Runde Sache!

Schüler aus Schömberg in Baden-Württemberg gewinnen bei

bundesweitem Wettbewerb für Ingenieurtalente

Am 14. Juni 2019 zeichneten die Ingenieurkammern in Berlin die besten Teams des bundesweiten Schülerwettbewerbs „Junior.ING“ aus. Die ersten Preise gehen in diesem Jahr nach Baden-Württemberg und ins Saarland.

Das Wettbewerbsthema lautete: „Achterbahn – schwungvoll konstruiert“. Deutschland-weit waren Mädchen und Jungen aufgerufen, eine Kugelbahn nach ingenieurtechnischen Kriterien zu planen und zu bauen. Insgesamt beteiligten sich fast 4.600 Schülerinnen und Schüler. Sie investierten rund 40.000 Arbeitsstunden. Durchschnittlich stecken in jeder Achterbahn etwa 23 Stunden Bauzeit – so viel wie nie zuvor.

MinDir’n Christine Hammann vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) würdigte die Bedeutung des Nachwuchspreises: „Der Schülerwettbewerb ‚Junior.ING‘ gibt der jungen Generation die Möglichkeit zu zeigen, was in ihr steckt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie kreativ und engagiert die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen auch in diesem Jahr ausgearbeitet haben. Das BMI unterstützt den Schülerwettbewerb ‚Junior.ING‘ sehr gern, denn es ist ein tolles Projekt zur Berufsorientierung und somit zur Förderung des Ingenieurnachwuchses in Deutschland.“

„Die Aufgabenstellung war dieses Mal eine besondere Herausforderung, die die Teams hervorragend gemeistert haben.“, sagte Dipl.-Ing. Ingolf Kluge, Vizepräsident der Bundesingenieurkammer. „Wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, freue ich mich auf die zukünftigen Ingenieurgenerationen. Ich hoffe, dass wir mit diesem Wettbewerb wieder viele Schülerinnen und Schüler für unseren faszinierenden Beruf begeistern konnten“, so Ingolf Kluge.

1.Platz in der Alterskategorie I (bis Klasse 8):

In dieser Kategorie sicherten sich Timm Sauter und Elias Sauter mit ihrer Achter-bahn „6 on the beach“ den ersten Platz. Beide besuchen die Realschule in Schömberg (Baden-Württemberg). 1. Preis: Modell „6 on the beach“ (BU-I-85, BW)

Urteil der Jury: „Bei dem gestalterisch einem Longdrink Glas und daneben liegen-den Cocktailschirmen nachempfundenen Tragwerksentwurf der Achterbahn wurde ein filigranes räumlich stabiles Fachwerk, welches die eigentliche Achterbahn trägt, gewählt. Die Proportionen der Konstruktionselemente sind konstruktiv zutreffend gewählt. Der Entwurf kann resourcensparend nach den Prinzipien des Leichtbaus aus-geführt werden. Die Funktionsprüfung der Achterbahn mit Looping und überra-schenden Verlaufselementen verlief einwandfrei positiv. Die Verarbeitungsqualität dieser Arbeit ist sehr gut.“

1. Platz in der Alterskategorie II (ab Klasse 9):

Bei den Teilnehmenden ab Klasse 9 ging der erste Platz an Julian Schwaiger und Nils Reiss von der Montessori Gemeinschaftsschule in Friedrichsthal (Saarland). Ihr Modell trägt den Namen „golden snitch“.

Auch Dipl.-Ing. Ellen Petersson von der Deutschen Bahn AG hat die Zukunft im Blick: “ Mit dem DB Sonderpreis möchten wir junge Mädchen dazu animieren, ihre Kreativität und Technikbegeisterung zu behalten und diese auch bei der Berufswahl, vorzugsweise bei der Deutschen Bahn zu berücksichtigen.“

Der Anteil der teilnehmenden Schülerinnen am Wettbewerb „Junior.ING“ stieg auch in diesem Jahr erneut an und lag bei beachtlichen 38,3 Prozent.

Sonderpreis der Deutschen Bahn für ein besonders gutes Mädchen-Team:

Über diese Auszeichnung konnten sich Sarah Hermle und Oana Marc von der Real-schule in Schömberg (Baden-Württemberg) freuen. Für ihr Modell „ANTHEA“ erhielten sie den Sonderpreis der Deutschen Bahn.

Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger von einer siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Hans Georg Reinke. Die beiden ersten Plätze waren mit jeweils 500 € dotiert. Die nachfolgenden Plätze 2 bis 5 konnten sich über 400 €, 300 €, 200€ und 100 € freuen. Der Sonderpreis der Deutschen Bahn war mit 300 € dotiert.

Die drei bestplatzierten Modelle jeder Alterskategorie werden erstmals im Deutschen Technikmuseum ausgestellt. Zu sehen sind sie in der Zeit vom 18. Juni bis 18. Dezember 2019.

Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.