Systems. Der Restmonomergehalt beträgt weniger als 0,1 Gewichtsprozent.

Neuartiges Heißgieß-/Kaltaushärtungssystem für PU spart Energie

Mit Adiprene Green hat LANXESS eine Reihe von biobasierten Präpolymeren entwickelt, die vom Austausch fossiler Polyole gegen kommerziell verfügbare biobasierte Polyole profitieren. „Unser Angebot an MDI-Systemen auf Polyetherbasis verwendet Polyetherpolyole auf Stärkebasis. Diese Systeme eignen sich als Drop-in-Ersatz für bestehende Polyether-Präpolymere auf fossiler Basis und Systeme zur Herstellung hochbeständiger Polyurethan-Elastomere“, erklärt Gerald King, Leiter Anwendungstechnik EMEA bei URE. Je nach System ist eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks zwischen 20 und 30 Prozent im Vergleich zu fossil basierten Präpolymersystemen möglich.

Wasserbasiertes Haftvermittlersystem für oberflächenbehandelte Polyolefine

LANXESS Urethane Systems hat mit Pellart PR 28 und Pellart PR 29 neue Haftvermittler für polyolefinbasierte Materialien entwickelt, um den Übergang zu wasserbasierten Lösungen voranzutreiben. Diese Primer fungieren als Haftbrücke zwischen dem Substrat und dem Klebstoff oder der Beschichtung, um für eine dauerhafte Haftung zu sorgen.

In Kombination mit Vernetzern wie Trixene Aqua BI 201 (blockiert) oder Pellart XL 210, weisen diese Haftvermittler hervorragende physikalische und chemische Eigenschaften auf, zum Beispiel eine ausgezeichnete Haftung auf vorbehandelten Polyolefinoberflächen und auf Klebstoffen. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Hitze- und Hydrolysebeständigkeit sowie Anfangsfestigkeit aus.

Intelligenter und nachhaltiger Flammschutz für Schaumstoffe in Bauanwendungen

Aufgrund des weltweit wachsenden Bewusstseins für den Klimawandel und den Energieverbrauch wird ein steigendes Interesse an Polyurethan-Hartschaum als Dämmstoff erwartet. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung wird auch die Brandsicherheit in diesen Bauanwendungen an Bedeutung gewinnen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden in Polyurethan-Hartschaumstoffen verschiedene Flammschutzmittel eingesetzt. Eine der am besten geeigneten und weit verbreiteten Gruppen von Flammschutzmitteln basiert auf Phosphor. Dazu gehören chlorierte Phosphatester und halogenfreie Verbindungen. Auf der UTECH hält dazu Dr. Heiko Tebbe, Leiter Application Technology EMEA im LANXESS-Geschäftsbereich Polymer Additives (PLA) den Vortrag „New Phosphorus based Flame Retardants for Rigid Polyurethane Foams“.

In seiner Präsentation am 17. November 2021 werden Levagard 2000 und Levagard 2100, von LANXESS entwickelte Flammschutzmittel auf Phosphorbasis, vorgestellt. Die Leistungsfähigkeit dieser Produkte in Polyurethan-Hartschaumformulierungen veranschaulicht ein Vergleich mit anderen etablierten Flammschutzmitteln. Dabei präsentiert Tebbe auch die Wirksamkeit der neuen Flammschutzmittel in Brandtests und verdeutlicht die Auswirkungen der Produkte auf die Verarbeitung, die Stabilität sowie die Schaumeigenschaften. Die Ergebnisse zeigen, dass die neuen Flammschutzmittel maßgeblich dazu beitragen können, die Anforderungen an Polyurethan-Hartschaumstoffe zu erfüllen.

LANXESS bietet der Industrie ein breites Sortiment von Flammschutzmitteln, darunter die phosphorbasierten Marken Levagard und Disflamoll sowie das reaktive bromhaltige Produkt PHT4-Diol. Die Verbindungen sind gerade im Baubereich tragende Säulen eines nachhaltigen Flammschutzes. Gerade die polymeren und reaktiven Flammschutzadditive entsprechen den aktuellen Anforderungen an Umwelt- und Gesundheitsschutz, ohne dass dies zu Abstrichen beim Brandschutzverhalten führen würde.

Leistungsverbesserung als Antwort auf Lieferengpässe

Rohstoffe sind knapp und pandemiebedingte Versorgungsengpässe beeinträchtigen in vielen Industrien die Lieferkette. Mit Modifikatoren der Reihe Modulast können sowohl in TPU- als auch in CASE-Anwendungen der Einsatz von Polyolen und Isocyanaten in den Rezepturen verringert und zugleich die physikalischen Eigenschaften verbessert werden.

Modulast PUR ist ein Dibenzoat mit höchster Reinheit und niedrigstem Hydroxylgehalt auf dem Markt. Der Modifikator sorgt für außergewöhnliche Farbgebung im Endprodukt, geringen Geruch und Verbesserung der Druckverformung. Modulast PUR kann die teureren Polyole in Rezepturen teilweise substituieren.

Der leistungsfähige Modifikator Modulast ACE zeichnet sich durch seinen konstant niedrigen Hydroxylgehalt aus. Einsatzgebiete sind Hochleistungsanwendungen, bei denen geringer Geruch, extrem geringe Exsudation sowie eine hohe Rückprallelastizität bzw. ein geringer Druckverformungsrest gefordert sind.