Rufen Sie uns an! 069 50 92 999 44 verlag@premium-architektur.de

Leuchtturmprojekt: 3D-Schmelzglas in der Solarfassade

Das neue Gebäude des Amtes für Umwelt und Energie ist das geworden, was es heute braucht: Ein modernes, nachhaltiges Gebäude, das sich selbst mit Solarstrom versorgt. Dabei ist das solare Geheimnis alles andere als offensichtlich – dank intelligenter Architektur und neuester Solar-Technologie.

Goldene Solarzellen und Volksabstimmung

Nicht selten wird beim Stichwort “Solar” an rechteckige, unästhetisch blaue Gebilde gedacht. Dass dies längst der Vergangenheit angehört, zeigt der Schweizer Solarhersteller Megasol Energie AG am Beispiel des neuen Gebäudes des Amtes für Umwelt und Energie in Basel. 

Eine der Anforderungen an den Neubau war, dass er sich  mittels ästhetischer Solarfassade selbst mit Strom versorgen kann. Für das Gesamtprojekt wurde ein Wettbewerb lanciert – es gewann im Jahr 2013 das Basler Architekturbüro jessenvollenweider. Dessen Gestaltungsvorschlag sollte dem Neubau mit golden schimmernden Solarzellen eine ganz besondere Optik verleihen.

Der Volksentscheid von 2016 ermöglichte den Bau des nachhaltigen Gebäudes. Am 1. November in diesem Jahr wurde das Gebäude eröffnet.

Entwicklungen mit Weitblick

Aufgrund der erforderlichen Volksabstimmung kamen die zuerst angedachten, goldenen Solarzellen in die Jahre. Mittlerweile waren auf dem Markt deutlich effizientere Solarzellen zu finden. Doch Solarzellen mit goldener Optik wurden keine mehr hergestellt. Deshalb wurde die ursprünglich geplante Gestaltung komplett überarbeitet und der Weg für die stärksten kommerziell verfügbaren Solarzellen frei gemacht. In diesem Prozess kam ein Material ins Spiel, dass bisher noch nie für Solarpanels eingesetzt wurde: 3D-Schmelzglas. 

“Die Fähigkeit von Glas, unterschiedliche Erscheinungen unter verschiedenen Lichtsituationen einzunehmen, war die Grundlage für die Suche nach der notwendigen Oberflächenbeschaffenheit. Die nahezu freien Gestaltungsmöglichkeiten von Schmelzglas war dabei der entscheidende Faktor”, erklärt Sven Kowalewsky, Geschäftsleitungsmitglied beim Architekturbüro jessenvollenweider in Basel.