Hamburg, 15.8.2019 – Ein Internationaler B.A.U.M.-Sonderpreis geht in diesem Jahr an Bundespräsident a. D. Horst Köhler, der sich seit Jahrzehnten für eine nachhaltige Gestaltung der Globalisierung einsetzt. Einen weiteren Sonderpreis verleiht das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften an den Stararchitekten Ole Scheeren, der zukunftsfähige Konzepte entwickelt, die in urbanen Räumen Wohnqualität für viele mit Umwelt- und Klimaschutz verbinden.

„Prof. Dr. Horst Köhler engagiert sich gegen Armut und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen weltweit – das ist Nachhaltigkeit im umfassenden Sinne. Der Altbundespräsident ruft dazu auf, über Wachstum und Wohlstand neu nachzudenken, denn unser Lebensstil in den Industrieländern geht zu Lasten der Länder des globalen Südens, z. B. in Afrika“, erläutert der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege, der Mitgründer und Vorsitzender von B.A.U.M. ist.

Bundespräsident a. D. Horst Köhler betont immer wieder die gegenseitige Abhängigkeit der Länder der Erde im Zeitalter der Globalisierung. Er fordert „ein neues Paradigma in der internationalen Politik, ein Leitmotiv der globalen Partnerschaft. Dieses Leitmotiv stellt nationale Politik in den Kontext des globalen Gemeinwohls“. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei Afrika, einem Kontinent, mit dem Europa sowohl geographisch als auch historisch in besonderer Weise verbunden ist. Bei der Preisverleihung im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 3. September wird der Preisträger von dem bekannten Hamburger Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto vorgestellt.

Ole Scheeren realisiert mit seinem global tätigen Architekturbüro Projekte, die die Stadt der Zukunft gestalten. Der aus Deutschland stammende Architekt versteht Architektur als Lebensraum im eigentlichen Sinn des Wortes: als Ort für Menschen, der ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt und Zusammenleben ermöglicht. Damit leistet er auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

„Nicht nur soziale Nachhaltigkeitsaspekte, auch ökologische spielen bei den Projekten von Ole Scheeren eine Rolle. Gerade beim Bauen in Städten sind dies immer wichtiger werdende Aspekte. Hier haben nachhaltige Innovationen eine große Bedeutung“, betont B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland, der auch Mitglied der Jury ist. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der Apartmentkomplex „The Interlace“ in Singapur. Das Gebäude mit 1040 Wohnungen schafft durch seine gestapelte Architektur eine große Anzahl an terrassierten Gärten und Dachterrassen. Rechnerisch ergeben sich dadurch 112 % Grünfläche, d. h. durch die Bebauung ist zusätzliche Grünfläche entstanden.

B.A.U.M. zeichnet ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus. 2017 ergab eine Studie der Universität Hohenheim, dass der B.A.U.M.-Preis, der bereits seit 1993 verliehen wird, nach dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu den bekanntesten und begehrtesten Nachhaltigkeitspreisen gehört.

Die Preise werden am 3. September im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung in Hamburg überreicht.

Weitere Informationen zu allen B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträgern, auch in den Kategorien „Großunternehmen“, „KMU“, „Digitalisierung“, „Wissenschaft“ und „Medien“, finden Sie unter www.baumev.de/preistraeger, Informationen zur B.A.U.M.-Jahrestagung unter www.baumev.de/jahrestagung.